Karriere.at Umfrage: Mehrheit der Chefs legt Wert auf die Meinung der Mitarbeiter

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Linz, 17. November 2010. “Ist Ihnen Mitarbeiter-Feedback wichtig?” versus “Legt Ihr Chef Wert auf Ihre Meinung?” – so lauten die Fragestellungen der jüngsten Online-Umfrage des österreichischen Jobportals karriere.at (http://www.karriere.at). Die Ergebnisse überraschen: Knapp die Hälfte der befragten Unternehmer (47 Prozent) gab an, dass ihnen das Feedback von Angestellten wichtig sei – vorausgesetzt, es ist kompetent vorgetragen. 20 Prozent der Chefs besprechen sich laut Umfrage sogar jedes Mal mit ihren Mitarbeitern, wenn eine wichtige Entscheidung ins Haus steht. Auf Seiten der Angestellten gibt hingegen jeder dritte Angestellte (35 Prozent) an, dass er im Job niemals um seine Meinung gefragt wird. An der Online-Umfrage nahmen 402 Arbeitnehmer und 125 Arbeitgeber teil.

13 Prozent der befragten Unternehmer führen außerdem regelmäßig Mitarbeiter-Befragungen durch. Sie erheben, wie es ihren Mitarbeitern im Job geht und stellen fest, was sie von bestimmten Projekten halten. Jeder fünfte Chef pflegt hingegen einen eher autokratischen Führungsstil: So gaben 20 Prozent an, dass sie grundsätzlich ohne Rücksprache mit Angestellten Entscheidungen treffen würden.

Jeder dritte Arbeitnehmer wird nie um Meinung gefragt
Dies dürften auch die Arbeitnehmer ähnlich sehen. Der Großteil der befragten Arbeitnehmer gab nämlich an, dass ihr Feedback im Berufsalltag zumindest gelegentlich gefragt sei: 17 Prozent der Angestellten sagen demnach, dass sie vor wichtigen Entscheidungen vom Vorgesetzten immer um ihre Einschätzungen gebeten werden. Weitere elf Prozent haben die Möglichkeit, ihre Anregungen im Zuge von Erhebungen zum Mitarbeiter-Feedback einbringen zu können. 37 Prozent erklärten, dass sie manchmal um ihre Meinung gefragt würden, diese jedoch Entscheidungen der Unternehmensleitung nach ihrem Empfinden nicht beeinflusse. Etwas mehr als ein Drittel der Angestellten (35 Prozent) berichteten, nie vom Chef um die Meinung gefragt zu werden.
karriere.at-Geschäftsführer Oliver Sonnleithner zu den Umfrageergebnissen: “Erfreulich ist, dass die absolute Mehrheit der Vorgesetzten Wert auf das Feedback von zumindest ausgewählten Mitarbeitern legt. Natürlich setzt das Herbeiführen und Treffen von Entscheidungen oftmals eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung voraus. Und hier haben Führungskräfte Zugriff auf Potenziale, die in jedem einzelnen Mitarbeiter stecken und die sie für Entscheidungsfindungen nutzbar machen können. Letztendlich ist Mitarbeiter-Feedback auch hinsichtlich der Mitarbeitermotivation wichtig. Denn vor allem wenn es darum geht, Arbeitsprozesse zu optimieren, bedeutet die Feedback-Möglichkeit für Mitarbeiter auch, dass sie im Unternehmen als kompetente und wertvolle Arbeitskraft geschätzt werden.”

Die Umfrageergebnisse:
“Ist Ihnen Mitarbeiter-Feedback wichtig?” (125 Arbeitgeber)
Ja, wenn es kompetent vorgetragen wird: 47 Prozent
Ja, vor wichtigen Entscheidungen immer: 20 Prozent
Dafür gibt es Mitarbeiter-Befragungen: 13 Prozent
Nein. Ich entscheide alleine: 20 Prozent
“Legt Ihr Chef Wert auf Ihre Meinung?” (402 Arbeitnehmer)
Nein. Er/Sie trifft Entscheidungen alleine: 35 Prozent
Manchmal. Sie beeinflusst Entscheidungen aber nicht: 37 Prozent
Mitarbeiter-Feedback wird regelmäßig erhoben: 11 Prozent
Ja. Bei wichtigen Entscheidungen immer: 17 Prozent

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