Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung macht die Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe auf die Bedeutung von Bildung für Kinder in der Sahelzone aufmerksam. „Die Bevölkerung im Sahel ist jung – das Durchschnittsalter liegt bei 17 Jahren. Zugleich sind über die Hälfte der Menschen Analphabeten, ein Großteil lebt in bitterer Armut. Ohne Unterstützung werden ganze Generationen im Kreislauf der Armut gefangen bleiben“, sagt Help-Programmmanager Christoph van Edig.
„Gerade Kinder, die mit ihren Familien vor bewaffneten Konflikten oder den Auswirkungen der Klimakatastrophe geflohen sind, haben kaum Zukunftschancen. Im Niger und Tschad unterstützt Help daher gemeinsam mit lokalen Partnern Tausende geflüchtete und einheimische Kinder dabei, einen Zugang zu sicherer und qualitativ hochwertiger Bildung zu erhalten. Etwa durch die Versorgung mit Lernmaterialien, Fortbildungen für Lehrkräfte, die Ausstattung von Schulen mit Sanitäranlagen und Hygieneartikeln oder die Bereitstellung von Schulessen. Letzteres verbessert nicht nur die Ernährungssituation der Kinder, sondern stellt zudem eine enorme finanzielle Entlastung für die betroffenen Familien dar, ohne die der Schulbesuch oft gar nicht möglich wäre.“
Bildung in der Sahelzone: Ein Weg aus Armut und Perspektivlosigkeit
„Unser Ziel ist es, Lernen auch unter schwersten Bedingungen zu ermöglichen und kindgerechte Lernumgebungen zu schaffen“, erklärt van Edig. „Im Niger leisten wir daher auch psychosoziale Unterstützung für Schüler:innen und schaffen entsprechende Schutzräume. Viele der geflüchteten Kinder haben Schreckliches erlebt. Wir helfen ihnen dabei, ihre Traumata zu verarbeiten und ihnen eine positive Zukunftsperspektive zu ermöglichen.“
Help ist seit vielen Jahren in der Sahelzone aktiv. Neben dem Niger und dem Tschad leistet die Hilfsorganisation auch in Mali und Burkina Faso lebenswichtige humanitäre Hilfe. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung von Geflüchteten, etwa durch die Verteilung von Hilfsgütern sowie der Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Gesundheitsversorgung und der Ernährungssituation.
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