Schüler-Lehrer-Akademie der Hochschule und der Universität Osnabrück ermöglicht Einblicke in das Lehramtsstudium an berufsbildenden Schulen

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Wie sieht der Berufsalltag eines Lehrenden im Bereich Technik aus? Und was erwartet angehende Lehrerinnen und -lehrer während ihres Studiums und Referendariats? Diese Fragen hat sich Christoph Janzen vor dem Beginn der Schüler-Lehrer-Akademie (SLA) gestellt. Er gehört zu den Schülerinnen und Schülern des zweiten Osnabrücker SLA-Durchgangs. Sie alle erhielten nun ihre Teilnahme-Zertifikate. Fünf Absolventinnen und Absolventen können sich zudem über eine Starthilfe für ihr Lehramts-Studium von je 1000 Euro freuen. Diese wird von der Stiftung des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland (VME) und dem Arbeitgeberverband NORDMTEALL bereitgestellt.
Die berufsbildenden Schulen suchen insbesondere Lehrerinnen und Lehrer in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik und Metalltechnik. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, haben die Hochschule Osnabrück und die Universität Osnabrück gemeinsam die grundständigen Bachelorstudiengänge “Berufliche Bildung, Metalltechnik” und “Berufliche Bildung, Elektrotechnik” entwickelt – eine ideale Kombination in der klassischen Lehramtsausbildung und den Ingenieurwissenschaften. Damit Interessierte vor der Bewerbung testen können, ob dieser Berufsweg für sie der richtige ist, bieten die Hochschule und die Universität Osnabrück mit den Berufsbildenden Schulen der Region die Schüler-Lehrer-Akademie an.
“Die SLA ist die ideale Testphase für Schülerinnen und Schüler. An der Hochschule und der Universität können sie beispielsweise in Lehrveranstaltungen oder Labore hineinschnuppern und sich mit Lehramts-Studierenden und Lehrenden austauschen”, sind sich Prof. Dr. Eberhard Wißerodt von der Hochschule Osnabrück und sein Kollege Josef Thöle von der Universität Osnabrück einig. Bei Besuchen eines Studienseminars erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was sie im anschließenden Referendariat erwartet. Zudem begleiten sie Berufsschülerinnen und -schüler beim praktischen Teil ihrer Ausbildung in einem Betrieb. “Durch eine Unterrichtshospitation konnten sie außerdem authentische Einblicke in die Arbeit eines Berufsschullehrenden gewinnen”, so Thöle. “Auch der Aufbau eines Netzwerkes ist nicht zu unterschätzen. So ist es im Studium oder Referendariat immer hilfreich, sich mit Absolventinnen und Absolventen austauschen zu können”, ergänzt Wißerodt.
“Mir haben die abwechslungsreichen Tage bei der SLA bei meiner Berufswahl sehr weitergeholfen. Ich konnte mir anfangs nicht so recht vorstellen, wie so ein Studium und das anschließende Referendariat aussehen”, meint Christoph Janzen. Die SLA kann er nur weiterempfehlen. “Mir war vorher gar nicht bewusst, dass ich an der Hochschule und der Universität gleichzeitig studieren würde. Doch genau diese Kombination macht für mich die Ausbildung zum Berufsschullehrer im Bereich Technik so spannend.”
Damit ist Janzen nicht der Einzige. Die Einblicke in die Ausbildung und das vielfältige Berufsbild haben alle SLA-Absolventinnen und -Absolventen so überzeugt, dass sie im Herbst ein Studium am Hochschulstandort Osnabrück mit dem Berufsziel Lehramt an berufsbildenden Schulen ansteuern wollen.
Das 2010 auf Initiative und in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Stiftung Niedersachsen Metall entwickelte SLA-Konzept richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Technik, des beruflichen Gymnasiums Technik und der Fachschule Technik. Es steht aber auch Interessenten von allgemeinbildenden Schulen offen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern werden eine technische Qualifikation sowie ein grundsätzliches pädagogisches Interesse, Leistungsorientierung und Sozialkompetenz erwartet.
Weitere Informationen zu den Osnabrücker Lehramtsstudiengängen “Berufliche Bildung, Metalltechnik” und “Berufliche Bildung, Elektrotechnik” unter www.zsb-os.de/bachelorstudiengaenge-a-bis-z.html.

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