Schülerteams spüren virtuelle Meisterpower

In der 7. Klasse schon der eigene Chef sein: Das funktioniert im Wettbewerb „MeisterPOWER“ zumindest virtuell. In dem Online-Wettbewerb schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle einer Chefin oder Chefs eines virtuellen Handwerksbetriebs. Sie treffen unternehmerische Entscheidungen, behalten Ihre Finanzen im Blick und stehen vor der Herausforderung, innerhalb von drei Spielmonaten ein möglichst gutes Betriebsergebnis zu erreichen. Die besten Teams im Kammerbezirk Freiburg wurden nun ausgezeichnet.

Die Lernsoftware „MeisterPOWER“ ermöglicht es Jugendlichen, sich spielerisch als Handwerkschefs auszuprobieren. Beim diesjährigen Wettbewerb konnten sich alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 (Niveaustufe 1) bzw. 10 und 11 (Niveaustufe 2) miteinander messen.

In der Niveaustufe 1 holte Moritz Willi von der Johanniterschule Heitersheim den ersten Platz. Platz zwei sicherte sich Jonas Wahler vom Clara-Schumann-Gymnasium Lahr. Auf Platz drei landete Stina Fischer von der Moscherosch-Schule Willstätt.

In Niveaustufe 2 konnte sich die Johanniterschule Heitersheim alle drei Plätze auf dem Siegertreppchen sichern: Auf dem ersten Platz landete Ben Riesterer, den zweiten Platz erreichte Carla Bienert und Zoe Burgert sicherte sich den dritten Platz.

Die Siegerinnen und Sieger erhielten eine  Urkunde und Sachpreise. Die Ehrungen übernahm Heiner Gaß, Fachbereichsleiter Berufsorientierung der Handwerkskammer Freiburg, vor Ort in den Schulen.

Wichtiger Baustein der handwerklichen Berufsorientierung

An dem landesweit von den Handwerkskammern angebotenen Wettbewerb beteiligten sich in der aktuellen Runde insgesamt fast 2.000 Schülerinnen und Schüler in knapp 1.400 Teams. Mit der Lernsoftware lernen Jugendliche auf spielerische Art, einen virtuellen Betrieb zu gründen und die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen. Nebenbei lernen sie betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Kompetenzen kennen, die ein zukünftiger Betriebsinhaber im Handwerk vorweisen sollte. Die Software und umfangreiche Begleitmaterialien für den Unterricht stellen die baden-württembergischen Handwerkskammern kostenfrei zur Verfügung.

Die Software ist ein wichtiger Baustein der handwerksorientierten Berufsorientierung. „Wer die Software im Wettbewerbsmodus nutzt, muss seinen virtuellen Handwerksbetrieb bestmöglich führen und möglichst viele Aufträge erfolgreich abschließen – und das zur Zufriedenheit des virtuellen Kunden“, erläutert Heiner Gaß. Und der Sinn dahinter: „Es ist wichtig, jungen Menschen aufzuzeigen, was es bedeutet, sein eigener Chef zu sein. Wer weiß, vielleicht gelingt es uns damit, junge Menschen fürs Handwerk zu begeistern.“ 

Weitere Informationen unter www.meister-power.de/wettbewerb

Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.

Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Be­ra­tungs- und Bil­dungs­zent­ren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und – übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.