Die additive Fertigung eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten bei Produktentwicklung, Prototyping und Produktion. Gleichzeitig stellt die Auswahl geeigneter Verfahren und deren wirtschaftliche Integration viele Anwender vor Herausforderungen. Mit einer gemeinsamen dreiteiligen Webinarreihe vermitteln das Kunststoff-Zentrum SKZ und das Fachmedium additive praxisnahes Wissen, das Unternehmen Orientierung bei der Verfahrenswahl, der Konstruktion und der sinnvollen Integration von 3D-Druck und Spritzguss geben soll.
Additive Fertigung praxisnah vermittelt
Die additive Fertigung hat sich in vielen Bereichen der Kunststoffindustrie als wertvolle Ergänzung etablierter Fertigungsverfahren bewährt. Dennoch stehen Unternehmen häufig vor der Frage, welche Technologie für ihre Anforderungen geeignet ist und wie sich diese wirtschaftlich in bestehende Prozesse integrieren lässt. Genau hier setzt die neue Webinarreihe vom Kunststoff-Zentrum SKZ und dem Fachmedium additive an.
Unter dem Motto „Additive Fertigung verstehen, anwenden, integrieren“ erhalten Fach- und Führungskräfte praxisorientierte Einblicke in aktuelle Fragestellungen der industriellen Anwendung. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Potenziale realistisch zu bewerten, typische Fehler zu vermeiden und den Einsatz additiver Fertigung gezielt voranzutreiben. Moderiert wird die Webinarreihe von Frederick Rindle, Chefredakteur des Fachmediums additive.
„Die additive Fertigung bietet enorme Potenziale, wenn ihre Möglichkeiten und Grenzen richtig verstanden werden. Mit der Webinarreihe möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen sowie additive Technologien gezielt und wirtschaftlich einzusetzen“, so Irena Heuzeroth, Senior Trainerin Additive Fertigung am SKZ.
Von der Verfahrenswahl bis zur bauteilgerechten Konstruktion
Den Auftakt der Reihe bildet am 30. September 2026 das Webinar „Welches 3D-Druck-Verfahren ist das Richtige für mein Bauteil?“. Die Teilnehmenden erhalten einen fundierten Überblick über die gängigen kunststoffbasierten Verfahren wie FDM, SLS, SLA und MJF. Neben den jeweiligen Stärken und Grenzen werden Kostenstrukturen, Materialeigenschaften und erreichbare Bauteilqualitäten beleuchtet. Unternehmen erhalten damit eine praxisnahe Entscheidungsgrundlage für die Auswahl des passenden Verfahrens.
Am 8. Oktober 2026 folgt das Webinar „Konstruktion für den 3D-Druck: Wo liegen die Stolpersteine?“. Im Fokus stehen die konstruktiven Besonderheiten additiver Fertigungsverfahren. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, wie sich Bauteile fertigungsgerecht auslegen lassen und welche Aspekte bei Wandstärken, Toleranzen, Funktionsintegration oder Oberflächenqualität zu berücksichtigen sind. Das hilft Unternehmen, Entwicklungszeiten zu verkürzen und kostspielige Konstruktionsfehler zu vermeiden.
3D-Druck und Spritzguss sinnvoll kombinieren
Den Abschluss der Reihe bildet am 21. Oktober 2026 das Webinar „Additive Fertigung und Spritzguss: kein Entweder-oder, sondern ein Miteinander“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich beide Technologien entlang der Wertschöpfungskette optimal ergänzen können. Die Teilnehmenden erfahren, wann additive Fertigung ihre Vorteile hinsichtlich Geometriefreiheit und Flexibilität ausspielt und in welchen Anwendungsfällen der Spritzguss wirtschaftliche Stärken bietet. Ziel ist es, Unternehmen aufzuzeigen, wie sich beide Verfahren strategisch kombinieren lassen, um Entwicklungs- und Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.
Mit ihrer Kooperation bündeln das SKZ als etablierter Bildungs- und Forschungspartner der Kunststoffindustrie und die Plattform additive ihre Kompetenzen, um aktuelles Fachwissen entlang der gesamten Prozesskette der additiven Fertigung praxisnah zu vermitteln. Die Webinarreihe unterstützt Unternehmen dabei, technologische Entwicklungen sicher einzuordnen, Investitionsentscheidungen fundiert zu treffen und additive Fertigungsverfahren erfolgreich in die industrielle Praxis zu integrieren.
Weitere Informationen und Anmeldung
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
