Saar-Arbeitsmarkt ohne Dynamik

„Nach einem enttäuschenden April verzeichnet der saarländische Arbeitsmarkt im Mai zwar eine leichte Frühjahrsbelebung. Dieses schwache Plus darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem saarländischen Arbeitsmarkt zunehmend schwerfällt, Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, hoher Kostenbelastungen und ausbleibender struktureller Reformen sind viele Unternehmen bei Neueinstellungen zunehmend zurückhaltend. Das betrifft insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das sich in einem immer härteren internationalen Wettbewerb behaupten muss. Umso dringlicher ist jetzt ein konsequenter und mutiger wirtschaftspolitischer Kurswechsel. Deutschland braucht niedrigere Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiepreise, steuerliche Entlastungen und mehr Flexibilität im Arbeitsrecht. Die Schweiz und Dänemark machen vor, dass leistungsfähige Arbeitsmärkte und soziale Sicherheit kein Widerspruch sind. Auch Deutschland braucht endlich wieder wettbewerbsfähige Standortbedingungen, die Investitionen und Wachstum ermöglichen. Denn wer den Arbeitsmarkt stärken will, muss die Wirtschaft stärken.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (29. Mai) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.