Wer als Coach arbeiten möchte, kann das in verschiedenen Bereichen machen: Business-Coach, Führungskräfte-Coach oder Fitness-Coach beispielsweise. Während diese Formen des Coachings weitgehend bekannt, und die Tätigkeiten klar sind, ist der Begriff „systemischer Coach“ noch weniger bekannt, obwohl entsprechend ausgebildete Fachkräfte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Was genau versteht man also unter systemischem Coaching und was sollte man über die Ausbildung wissen?
Grundlagen und Ausbildungswege
Ganz allgemein versteht man unter Coaching einen zielgerichteten Beratungsprozess, der das Ziel verfolgt, Menschen dabei zu unterstützen, persönliche und/oder berufliche Ziele zu erreichen. Beim systemischen Coaching steht dabei der systemische Ansatz im Vordergrund, also der Blick auf persönliche Muster und Beziehungen, Rollen, berufliche und soziale Kontexte und Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt.
Eine Ausbildung zum systemischen Coach ist mehr als nur reine Wissensvermittlung, sondern vielmehr eine praxisorientierte Qualifizierung mit Live-Unterricht, Austausch in Gruppen, viel Praxisanteil und Feedback von professionellen Coaches. Zwar ist Coach in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, um seine Leistung seriös anbieten zu können, ist eine Qualifikation in der Regel aber unerlässlich. Eine solche Qualifikation lässt sich in unterschiedlichen Ausbildungsformaten erwerben:
– Coaching-Ausbildung (Basisausbildung)
– ICF-anerkannte Ausbildung
– Online-Ausbildungsformate
– Zertifizierung als Abschluss
Inhalte und Abschlüsse der Coaching-Ausbildung
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Vermittlung von Coaching-Kompetenzen, Methoden und praktischen Fähigkeiten, die Teilnehmern die Fähigkeiten vermittelt, die es braucht, um Coaching-Prozesse strukturiert zu gestalten, Gespräche professionell und zielorientiert zu führen und das Erlernte auch tatsächlich in der Praxis anwenden zu können. Die Ausbildung richtet sich vornehmlich an Menschen, die Coach werden wollen, aber auch an Führungskräfte, Berater und Trainer, Personalentwickler und Personalleiter. Je nach konkretem Ziel, der beruflichen Ausrichtung oder einem spezifischen Schwerpunkt, können im Rahmen der Ausbildung unterschiedliche Abschlüsse von folgenden Verbänden erworben werden:
– International Coaching Federation (ICF)
– Berufsverband für Training, Beratung und Coaching (BDVT)
– Deutscher Verband für Coaching und Training (dcvt)
– European Coaching Association (ECA)
– Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK)
– Deutscher Coaching Verband (DCV)
Es ist ratsam, sich im Vorfeld darüber zu informieren oder sich beraten zu lassen, welche die passende Qualifizierung für die persönlichen Ziele ist.
Wichtige Kompetenzen für eine sich verändernde Arbeitswelt
Es gibt verschiedene Gründe, die dafür sprechen, eine professionelle Coaching-Ausbildung in Anspruch zu nehmen – sei es eine berufliche Neuorientierung, der Wunsch, vorhandene Fähigkeiten gezielt auszubauen oder verborgene Stärken zu entdecken, oder schlicht der Erwerb einer zusätzlichen Qualifikation. Nicht wenige, die eine Ausbildung zum systemischen Coach absolvieren, tun dies nicht, um anschließend auch tatsächlich als Coach zu arbeiten, sondern um die erworbenen Coaching-Kompetenzen im Beruf zu nutzen.
In einer Arbeitswelt, die in einem nie dagewesenen Ausmaß von Veränderung und komplexen Herausforderungen geprägt ist, gewinnen Kompetenzen wie aktives Zuhören, lösungsorientierte Kommunikation, professionelle Gesprächsführung oder Motivation zunehmend an Bedeutung. Somit kann prinzipiell jeder, der sich persönlich oder beruflich weiterentwickeln möchte, von einer Coaching-Ausbildung profitieren.
Einzelheiten zur Ausbildung und weiterführende Informationen finden sich unter dem unten aufgeführten Link.
