Der Vorname kannüber die Berufskarriere entscheiden
WelcherName.de Infopost 015/2012, Baden-Baden, 14.07.2012
Eine Studie der Universität Oldenburg hat mit einer Studie nachgewiesen, dass der Vorname Auswirkungen auf die Berufskarriere eines Menschen haben kann. Mit einem Fragebogen haben die Wissenschaftler rund 2000 Grundschullehrer anonymisiert befragt. Die Antworten wurden repräsentativ ausgewertet. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass allein bestimmte Vornamen bei den Lehrerinnen und Lehrern Vorurteile hervorrufen, die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betreffend. Schülerinnen und Schüler werden je nach Vornamen eher negativ oder eher positiv wahrgenommen.
Positiv wahrgenommen werden von den Lehrkräften Namen wie klassische, traditionelle Namen wie Andreas, Alexander, Sophie, Marie oder Maximilian. Die werden mit Subjektiven wie Leistungsfähigkeit und Freundlichkeit in Verbindung gebracht.
Schwierig wird es, wenn ein Kind Chantal, Kevin, Justin, Maurice oder Mandy heißt. Diese Kinder geraten schnell in die Schublade mit der Aufschrift “Kinder aus bildungsfernen Schichten”. Mit diesen Namen verbinden Lehrer eher Begriffe wie “Leistungsschwäche” und “Verhaltensauffälligkeit”.
Besonders interessant ist die Feststellung der Wissenschaftler, dass nur ein geringer Teil der Lehrerinnen und Lehrer völlig unbefangen an einen Vornamen herangeht und eine Distanz zu möglichen Assoziationen hält.
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Namen für Kinder waren schon immer schwierig. Oftmals ist auch ein persönliches Erlebnis (positiv wie negativ) ausschlaggebend, wie jemand mit diesem Namen eingeschätzt wird.
Was wirklich Schwierigkeiten bereitet, sind Namen aus anderen Kulturkreisen, die oft fast unaussprechlich erscheinen. Die Kinder sind oft gezwungen Spitz-Namen anzunehmen, die für Lehrer und Mitschüler aussprechbar sind. Das Selbstbewusstsein dieser Schüler wird damit auch nicht gefördert.
Das bekannteste Beispiel, dass Namen eben doch mehr als Schall und Rauch sind, ist der bekannte Titel von HJonny Cash “A boy named Sue”.
Manchmal machen Namen auch stark, meistens sind sie eine Belastung für das ganze Leben und gibt es weitaus schlimmere Namen wie Kevin oder Chantal. Jedes Jahr gibt es hier in Deutschland eine neue Liste mit abgelehnten, schlimmer aber mit aufgenommenen Namen für Kinder. Zwas steht das Kindeswohl bei der Namensvergabe im Vordergrund, aber immer mehr Eltern wollen ihre Kinder wie in Amerika durchausüblich ihr Kind nach einer Stadt oder etwas ähnlichem benennen. Hier eine Liste kurioser Namenswünsche: http://www.vorname.com/kuriose_vornamen.html
Wenn Eltern ihren Kindern einen Gefallen tun wollen, geben sie ihnen zwei oder drei Vornamen, bei denen sie dann später auswählen können.
Wichtig ist, dass sich Erziehende bewusst werden, dass sie gegen bestimmte Namen Ressentiments haben und ihren Umgang entsprechend kritisch hinterfragen.