Jung und Alt arbeiten gut zusammen

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Die Deutschen zeigen eine hohe Bereitschaft, den demografischen Wandel in der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa rund um die Lebens- und Arbeitswelt im Auftrag des Bürgerdialogs Demografischer Wandel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. So ist die überwiegende Mehrheit der Deutschen davon überzeugt, dass jüngere und ältere Kollegen im Beruf gut (60 Prozent) beziehungsweise sehr gut (22 Prozent) zusammenarbeiten können. Weiterbildung wird als Schlüssel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Landes gesehen (91 Prozent), ebenso die Integration von geringer Qualifizierten (60 Prozent). Das erfordert entsprechende Rahmenbedingungen. Hier steht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an oberster Stelle (89 Prozent).
“Der demografische Wandel hat längst begonnen, und wir können ihn nicht rückgängig machen. Deshalb gehört die Frage, wie unser Land ideenreich und innovativ bleiben kann, zu den großen Gestaltungsaufgaben für unsere Gesellschaft, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan zur Eröffnung des Demografiekongresses “Zukunftsforum Langes Leben in Berlin. “Dafür müssen wir die Herausforderungen erkennen und die Chancen ergreifen, die eine Gesellschaft der gewonnenen Jahre für unser Land bietet. Unser Ziel muss sein, dass diese gewonnenen Jahre zu einem Gewinn für alle werden.
Darauf richtet das BMBF seine Bildungs- und Forschungspolitik aus. Dazu gehören insbesondere die generationenübergreifende Arbeitsplatzgestaltung im Sinne eines lebenslangen Lernens, Innovationen für altersgerechtes Wohnen und altersgerechte Mobilität oder die Erforschung altersbedingter Krankheiten. Zudem kündigte die Ministerin an, dass das nächste Wissenschaftsjahr 2013 dem Thema Demografischer Wandel gewidmet sein wird.
Vorbereitend dazu wird am 22. September in Potsdam der Bürgerdialog Demografischer Wandel starten. Unter der zentralen Fragestellung “Wie bleibt unser Land ideenreich und innovativ? tauschen sich Bürgerinnen und Bürger auf Bürgerkonferenzen in ganz Deutschland und im Netz unter http://mitreden.buergerdialog-bmbf.de/demografischer-wandel/ zusammen mit Experten über die Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels in der Lebens- und Arbeitswelt aus. Die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Bürgerdialog werden am Ende des Dialogprozesses Anfang 2013 an Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft übergeben. Diese Empfehlungen sind Orientierungspunkte – etwa für die Demografiestrategie der Bundesregierung.
Weiterführende Informationen:
www.bmbf.de/de/20112.php
www.buergerdialog-bmbf.de
www.wissenschaftsjahr2013.de