Mosbach setzt ein starkes Zeichen für Prävention, Bewegung und soziale Teilhabe: Mit dem Aufbau eines kommunalen Gesundheitsmanagements verfolgt die Stadt ein zukunftsweisendes Konzept, das Gesundheit dort verankert, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei Jennifer Amend-Groß, Gesundheitsmanagerin der Stadt Mosbach und Absolventin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG).
Bereits seit 2020 ist Jennifer Amend-Groß für das schulische Gesundheitsmanagement der Stadt verantwortlich. In dieser Funktion initiierte sie zahlreiche Maßnahmen, darunter Wasserspender an Schulen, bewegungsfreundliche Schulhöfe, Kinderyoga-Angebote, Outdoorklassenzimmer sowie Workshops zur Stressbewältigung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Ziel war von Beginn an, Gesundheit ganzheitlich und nachhaltig in den Schulalltag zu integrieren.
Anfang 2025 wurde dieses Engagement auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Durch die Förderung einer Krankenkasse konnte Mosbach zusätzlich ein kommunales Gesundheitsmanagement etablieren. Damit richtet sich der Fokus nicht mehr nur auf Kinder und Jugendliche, sondern auf alle Bürgerinnen und Bürger – vom jungen Erwachsenen bis ins hohe Alter.
„Gesundheit wird bei vielen Entscheidungen gar nicht mitgedacht, wenn man nicht jemanden hat, der dafür zuständig ist“, erklärt Amend-Groß. Gemeinsam mit einem externen Partner wurde zunächst eine umfassende Analyse der gesundheitlichen Situation in Mosbach durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten unter anderem einen erhöhten Bedarf in den Bereichen Einsamkeit im Alter, Ernährung und Suchtprävention, während die Stadt im Bereich Sport- und Bewegungsinfrastruktur bereits gut aufgestellt ist.
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Bei einer Kick-off-Veranstaltung kamen Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Ärztinnen und Ärzte sowie weitere lokale Akteure zusammen, um Bedarfe zu diskutieren und Ideen einzubringen. Besonders erfreulich: Zwölf engagierte Mosbacherinnen und Mosbacher ließen sich im Anschluss ehrenamtlich zu Gesundheitsbotschafterinnen und -botschaftern ausbilden. Gemeinsam mit der Stadt entwickeln sie nun konkrete Maßnahmen, darunter neue Bewegungsangebote und eine stärkere Vernetzung bestehender Initiativen.
Das Ziel ist klar: Auch nach Ablauf der zweijährigen Förderphase soll das kommunale Gesundheitsmanagement dauerhaft bestehen bleiben und sich eigenständig weiterentwickeln. Gesundheit soll in Mosbach langfristig als Querschnittsthema in Verwaltung, Bildung und Stadtleben verankert werden.
Dass Jennifer Amend-Groß für diese anspruchsvolle Aufgabe bestens qualifiziert ist, führt sie auch auf ihr Studium an der DHfPG zurück. Die DHfPG zählt zu den führenden Hochschulen für duale Studiengänge in den Bereichen Prävention, Fitness und Gesundheitsmanagement.
Das Projekt in Mosbach zeigt eindrucksvoll, wie Absolventinnen und Absolventen der DHfPG Verantwortung übernehmen und gesellschaftlich wirksame Gesundheitskonzepte umsetzen. Gleichzeitig wird deutlich: Kommunales Gesundheitsmanagement ist ein wachsendes Berufsfeld mit großer Bedeutung für die Zukunft – und ein spannender Karriereweg für junge Menschen, die Gesundheit aktiv gestalten wollen.
