KI entscheidet nicht über den Unternehmenserfolg – die Umsetzung tut es

KI entscheidet nicht über den Unternehmenserfolg – die Umsetzung tut es
Warum der deutsche Mittelstand jetzt gleichzeitig Produktivität steigern, Liquidität sichern und operative Strukturen verändern muss

Stuttgart, 1. Oktober 2026

Künstliche Intelligenz erreicht zunehmend den deutschen Mittelstand. Doch zwischen der Nutzung einzelner KI-Werkzeuge und einer tatsächlich produktiveren Organisation liegt weiterhin eine erhebliche Lücke.

Nach aktuellen Zahlen von KfW Research nutzen inzwischen rund 20 Prozent der mittelständischen Unternehmen Künstliche Intelligenz. Eine im September veröffentlichte Untersuchung zeigt zugleich, dass KI-nutzende Mittelständler ein stärkeres Umsatzwachstum, höhere Renditen und eine höhere Produktivität aufweisen als Unternehmen ohne KI-Einsatz.

Für den Interim Manager und Finance-Spezialisten Marco Behnke liegt die entscheidende Frage deshalb nicht mehr darin, ob Unternehmen KI einsetzen, sondern wo sie wirtschaftlich messbaren Nutzen erzeugt.

„Ein Unternehmen wird nicht produktiver, weil Mitarbeiter Zugang zu Copilot, ChatGPT oder anderen KI-Systemen bekommen. Produktivität entsteht erst dann, wenn Prozesse verändert, Verantwortlichkeiten geklärt, Daten verfügbar gemacht und Ergebnisse messbar werden.“

Besonders in Finance, Controlling, Einkauf, HR und Administration sieht Behnke erhebliche Potenziale. Automatisierte Analysen, schnellere Datenaufbereitung, Unterstützung bei Forecasts, Reporting, Dokumentation und Recherche können Mitarbeiter von Routinetätigkeiten entlasten.

Der Einsatz dürfe jedoch nicht mit Digitalisierung verwechselt werden.

„Ein schlechter Prozess wird durch KI nicht automatisch zu einem guten Prozess. Häufig wird lediglich ein ineffizienter Ablauf schneller.“

Wirtschaftlicher Druck erhöht den Handlungsbedarf

Parallel zur technologischen Entwicklung steigt der wirtschaftliche Druck auf zahlreiche Unternehmen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes registrierten die Amtsgerichte im Juni 2026 insgesamt 2.266 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Gerade in dieser Situation sollten Investitionen in Technologie konsequent auf wirtschaftliche Wirkung geprüft werden.

Entscheidend sind fünf Fragen:

Welche konkrete Tätigkeit soll verbessert oder automatisiert werden?
Wie viele Stunden und Kosten werden dadurch tatsächlich eingespart?
Welche Datenqualität ist erforderlich?
Wer trägt Verantwortung für das Ergebnis?
Wie wird nach 30, 60 oder 90 Tagen gemessen, ob sich der Einsatz rechnet?

„KI ist kein Selbstzweck und kein Innovationsetikett. In Unternehmen zählen Ergebnis, Cashflow, Geschwindigkeit, Qualität und Risikoreduktion.“

Von der Technologie zur operativen Transformation

Die Herausforderung besteht insbesondere darin, KI nicht isoliert als IT-Projekt zu behandeln.

Finance, operative Prozesse, Führung und Technologie müssen gemeinsam betrachtet werden. Gerade mittelständische Unternehmen haben häufig weniger ein Technologieproblem als ein Umsetzungsproblem.

KfW Research weist darauf hin, dass insbesondere Digitalisierungsgrad, vorhandenes digitales Know-how und die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens darüber entscheiden, wie intensiv KI eingesetzt wird.

Behnke sieht deshalb drei zentrale Voraussetzungen.

Klare wirtschaftliche Ziele

Jeder KI-Anwendungsfall benötigt ein messbares Ergebnis.

Standardisierte Prozesse und verlässliche Daten

Ohne belastbare Ausgangsdaten produziert auch leistungsfähige KI schlechte Ergebnisse schneller.

Verantwortung im Management

KI-Einführung darf nicht vollständig an IT-Abteilungen oder externe Berater delegiert werden.

„Die Geschäftsführung muss entscheiden, welches Problem gelöst werden soll. Die Technologie ist anschließend Mittel zum Zweck.“

Produktivität wird zur strategischen Frage

Der Produktivitätsdruck dürfte weiter steigen. KfW Research sieht eine deutliche Steigerung der Produktivität als einen zentralen Hebel, um Deutschlands Wachstumspotenzial langfristig wieder zu erhöhen.

Für Unternehmen bedeutet das: Die kommenden Jahre werden weniger durch einzelne digitale Werkzeuge entschieden als durch die Fähigkeit, Organisationen konsequent umzubauen.

„Wer KI nur ausprobiert, produziert Erfahrung. Wer Prozesse verändert, produziert wirtschaftlichen Nutzen.“

Über Marco Behnke

Marco Behnke ist Interim Manager mit langjähriger Erfahrung in Finance, Restrukturierung, Sanierung, Turnaround, Transformation und operativer Unternehmenssteuerung.

Als Interim CFO, COO und CEO übernimmt er Verantwortung in Situationen, in denen Unternehmen unter Ergebnisdruck stehen, Liquidität angespannt ist, Strukturen nicht mehr funktionieren oder operative Veränderung konsequent umgesetzt werden muss.

Sein Fokus liegt auf Finance, Cash Management, Controlling, Restrukturierung, Governance, M&A, Digitalisierung und der wirtschaftlich sinnvollen Einführung von Künstlicher Intelligenz.

Pressekontakt

Marco Behnke
Der Interim Manager

Telefon: +49 151 28859958
E-Mail: marcobehnke@interim-manager-stuttgart.de
Website: www.interim-manager-stuttgart.de

Quellen