Innere Kündigung vermeiden

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Innere Kündigung vermeiden
In einem Büro konnte ich lesen:
„Wir haben zwar keinen Spielraum, aber wir nutzen ihn trotzdem.“
Ja, viele Firmen scheinen nur deshalb zu funktionieren. Anordnungen werden nicht oder nicht genau befolgt. Verbesserungen werden undiskutiert in die Pläne eingebaut. Mehrdeutigkeiten, Wiedersprüche und Regelungsnischen werden genutzt – eine Mikropolitik.
Die BMW-Führungsgrundsätze leisten sich diesbezüglich eine vielsagende Schelmerei: Beschlüsse sind nicht nur auszuführen, sie sind auch „intelligent“ auszuführen.
Es geht darum, das Demotivierungspotenzial abzubauen. Es muss endlich begriffen werden, dass jeder sich die Aufgabe, die ihn persönlich weiterbringt, sonst ist er schon einen Schritt in die innere Kündigung gegangen. Das sind nach Lage der Dinge vor allem Aufgaben mit einem hohen Maß an Wahlfreiheit, Selbststeuerung und Selbstkontrolle. Wer wirtschaftliche Ziele erreichen will, muss individuelle Ziele erreichen, die nur durch wirtschaftliche Erfolge möglich sind, welche in individuellen Erfolgen gründen, die jedoch wiederum nur durch wirtschaftliche Erfolge….
Es geht darum, der Intelligenz, Kreativität und Begeisterung eines jeden Mitarbeiters Spielraum zu geben, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
Organisationen profitieren vom „Überschuss an Subjektivität“, wie Krell/Ortmann auswiesen. Personen sind attraktive Produktionsfaktoren gerade wegen ihrer spontanen, uneinklagbaren und unprogrammierbaren ZuTaten. So kann es gelingen: echter Konsens im Ziel und danach Freiheit im Handeln.
Bei geringen Freiräumen kommen Mitarbeiter schnell in einen demotivierenden Misserfolgskreislauf. Wenn die Mitarbeiter kaum Wahlmöglichkeiten (zu Schwierigkeitsniveau, Verfahrensfragen, Mitteleinsatz, Gestaltung ihres Arbeitsplatzes, ihrer Arbeitszeit und so weiter) haben, können sie die erfolgreiche Bewältigung der Aufgaben auch nicht auf die eigenen Fähigkeiten zurückführen. Sie wissen, dass die Verregelung eine fast 100-prozentige Erfolgswahrscheinlichkeit festlegt. Sie wissen, dass sie für die Bewältigung dieser Aufgabe häufig aufgrund einer geringen Leistungseinschätzung seitens ihres Vorgesetzten beziehungsweise der Unternehmensleitung ausgewählt wurden.
Eigenverantwortliche Tätigkeiten hingegen mobilisieren die Lernfähigkeit aller Mitarbeiter, mithin die Anpassungs- und Überlebensfähigkeit des Unternehmens.

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