Europa: “Freiheit, Festung, Liebe”?

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Halbzeit für die “Europa-Liste”: In der Online-Umfrage fragt das Goethe-Institut, was europäische Kultur ausmacht. Nach vier Wochen haben bereits über 14.000 Europa-Interessierte in einer der 24 verfügbaren Sprachen teilgenommen; die Umfrage läuft noch bis zum 19. Mai. Die meisten Antworten kommen bisher neben Deutschland aus Serbien, Italien und Ungarn.
Mehr als 14.000 Teilnehmer haben schon Fragen wie “Welcher ist der beste europäische Film?” und “Wer ist der/die größte europäische Sportler/-in” online beantwortet, darunter rund 2.400 Deutsche, 1.200 Italiener und 1.100 Ungarn. Auch die EU-Nachbarn beteiligen sich: Aus Serbien und der Türkei, beides EU-Beitrittskandidaten, gibt es bisher rund 1.400 und 300 Teilnehmer, aus Ägypten 200.
“Erstaunlich sind trotz Finanzkrise und Milliardenkrediten die vielen positiven Begriffe, die die Teilnehmer mit Europa verbinden”, so Berthold Franke, Institutsleiter in Brüssel und Europabeauftragter des Goethe-Instituts. Auf die Frage “Was bedeutet Europa persönlich für Sie?” antworten viele mit Klassikern wie Frieden, Vielfalt und Einheit. Doch auch “nationale Egoismen” oder die Zusammenstellung “Freiheit, Festung, Liebe” werden genannt. Europa ist eben ein “Zuhause”: “imperfect but right”.
Als europäische Geheimtipps verraten die Umfrageteilnehmer “den wunderbaren Blick auf die Deckengemälde von Marc Chagall, wenn man in der Pariser Oper Palais Garnier auf den billigsten Plätzen sitzt”, “Busójárás – eine alte Tradition des Winteraustreibens in Mohács, Ungarn” und man solle “Debatten des EU-Parlaments ohne Übersetzung anschauen”.
An der Umfrage können alle teilnehmen, die sich für Europa interessieren – sie wird in 24 Sprachen angeboten. Goethe-Institute in 30 Ländern Europas, seinen Nachbarländern und den (potenziellen) EU-Beitrittsländern beteiligen sich an der “Europa-Liste”. Unter allen Teilnehmern werden eine Wochenendreise nach Berlin, ein iPad und eine Tasche voller europäischer Filme verlost. Die Umfrage endet am 19. Mai.
Die Antworten und Ergebnisse der “Europa-Liste” kommentieren ab Mitte Juni 2013 prominente europäische Persönlichkeiten in DIE WELT und auf Deutschlandradio Kultur in Form von Audiobeiträgen, Interviews und Essays um die Diskussion über eine europäische Identität neu zu befeuern. Sie knüpft an die “Deutschland-Liste” von 2011 an, an der sich über 13.000 Menschen aus 18 europäischen Ländern beteiligt hatten.
Die “Europa-Liste” ist ein Projekt des Goethe-Instituts. Medienpartner sind DIE WELT und Deutschlandradio Kultur.