Der Wirtschaftskriminalität auf der Spur: Master “Wirtschaftsforensik” startet

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Ab dem Wintersemester 2018/2019 bietet
die Hochschule Fresenius den bundesweit einmaligen berufsbegleitenden
Masterstudiengang “Wirtschaftsforensik” an. Dieser startet noch in
Idstein, zieht dann aber ab Sommersemester 2019 mit dem Fachbereich
Wirtschaft & Medien nach Wiesbaden um. Dort errichtet die Hochschule
Fresenius zurzeit ihren neuen Standort.

“Studien zufolge beläuft sich der finanzielle Schaden aufgrund
wirtschaftskrimineller Handlungen auf rund 50 Milliarden Euro pro
Jahr allein in Deutschland”, berichtet Prof. Dr. Karsten Munscheck,
Programmverantwortlicher für den Studiengang Wirtschaftsforensik.
“Mindestens jedes dritte Unternehmen ist in irgendeiner Form davon
betroffen.” In den meisten Fällen geht es dabei um Computerbetrug,
aber auch die Manipulation von Konto- und Finanzdaten, das Ausspähen
und Abfangen von Daten, Fälschungsdelikte sowie Industrie- und
Wirtschaftsspionage spielen eine große Rolle. “Bisher geschieht die
Aufklärung wirtschaftskrimineller Handlungen zum großen Teil zufällig
oder auf Hinweise von Mitarbeitern. Eine konkrete
Aufklärungsstrategie der Unternehmen steht nur selten dahinter”, so
Munscheck weiter, “Knapp zwei Drittel der Unternehmen gestehen
Versäumnisse bei der Reaktion auf solche Aktivitäten ein. In
Anbetracht der immensen Kosten werden Unternehmen die Aufklärung
zukünftig aktiver gestalten müssen.”

Hier kommen die Absolventen des neuen Masterstudiengangs ins
Spiel. Das Studium befähigt sie, Verdachtsmomente für das Vorliegen
der wesentlichen Formen wirtschaftskrimineller Handlungen
selbstständig zu erkennen, Maßnahmen zur Erhärtung der
Verdachtsmomente und zur Aufklärung von Sachverhalten zu planen und
zu koordinieren. Die Zahl potenzieller Arbeitgeber ist groß: Neben
den Unternehmen selbst eröffnen sich auch in
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Anwaltskanzleien, IT- und
Unternehmensberatungen sowie Behörden vielfältige Aufgabenbereiche.
Da sich die Wirtschaftskriminalität im Spannungsfeld von BWL, Recht,
IT und Kriminologie bewegt, werden im Studiengang auch Kenntnisse und
Fähigkeiten aus diesen Fächern vermittelt.

“Die Studierenden lernen bei uns aber auch
kriminalwissenschaftliche oder IT-technische Aufklärungsmethoden wie
zum Beispiel die Auswahl der wesentlichen Daten aus großen
Datenmengen (“Data Mining”) oder die Verfolgung von Vermögen, das dem
Unternehmen entzogen wurde (“Asset Tracing”).” Auch die Frage nach
den Eigenschaften eines Täters (“Criminal Profiling”) spielt im
Studium sowohl im Hinblick auf die Verbrechensaufklärung als auch im
Rahmen der Prävention eine wesentliche Rolle.

Das Studium dauert sechs Semester und kostet monatlich 650 Euro.

Pressekontakt:
Alexander Pradka
Pressesprecher
alexander.pradka@hs-fresenius.de
Tel. 069/870035320
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