Trend Urbanisierung: Wie lebt man im Jahr 2025? (FOTO)

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Studierende aus ganz Deutschland in den Bereichen Architektur,
Innenarchitektur und Textildesign zeigten beim Wettbewerb “House of
Textile” ihre Vorstellungen vom Leben im Jahr 2025.

55 Prozent der Weltbevölkerung leben aktuell bereits in Städten.
Die Tendenz ist deutlich zunehmend, so dass es laut der Vereinten
Nationen 2050 etwa 68 Prozent sein werden. In der Stadt Dhaka in
Bangladesch lebten 2018 rund 47.400 Einwohner pro Quadratkilometer
(Quelle: Statista, April 2018). Umgerechnet auf den Quadratmeter
standen jedem Einwohner damit rechnerisch im Schnitt ziemlich genau
21 m² (etwa 4,58 x 4,58 m) der Stadtfläche zur Verfügung. Das klingt
zunächst nicht dramatisch. Wenn man sich jedoch vorstellt, dass
draußen vor dem eigenen Fenster alle 4,5 m ein Mensch steht und dies
in alle Richtungen und in der gesamten Stadt, wird die Dimension der
Entwicklung deutlich.

Bei der Wettbewerbs-Aufgabenstellung “Wie leben wir im Jahr 2025?”
spielte der Trend der Urbanisierung mit der einhergehenden
durchschnittlichen Reduzierung von Wohnraum pro Einwohner eine
entscheidende Rolle. Daher stand bei den auf der Messe Heimtextil in
Frankfurt zu Beginn dieses Jahres gekürten drei Sonderpreisträgern
auch die Modularität von Wohnräumen im Fokus. Daniela Gehrlein
(Hochschule Rosenheim, Studiengang Innenarchitektur) entwarf eine vom
Design ansprechende und geräuschreduzierende Wand aus
Textilelementen, der sich der Prototyp eines Stuhls entnehmen lässt.
Wird er nicht gebraucht, verschwindet er konturlos in dem flachen
Wandaufbau. Dies ließe sich auch mit weiteren Stühlen, einem Tisch
und Regalen fortsetzen. Leon Schmutzler (Universität der Künste
Berlin, Studiengang Architektur) wählte den Ansatz faltbarer Möbel
aus verfestigtem Filz, der gleichfalls positiven Einfluss auf den
Raumschall hat. Für die Party lassen sich Tisch, Stühle und
Schreibtisch einfach falten und in die Ecke stellen. Mit dem
variablen Einsatz der Möbel kann jede Bedarfssituation abgebildet
werden und dies auf 10 m². Räume mit Vorhängen flexibel zu gestalten,
war das Ziel von Anne-Sophie Carle (Burg Giebichenstein,
Kunsthochschule Halle, Studiengang Textildesign). Über die
Kombination von metallischen Mustern auf den Vorhangstoffen und
einzelnen Magneten kann der Vorhang zum Bespiel als Raumteiler in
unendlich vielen Positionen gerafft, geteilt oder verbunden werden,
je nach Stimmung des Bewohners.

Fazit: Der Wettbewerb hat gezeigt, dass eine modulare Einrichtung
von Wohnungen gepaart mit ansprechendem Textildesign trotz kleiner
werdenden Wohnflächen für eine angenehme Aufenthaltsqualität sorgen
kann. Mehr zum Projekt unter www.house-of-textile.com.

Pressekontakt:
Verband der Deutschen
Heimtextilien-Industrie e.V.
Hans-Böckler Straße 205
42109 Wuppertal

Martin Auerbach
Hauptgeschäftsführung
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