Bildungserfolg durch gezielte Förderung von der Herkunft entkoppeln / 290 Jugendliche starten bundesweit mit dem Schülerstipendienprogramm / Studienkompass in die berufliche Zukunft

In den letzten Wochen sind 290 Schülerinnen und Schüler an 14 Standorten in ganz Deutschland neu in das Stipendienprogramm Studienkompass aufgenommen worden. In den kommenden drei Jahren begleitet das Programm die Jugendlichen durch eine entscheidende Phase ihres Bildungswegs: von der Orientierung vor dem Abitur über die Wahl des passenden Studien- oder Ausbildungswegs bis zum erfolgreichen Start nach der Schule.

Die Jugendlichen kommen alle aus Familien, in denen bislang niemand akademische Erfahrungen gesammelt hat. Der Studienkompass nimmt speziell diese Zielgruppe in den Blick, weil in Deutschland der Bildungsweg noch immer viel zu stark von der Herkunft beeinflusst wird. Der aktuelle Nationale Bildungsbericht 2026 zeigt: Haben die Eltern studiert, nehmen 78 von 100 Kindern im Laufe ihres Lebens selbst ein Studium auf. Haben die Eltern nicht studiert, sind es hingegen nur 25 von 100.

Der Studienkompass setzt sich dafür ein, dass Herkunft nicht über die Zukunft entscheidet. Gerade in einer Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz schnell verändert, wird Orientierung immer wichtiger. Junge Menschen müssen nicht nur wissen, welche Bildungs- und Berufswege ihnen offenstehen, sondern auch ihre eigenen Stärken, Interessen und Werte kennen und lernen, selbst unter Unsicherheit fundierte Entscheidungen zu treffen. Genau hier setzt der Studienkompass an. Die Förderung umfasst zahlreiche Workshops, eine intensive Betreuung durch ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren sowie die Begleitung durch eine programmeigene App.

Die große Wirkung des Programms ist auch wissenschaftlich belegt: 93 Prozent der Ehemaligen geben an, durch den Studienkompass bestärkt worden zu sein, die eigene berufliche Orientierung selbstbewusst anzugehen. 89 Prozent bestätigen, dass die Förderung ihnen geholfen hat, die Herausforderung als Erstakademiker/in zu meistern.

Die Geförderten werden mit der Aufnahme ins Programm auch Teil eines großen Netzwerkes. Fast 5.000 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Alumnus Rayan, der mittlerweile erfolgreich an der Goethe-Universität Frankfurt am Main studiert, bringt die großen Vorteile eines solchen Netzwerkes auf den Punkt: „Als Erstakademiker ist man in vielen Räumen der erste aus der eigenen Familie und fragt sich häufiger als nötig, ob man dort eigentlich richtig ist. Beim Studienkompass haben alle diesen Hintergrund. Das nimmt der Unsicherheit ihre Wucht und erhöht das Gefühl von Zugehörigkeit.“

Über den Studienkompass

Das Förderprogramm unterstützt bundesweit aktuell mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung beim Übergang von der Schule an die Hochschule oder in die Ausbildung. Rund 4.900 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen.

Der Studienkompass ist eine Initiative von Deutsche Bank Stiftung, aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken und Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Hauptförderer sind die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Joachim Herz Stiftung.

Förderer des Studienkompass sind: Accenture-Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, Hans Hermann Voss-Stiftung, RAG-Stiftung, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit „Menschen stärken Menschen“, TARGOBANK Stiftung, PwC-Stiftung, Volkswagen Belegschaftsstiftung, Eugen & Irmgard Hahn Stiftung, Unternehmensverbände im Lande Bremen und weitere.

Mehr Informationen unter: www.studienkompass.de

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie an Interviews mit aktuellen und ehemaligen Geförderten aus Ihrer Region oder mit Programmverantwortlichen interessiert sind.

Pressekontakt:

Meike Ullrich, Leitung Kommunikation, Stiftung der Deutschen
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