Initiativkreis Ruhr erneuert in der Corona-Krise sein Bekenntnis zur Region (FOTO)

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– Vollversammlung tagte erstmals als Videokonferenz: “Wir sind und bleiben ein starker Partner des Ruhrgebiets” – Deutsche-Bahn-Vorstand Ronald Pofalla: Ruhrgebiet profitiert besonders von Investitionen – Positionspapier zur Ruhr-Konferenz vorgelegt – Hochschulallianz ruhrvalley ist künftig im Wirtschaftsbündnis vertreten

Angesichts der Corona-Pandemie hat der Initiativkreis Ruhr sein Bekenntnis zur Region erneuert. “Der Initiativkreis selbst ist geboren aus der Montankrise Ende der 1980-er Jahre und seither gelebte Solidarität mit dem Ruhrgebiet und seinen Menschen. Unser Kreis war stets ein verlässlicher Partner der Region. Und er wird es in dieser Krise und darüber hinaus bleiben”, sagte Bernd Tönjes, Moderator des Wirtschaftsbündnisses, anlässlich der Vollversammlung am heutigen Samstag, 20. Juni.

“Das Ruhrgebiet, seine Unternehmen und seine Menschen haben immer wieder aufs Neue bewiesen, dass sie selbst große Herausforderungen bewältigen”, sagte Co-Moderator Dr. Thomas A. Lange. “Daher sind wir sehr zuversichtlich, dass unsere Region auch diese schwere Zeit überstehen wird. Der Initiativkreis wird weiterhin mit ganzer Kraft seinen Beitrag dazu leisten.”

Alle Leitprojekte werden konsequent vorangetrieben

Tönjes, der gleichzeitig Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung ist, und Lange, der auch Vorsitzender des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG ist, betonten bei der erstmals als Videokonferenz durchgeführten Vollversammlung: Alle Leitprojekte in Wirtschaft, Bildung und Kultur werden trotz erschwerter Bedingungen konsequent vorangetrieben. Wo physische Präsenz nicht möglich ist, werden sie um digitale Angebote ergänzt. Die Vollversammlung diskutierte zudem über weitere Möglichkeiten zur Unterstützung in der Region.

So hat die Gründerallianz Ruhr Ende Mai rund 100 Akteure der Startupszene des Ruhrgebiets zu einem digitalen Gründergipfel eingeladen, um die Kräfte in der Corona-Krise zu bündeln. Das Leitprojekt Bildung TalentMetropole Ruhr hat mit Partnern zum Beispiel das “Digitale Klassenzimmer” gestartet, um die dringend nötige Digitalisierung in Schulen zu fördern.

Das von Konzertabsagen im April und Mai besonders hart getroffene kulturelle Leitprojekt Klavier-Festival Ruhr hat die Zeit mit Video- und Tonaufnahmen früherer Konzerte überbrückt und dank außergewöhnlicher Anstrengungen am 4. Juni unter großer öffentlicher Beachtung den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Von den ursprünglich 60 geplanten Konzerten sollen bis Herbst rund 50 Aufführungen stattfinden.

Deutsche Bahn modernisiert Schienennetz und Bahnhöfe

Bei der Vollversammlung erläuterte Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG und Persönliches Mitglied im Initiativkreis Ruhr, wie sein Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie meistert. Auch in den Wochen des stark eingeschränkten öffentlichen Lebens habe die Deutsche Bahn ihr Angebot auf der Schiene aufrechterhalten. Auch die bundesweiten Baumaßnahmen liefen weitgehend uneingeschränkt weiter. Ein beträchtlicher Teil der Rekordinvestitionen 2020 von 12,2 Milliarden Euro zur Modernisierung von Schienennetz und Bahnhöfen komme Nordrhein-Westfalen zu Gute.

“Nordrhein-Westfalen ist Bahnland”, sagte Pofalla. “Hier investieren wir auf Rekordniveau – über 1,5 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Das Ruhrgebiet profitiert ganz besonders. Vor allem durch den Ausbau des Nahverkehrs mit dem Rhein-Ruhr-Express, die Verbesserung des Fernverkehrsangebots und die Modernisierung von Bahnhöfen machen wir Bahnfahren noch attraktiver und schaffen die Voraussetzung für die dringend benötigte Verkehrswende. Trotz Corona kommen die Baumaßnahmen wie geplant voran.”

