Deutschlands verschenktes Potential / Eulen nach Athen? Warum hochbegabte Kinder gefördert werden müssen

Das deutsche Bildungssystem steht in der Kritik. Doch während zumeist über Lehrermangel oder – ganz aktuell – den erneuten PISA-Absturz debattiert wird, bleibt eine Gruppe völlig auf der Strecke: die rund zwei Prozent aller Kinder, die als hochbegabt gelten. Viele von ihnen leiden. Sie fühlen sich gelangweilt und unterfordert, isolieren sich und entwickeln Depressionen. Viele Eltern sind ratlos. Im Kinder-College e.V. in Koblenz werden diese Kinder mit einem ganzheitlichen Ansatz individuell gefördert und Eltern beraten. In dem neuen Buch „Eulen nach Athen? Neue Pädagogik der Begabtenförderung – Ein Modell“ wird dieser Ansatz erläutert und 16 höchstbegabte Kinder berichten von ihren Erfahrungen. Eindrucksvoll wird so deutlich, wie wichtig Begabtenförderung ist.

Michel ist 10 Jahre alt und seit sechs Jahren Teilnehmer im Kinder-College. „Höchstbegabten Kindern fällt es teils schwer, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. So ist es zumindest mir ergangen“, schreibt er in „Eulen nach Athen?“. Schon im Kindergarten fühlte er sich nicht verstanden, in der Grundschule permanent unterfordert. Heute geht Michel in die neunte Klasse eines Gymnasiums und belegt aktuell die Hochschulkurse „Technische Physik“ und „Grundlagen des Maschinenbaus“ im Ingenieurwesen.

„Beispiele, wie das von Michel belegen eindrucksvoll, dass und warum das deutsche Schulsystem ungeeignet ist, um hochbegabte Kinder entsprechend ihren Talenten zu fördern. Damit verschenkt Deutschland ein ungeheures Potential,“ sagt Helga Thieroff, Gründerin und Leiterin des Kinder-Colleges.

Neben der intellektuellen Förderung stellt das Kinder-College auch die Entwicklung der Persönlichkeit in den Fokus. Das oftmals abhanden gekommene Selbstwertgefühl wird gestärkt und der Charakter ausgebildet. So lernen die Kinder, ihr Anderssein zu akzeptieren und ihre Fähigkeiten zu nutzen.

„Hochbegabte zu fördern, ist kein überflüssiges oder elitäres Projekt“, sagt Helga Thieroff. „Wir tragen nicht die sprichwörtlichen Eulen nach Athen. Mit unserer ganzheitlichen, werteorientierten Pädagogik fördern und optimieren wir vielmehr die Leistung. Wenn wir im globalen Wettbewerb bestehen wollen, müssen wir sicherstellen, dass unsere klügsten Köpfe sich nicht schon von klein auf unverstanden, nicht geschätzt und eingeengt fühlen und bei der ersten sich bietenden Gelegenheit dem Land den Rücken kehren.“

Seit seiner Gründung im Jahr 2.000 kann das Kinder-College auf mehr als 70.000 Kursteilnehmer zurückblicken. Viele Absolventen können inzwischen beeindruckende Berufskarrieren in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung vorweisen.

Das Buch „Eulen nach Athen? Neue Pädagogik der Begabtenförderung – ein Modell“ von Helga Thieroff und Eberhard Krumm ist im LIT-Verlag, Berlin, erschienen. Weitere Informationen und das aktuelle Kursprogramm finden Sie auch unter www.kinder-college.de.

Pressekontakt:

Kinder-College e.V.
Frau Helga Thieroff
Tel.: +49-2645-970261
presse@kinder-college.de
(Auf Anfrage stehen sowohl Helga Thieroff und Eberhard Krumm als auch der 10-jährige Michel gern für Interviews zur Verfügung)

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