Mehr Wissen, mehr Sorge
Gegen die Angst vor KI hilft Aufklärung, heißt es oft. Der KI-Monitor 2026 der TU Darmstadt, eine repräsentative Umfrage unter mehr als 2.000 Menschen, spricht dagegen. Je mehr die Befragten über KI wissen, desto eher halten sie ihren eigenen Job für ersetzbar. Unter denen, die sich sehr gut auskennen, ist es fast jeder Zweite. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Sorge in allen Berufsgruppen gestiegen. Die Studienautoren folgern daraus, dass gerade diejenigen, die KI am besten verstehen, ihre Tragweite am klarsten erkennen.
Deutschland bringt sich KI selbst bei
Gleichzeitig hat nur etwa jede oder jeder Siebte in Deutschland jemals eine KI-Weiterbildung besucht. Schon 2025 lag Deutschland bei KI-Schulungen in einer internationalen Studie von KPMG und der Universität Melbourne auf Platz 46 von 47 Ländern. Die meisten Menschen bringen sich den Umgang mit KI selbst bei, oft ohne klare Regeln ihres Arbeitgebers.
Was Weiterbildung jetzt leisten muss
Das KHMI sieht darin einen klaren Auftrag. Auch die TU Darmstadt sieht Unternehmen und Politik in der Pflicht, den Sorgen mit Qualifizierung und ehrlichen Antworten zu begegnen. Am stärksten sorgen sich laut Studie Menschen, deren Arbeit in einem digitalen Ergebnis besteht, etwa in einem Bericht, einer Auswertung oder einem Stück Software. Ihre Berufe bestehen aber aus mehr als diesen Ergebnissen.
Dazu gehören Abwägen, Abstimmen und die Verantwortung für das, was am Ende herausgeht. KI liefert schnell Entwürfe, die überzeugend klingen, auch wenn sie falsch sind. Ob ein Ergebnis stimmt und ob man es verantworten kann, muss weiterhin ein Mensch beurteilen. Diese Fähigkeit zum Urteil lässt sich lernen. Eine Schulung, die nur die Bedienung von Werkzeugen erklärt, vermittelt sie nicht.
„Die Sorge vieler Menschen um ihre Arbeit ist ernst zu nehmen. Sie verdient eine klare Einordnung. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Menschen zu zeigen, welche Teile ihrer Arbeit sich verändern, welche bleiben und wie sie KI-Ergebnisse so prüfen, dass sie die Verantwortung dafür übernehmen können“, sagt Dr. Maria Davydchik, Institutsleitung des KHMI.
Urteilsvermögen im Mittelpunkt
In den Weiterbildungen des KHMI steht deshalb das Urteilsvermögen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen, was KI in ihrem Fachgebiet leisten kann, und üben, Ergebnisse zu prüfen, einzuordnen und zu verantworten. Jedes Modul schließt mit einem realen Projekt ab, gelehrt wird von Fachleuten aus Praxis und Forschung. In einer persönlichen Bildungsberatung finden Interessierte heraus, welcher Weg zu ihrer Situation passt.
Im Magazin des KHMI ist ein ausführlicher Beitrag zum Thema erschienen. Er enthält auch eine einfache Übung, mit der Berufstätige einschätzen können, welche ihrer Aufgaben KI übernehmen kann und welche bei ihnen bleiben: https://www.khmi.de/2026/10/27/ki-weiterbildung-warum-wissen-die-angst-nicht-nimmt/
Karlshochschule Management Institut (KHMI)
Das Karlshochschule Management Institut (KHMI) ist ein An-Institut der Karlshochschule International University. Es bietet praxisorientierte KI-Weiterbildungen, die wissenschaftlich fundiert und zugleich unmittelbar anwendbar sind, für Menschen mit Berufserfahrung in Kreativberufen, Management und Technologie sowie für Unternehmen. Die Programme sind AZAV-zertifiziert und über einen Bildungsgutschein förderbar. Für abgeschlossene Module können im Rahmen der hochschulrechtlichen Vorgaben ECTS-Punkte vergeben und auf weiterführende Studiengänge angerechnet werden.
