Die eigene Zukunft in die Hand nehmen / Jetzt bewerben: Gemeinnütziges Förderprogramm Studienkompass unterstützt Schülerinnen und Schüler aus nichtakademischen Familien

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Junge Menschen, deren Eltern nicht studiert haben,
finden nach dem Abitur noch immer deutlich seltener den Weg an die
Hochschule als ihre Altersgenossen aus Akademikerfamilien. Das
Förderprogramm Studienkompass ermutigt und befähigt Schülerinnen und
Schüler frühzeitig, einen für sie persönlich passenden Studien- und
Berufsweg zu finden. Für den neuen Förderjahrgang können sich
Jugendliche, die 2019 Abitur machen werden, bis zum 12. März in
zahlreichen Regionen deutschlandweit bewerben.

Laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks studieren
von 100 Akademikerkindern 77, von 100 Kindern aus Familien ohne
akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an die
Hochschule. Der Studienkompass setzt schon zwei Jahre vor dem Abitur
an, baut Hemmschwellen ab und berät bei der Studienwahl. Durch eine
große Vielfalt an Workshops, Exkursionen und persönlichen Gesprächen
bekommen die Jugendlichen einen Einblick in die vielen Möglichkeiten,
die ihnen offen stehen. Sie lernen ihre eigenen Stärken kennen und
finden dazu passende Studien- und Berufswege. Auch im ersten Jahr an
der Hochschule werden sie weiter betreut, um einen gelungenen
Übergang zu schaffen.

Als erstes Förderprogramm hat der Studienkompass die Zielgruppe
der Jugendlichen aus nichtakademischen Familien 2007 in den Blick
genommen und wirkungsvolle Instrumente entwickelt, um die Geförderten
bestmöglich zu begleiten. Das Programm ist eine Initiative der
Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der
Deutschen Wirtschaft (sdw). In den letzen Jahren haben sich
zahlreiche Partner angeschlossen. Hauptförderer sind die Karl
Schlecht Stiftung und die aim – Akademie für Innovative Bildung und
Management Heilbronn-Franken.

“Unsere Erfahrungen aus den letzten zehn Jahren zeigen: Eine
frühzeitige und kontinuierliche Begleitung ist notwendig, damit die
Jugendlichen eine Studien- und Berufsentscheidung auf einem sicheren
Fundament treffen können. Ohne ausreichend akademische Erfahrung in
der Familie sind viele Möglichkeiten gar nicht bekannt. Diese zeigt
der Studienkompass auf und hilft, die eigenen Talente zu entdecken
und optimal zu nutzen”, so Dr. Svenja Falk, Vorstand der
Accenture-Stiftung.

Michael Münch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der
Deutsche Bank Stiftung, betont die geringe Studienabbruchquote der
Studienkompass-Absolventen, die sechsmal geringer als im
Bundesdurchschnitt ist: “Unsere Geförderten werden nicht nur dabei
unterstützt, ein für sie passendes Studienfach zu finden. Wir geben
ihnen darüber hinaus auch das Werkzeug an die Hand, das Studium
erfolgreich abzuschließen. Mit intensiver Vorbereitung können viele
Hürden genommen werden. Gute Studienorientierung ermöglicht nicht nur
den Erfolg des Einzelnen, sondern senkt auch die
volkswirtschaftlichen Kosten, die hohe Abbrecherquoten mit sich
bringen.”

Die Bewerbung für den Studienkompass läuft noch bis zum 12. März
2017 über die Website www.studienkompass.de/bewerbung. Eine Bewerbung
ist in diesem Jahr in folgenden Regionen möglich: Augsburg, Berlin,
Bremen, Dresden, Frankfurt am Main, Freiburg, Halle/Leipzig, Hamburg,
Heilbronn, Kiel, Köln, Paderborn, Regensburg, Rosenheim, Stuttgart,
Traunstein, Tübingen/Reutlingen und Wolfsburg.

Über den Studienkompass

Der Studienkompass wurde 2007 von der Accenture-Stiftung, der
Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
(sdw) gegründet. Die Karl Schlecht Stiftung und die aim – Akademie
für Innovative Bildung und Managment Heilbronn-Franken sind
Hauptförderer des Studienkompass. Das Programm unterstützt bundesweit
aktuell rund 1.400 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne
akademische Erfahrung bei der Aufnahme eines Studiums. Mehr als 1.700
junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen.
Mehr als 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf. Die hohe
Wirksamkeit belegt auch eine wissenschaftliche, unabhängige
Evaluation des Programms, die vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung von 2007 bis 2014 gefördert wurde.

Weitere Studienkompass-Partner sind: Heinz Nixdorf Stiftung,
aqtivator gemeinnützige GmbH, vbw – Vereinigung der Bayerischen
Wirtschaft e. V., EWE AG, Stiftung Rapsblüte, Kölner Gymnasial- und
Stiftungsfonds, Hans Hermann Voss-Stiftung, Alfried Krupp von Bohlen
und Halbach-Stiftung, NORDMETALL-Stiftung, RATIONAL AG, Roche
Diagnostics GmbH, Bürgerstiftung Wolfsburg, Karin Schöpf Stiftung,
Bürgerstiftung Braunschweig, Dr. Egon und Hildegard Diener-Stiftung
im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, S&P Family Office,
Unternehmensverbände im Lande Bremen, Rheinische Stiftung für
Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration, Bundesministerium
für Bildung und Forschung.

Schirmherrin des Programms ist die Bundesministerin für Bildung
und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka.

Mehr Informationen unter www.studienkompass.de

Pressekontakt:
Meike Ullrich, Kommunikation Studienkompass, Stiftung der Deutschen
Wirtschaft gGmbH, Breite Straße 29, 10178 Berlin Tel.: 030 278906-74,
E-Mail: m.ullrich@sdw.org

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