Eine Herausfordernde Zeit

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Menschen lieben Gewohnheiten. Sie machen das Leben leichter, da man seinen Verstand und seine Kreativität nicht so mehr einsetzen muß. So beliebt Gewohnheiten sind, so gefährlich sind sie auch. Gerade wenn die Umstände sich dramatisch ändern. Was gestern noch richtig war, kann schon heute fatal sein. Äußere Veränderungen sind eine Herausforderung. Sie fordern den Menschen aus seinen alten Gewohnheiten heraus. Nicht selten verlangen sie, daß man sich auf komplett neues Terrain begibt, was seinerseits nicht immer ungefährlich ist.

Ein sicherer Allgemeinplatz lautet: Das einzig Beständige ist die Veränderung. In Anbetracht des vorher gesagten, bedeutet dies, daß die Unsicherheit und die Herausforderung das ist, worauf man sich immer wieder verlassen kann. Selbstverständlich gibt es Dinge, die Bestand haben. Bestimmte Werte, die die eigene Persönlichkeit definieren beispielsweise, ändert man nicht über Nacht. Oft genug kann einen ihre Verletzung sehr schaden, zur Selbstentfremdung führen und letztendlich den Burn-Out einleiten. Das rechte Maß zwischen Beständigkeit und Flexibilität will immer wieder neu justiert werden.

Gradmesser ist die eigene Befindlichkeit und ein Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Diese Intuition läßt sich nur schwer verleugnen. Menschen spüren, wenn ihnen etwas guttut. Der gesunde Menschenverstand liegt bei fielen Entscheidungen richtig, weil er eben nicht überrational und pseudowissenschaftlich ist, sondern im Menschen selbst, in seiner Erlebnis- und Gefühlswelt eine Verankerung hat. Es ist also nicht unbedingt notwendig, jedem Aufruf zur Veränderung zu folgen und jeden neuen Trend auszuprobieren, wenn man zufrieden ist und immer wieder gute Lösungen für die Probleme des Alltags findet. Das Bedürfnis nach Veränderung wird erst dann mächtig, wenn man festsitzt. Dann ist es notwendig, den eigenen Denkrahmen zu erweitern, dann ist e an der Zeit, die Komfortzone zu verlassen. Sie wird ohnehin nicht auf Dauer so bequem bleiben.
Dazu passend eine kleine Geschichte: Unter einer Straßenlaterne steht ein Betrunkener und sucht etwas. Ein Polizist kommt daher, fragt ihn, was er verloren habe, und der Mann antwortet: „Meinen Schlüssel.“ Nun suchen beide. Schließlich will der Polizist wissen, ob der Mann sicher ist, den Schlüssel gerade hier verloren zu haben, und jener antwortet: „Nein, nicht hier, sondern dort hinten.“ „Aber warum suchen Sie dann hier unter der Laterne?“ Hakt der Polizist nach. „Na, weil dort hinten kein Licht ist,“ meint der Mann.

Wer das Licht hat, muß ins Dunkle gehen, lautet ein weiterer Sinnspruch, der allerdings nicht ganz so bekannt ist und seinen Ursprung wohl bei den ersten Psychoanalytikern hat. Was die Welt mit der Corona-Krise gerade erlebt, ist für viele neu, überraschend, schockierend. Es gibt eine Neigung in alte Lösungsmuster zurückzufallen, nach Schuldigen zu suchen und sich durch Abgrenzung in trügerische Sicherheit zu wiegen. Die Lösung für die aktuellen und womöglich die Probleme der Zukunft besteht aber vielleicht gerade darin, neues auszuprobieren. Für die einen kann dieses Neue, eine offene Kommunikation und das Teilen von geheimen Informationen sein. Für den anderen kann es darin bestehen, Tracking-Software zu erlauben und in kritischen Situationen Datenschutzrichtlinien zu hinterfragen.

Neues „out of the box“ denken kann man lernen, in Kursen von Innere Stärke oder online durch ein Coaching, das ist die gute Nachricht. Das man dabei vorerst zuhause bleiben muß, die weniger gute. Mit einer Brise Mut, verständnisvollen Gesetzeshütern und einem offenen Ohr für neue Ideen, läßt sich beides womöglich verbinden.

Apropos Verbinden. In dem Foto sieht man neun Punkte. Wem es gelingt, diese mit vier geraden Strichen zu verbinden, ohne dabei abzusetzen, hat die Herausforderung bestanden.

Weitere Informationen unter:
https://www.innerestaerke.com