Corona legt offen, wo Innovationen besonders nötig sind

Die Ruhr-Konferenz der nordrhein-westfälischen Landesregierung bietet nach Einschätzung des Initiativkreises vielfältige Chancen, um das Ruhrgebiet für die Zeit nach der Corona-Krise zu rüsten. Das zur Vollversammlung vorgelegte Positionspapier “Chancenregion Ruhr – Impulse für den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft” benennt die wesentlichen Punkte, um die großen Herausforderungen für die gesamte Region zu bewältigen.

“Der Veränderungsdruck im Ruhrgebiet ist noch einmal deutlich gestiegen”, sagte Tönjes. “Die Corona-Pandemie hat wie unter einem Brennglas gezeigt, wo Innovationen besonders nötig sind. Eine moderne Infrastruktur, ein optimierter Nahverkehr, nachhaltige Energiekonzepte, bessere Bildung und mehr wissenschaftliche Spitzenforschung steigern die Kraft einer Metropolregion, um Krisenzeiten besser zu überstehen.” Lange sagte: “Eine wesentliche Voraussetzung ist, die notleidenden Kommunen im Ruhrgebiet von ihrer Schuldenlast zu befreien. Bund und Land müssen schnellstmöglich dafür Sorge tragen, dass diese Kommunen durch einen Schuldenschnitt wieder Luft zum Atmen erhalten.”

Neben diesen Punkten fordert der Initiativkreis in seinem Positionspapier dazu auf, die Chance auf eine effiziente Verwaltungsstruktur zu ergreifen: “Das Ruhrgebiet ist ein verwaltungstechnischer Flickenteppich. Es braucht einen aus der Runde der Oberbürgermeister und Landräte gewählten, zentralen Ansprechpartner, der ihm Gesicht und Stimme gibt. Als führender Repräsentant des Ruhrgebiets könnte er die Interessen der gesamten Region nach innen wie nach außen sichtbar und kraftvoll vertreten.”

Enge Kooperation mit der Hochschulallianz ruhrvalley

Der Initiativkreis Ruhr baut den Austausch mit den Hochschulen der Region weiter aus: “Wirtschaft und angewandte Wissenschaft gemeinsam für ein erfolgreiches Ruhrgebiet” ist der Titel einer Kooperationsvereinbarung mit der Hochschulallianz ruhrvalley. Die Vollversammlung nahm Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, als Persönliches Mitglied in den Initiativkreis auf. Die drei großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen sind damit neben den drei Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen im Initiativkreis vertreten.

“Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer Hochschulallianz im Initiativkreis mit starken Partnern Impulse für die Menschen in unserer Region geben können”, sagte Kriegesmann. “Gemeinsam Chancen für das Ruhrgebiet zu erschließen, treibt uns an.”

Das Positionspapier “Chancenregion Ruhr – Impulse für den Sprung in eine erfolgreiche Zukunft” sowie die Kooperationsvereinbarung “Wirtschaft und angewandte Wissenschaft gemeinsam für ein erfolgreiches Ruhrgebiet” stehen zum Download unter www.i-r.de/aktuelles/mediathek (https://i-r.de/aktuelles/mediathek) bereit.

Über den Initiativkreis Ruhr

Mehr als 70 Unternehmen und Institutionen bilden ein starkes regionales Wirtschaftsbündnis. Der Initiativkreis Ruhr ist ein Motor des Wandels. Seine Mitglieder verbindet das Ziel, die Entwicklung des Ruhrgebiets voranzutreiben und seine Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Wesentliche Handlungsfelder sind Wirtschaft, Bildung und Kultur. Aus diesem Antrieb heraus entstanden Leitprojekte mit Strahlkraft, zum Beispiel InnovationCity Ruhr, die Gründerallianz Ruhr, die TalentMetropole Ruhr und das Klavier-Festival Ruhr. Weitere Informationen unter http://www.i-r.de .

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