Schüleraustausch USA: Die Gastfamilie selbst organisieren und damit Geld sparen? – 7 wichtige Punkte

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1 Schüleraustausch USA selbst organisieren und Kosten sparen? Der Schüleraustausch, das Auslandsjahr in den USA, ist bei jungen Leuten begehrt. Der Auslandsaufenthalt ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Finanzierung ist regelmäßig die größte Hürde auf dem Weg in das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Viele Familien überlegen daher, wie sie Geld sparen können. Eine Idee ist oft, den Schüleraustausch selbst zu organisieren und damit die Kosten für die Austauschorganisation zu sparen.
2 Schüleraustausch USA: Begrenzte Möglichkeiten, selber zu organisieren. Eine vollständige Selbst-Organisation ist für die USA durch Regelungen der US-Regierung grundsätzlich unmöglich. Die US-Regierung möchte damit sicherstellen, dass über die Austauschorganisationen eine zuverlässige Betreuung gewährleistet wird. Die US-Austauschorganisationen, mit denen die deutschen Austauschorganisationen zusammenarbeiten, dürfen nur tätig werden, wenn sie eine Lizenz von der US-Regierung haben. Damit bleibt die Frage, an welcher Stelle die Familien selbst etwas beitragen und damit die Kosten senken können. Der wichtigste Ansatzpunkt ist die Gastfamilie.
3 Schüleraustausch USA und die eigene Gastfamilie (self-placement). Die Gastfamilien werden in den USA im USA Classic Programm von den US-Austauschorganisationen gesucht, wenn sie mit einer High School die Zusammenarbeit vereinbart haben und konkret Schüler angemeldet sind. Daher findet diese Akquisition der Gastfamilien regelmäßig im Sommer statt, bevor das neue Schuljahr beginnt. Das ist mit hohem zeitlichem und zT. finanziellem Aufwand verbunden. Daher können die Kosten gesenkt werden, wenn die US-Organisation keine Gastfamilie suchen muss. Durch Regelungen der US-Regierung ist ausgeschlossen, dass enge Verwandte als Gastfamilien fungieren. Wer aber im Bekannten- / Freundeskreis eine geeignete US-Familie kennt, kann also klären, ob diese bereit ist, das eigene Kind aufzunehmen. Für diese US-Familie gelten dann dieselben Bedingungen wie für jede andere US-Gastfamilie, dh. es wird seitens der US-Regierung eine Prüfung der Gastfamilie auf ihre Eignung verlangt. Sofern das erfolgt ist, kommt die Notwendigkeit, eine High School in der Nähe zu gewinnen, die einen Gastschüler aufnimmt. Das ist aber normalerweise eine lösbare Aufgabe für die Austauschorganisation.
4 Schüleraustausch USA. Die Ersparnis mit der eigenen Gastfamilie. Wer eine eigene Gastfamilie „mitbringt“, erleichtert die Arbeit der Austauschorganisation erheblich. Daher ist es meistens möglich, einen Rabatt auf den programmpreis zu bekommen. Die Höhe hängt von der konkreten Situation ab und kann mehrere hundert Euro ausmachen.
5 Schüleraustausch USA. Wichtiges zur eigenen Gastfamilie Erfahrungsgemäß gibt es im Zusammenleben zwischen Gastfamilie und Schülern trotz bester Vorbereitung oft Probleme. Bis zu 30% der Gastschüler in den USA wechseln daher während des Auslandsjahres die Familie. Diesen Wechsel zu organisieren und eine neue Gastfamilie „zur Verfügung zu stellen“, ist Aufgabe der Austauschorganisation vor Ort. Für diesen Fall muss also vorab geklärt werden, dass die Austauschorganisation diese Aufgabe auch wahrnimmt, wenn die Gastfamilie von der Familie „mitgebracht“ wurde. Die Familie muss sich im Klaren sein, dass sie in diesem Fall den Mehraufwand zu bezahlen hat.
6 Schüleraustausch USA und die eigene Gastfamilie: Pro und Kontra. Die deutsche Familie muss vor dem Auslandsjahr abschätzen, ob ausreichend sicher ist, dass das Zusammenleben während des Schüleraustausches funktionieren wird. Denn für den Fall von Problemen sind nicht nur der finanzielle Mehraufwand und der Abstimmungsaufwand mit der Austauschorganisation beim Wechsel der Gastfamilie einzukalkulieren. Hinzu kommen mögliche Belastungen und Verwerfungen in der Beziehung der beiden Familien. Daher ist die Sparmaßnahme „eigene Gastfamilie“ überlegt anzugehen.
7 Schüleraustausch USA; die eigene Gastfamilie und die Beratung der Austauschorganisation. Wer ein self-placement überlegt, sollte Bedingungen, Vorteile und Nachteile frühzeitig mit der deutschen Austauschorganisation besprechen. Dazu gehört auch die Frage, in welchem Umfang diese Organisation mit dem self-placement bereits Erfahrungen gemacht hat. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für den Schüleraustausch in die USA. Im Hinblick auf die Fächerwahl sollte man bei den einzelnen Anbietern nachfragen, wie die Zuweisung der High School genau funktioniert (USA Classic Programm) oder wer das USA Select Programm anbietet und welche High Schools konkret. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vorgeprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen). Dort gibt es auch die Stipendien Datenbank mit mehr als 1.000 seriösen Stipendien für den Schüleraustausch. Vor der Entscheidung sollten die Schüler zusätzlich mit mehreren seriösen Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de