Vielen Führungskräften fehlen die benötigten Kompetenzen, um in virtuellen Strukturen erfolgreich zu führen

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Viele Führungskräfte mussten von jetzt auf gleich ihr gesamtes Team aus dem Home Office heraus führen. Vorbereitet waren sie darauf nicht. Mit den Themen der Vertrauensbildung, des Aufrechterhalten eines Zusammengehörigkeitsgefühls, der Zuverlässigkeit einzelner Teammitglieder, der Verpflichtung für einzelne Aufgaben verantwortlich zu sein und der Verpflichtung auf eine gemeinsame Zielsetzung, sind viele Führungskräfte überfordert. Vor allem dann, wenn das Team zu Präsenzzeiten schon nicht sonderlich gut funktionierte. Besonders unerfahrene Führungskräfte stoßen an ihre Grenzen und fühlen sich von ihren eigenen Führungskräften und der HR Abteilung allein gelassen. Sie erleben ihre Situation als schwierig und wünschen sich mehr Unterstützung in Form von professionellem Caching.

Den meisten Führungskräften fehlen schlichtweg die erforderlichen Kompetenzen, die in der Home Office Führung besonders gefragt sind und die auch nach der Krise weiter ihre Bedeutung behalten werden und das Profil einer Führungskraft weiter ausformen.

Welche Kompetenzen sind für die Führung im Home Office erforderlich?

1. Ausgeprägte Fähigkeiten im Selbstmanagement
Die Corona Krise zeigt worauf es im Home Office für Führungskräfte und Mitarbeiter ankommt. Sich selbst gut zu organisieren, den eigenen Arbeitsalltag bewusst in die Hand zu nehmen, sich schon morgens einen Überblick über die Aufgaben zu verschaffen und zu priorisieren, seine Aufgaben zu planen und natürlich über den Tag motiviert zu sein.

2. Glaubwürdige Empathie
Sich gut in die Gefühle seiner Mitarbeiter hineinzuversetzen, Gedanken und Emotionen zu erkennen, zu verstehen und nachzuvollziehen wo der Mitarbeiter emotional und mental steht, sind entscheidend für die Bindung der Mitarbeiter und den Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit. Führungskräfte, die auf die Bedürfnisse individuell eingehen und unterstützen, wie z.B. auf wirtschaftliche Sorgen und Existenzängste, tragen viel zur Bindung ihrer Mitarbeiter bei.

3. Echte Vertrauensbildung
Wie stellen Führungskräfte aus der Distanz heraus ein echtes Gemeinschaftgefühl her? Indem sie
Transparenz durch schnellen und vollständigen Informationsfluss schaffen, klare Rahmenbedingungen schaffen, Ergebnisse kommunizieren, realistische Zielvereinbarungen treffen, positives Feedback geben und Feedback untereinander ermöglichen und einen Vertrauensvorschuss geben, dass jeder im Home Office seine Leistung erbringt.

4. Kommunikationsfähigkeit
Führungskräfte müssen erkennen können, was der Mitarbeiter möchte und in der Lage zu sein, verständlich darauf zu reagieren. Sie müssen Botschaften klar und deutlich formulieren können und die Signale der Mitarbeiter interpretieren können.
Führungskräfte benötigen in solchen Ausnahmesituationen rhetorisches Handwerkszeug. Denn über die Kraft der Sprache können sie ihre Mitarbeiter mitnehmen.

5. Moderative Fähigkeiten
Führungskräfte müssen mehr als Moderator agieren statt als Vorgesetzte. Sie müssen die Aufgabenverteilung sicherstellen, Ziele aufstellen, Konsens und Commitment der Beteiligten einholen, Meetings so steuern, das diese konstruktiv und zielorientiert ablaufen und sicherstellen, dass alle Beteiligten sich einbringen und zu Wort kommen.

Die wenigsten Führungskräfte verfügen über diese wichtigen Kompetenzen

Diese komplexen Aufgaben erfordern geschulte Führungskräfte, denn nur den wenigsten fliegen diese Fähigkeiten zu, ohne etwas dafür tun zu müssen. In vielen Unternehmen werden diese wesentlichen Kompetenzen nicht ausreichend in den Fokus genommen, geschweige denn trainiert oder die Führungskräfte bei der Entwicklung dieser Kompetenzen unterstützt. Diese Defizite werden sich erst später zeigen und können zu erheblichen Schäden führen. Nämlich in nachlassender Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, dem fehlenden Teamzusammenhalt und einer erhöhten Fluktuationsrate.

Es ist also notwendig, sich diese wichtigen Kompetenzen anzueignen. Das zu realisieren, erfordert ein gewisses Maß an Selbstreflexion und Unterstützung. Wenn Unternehmen und deren Führungskräfte etwas ändern wollen geht dies mit einem gezielten Kompetenz-Coaching.

Was ist Kompetenz-Coaching?

Kompetenz-Coaching ist eine besondere Form des Coachings und unterscheidet sich vom Business-Coaching durch die klare Fokussierung auf die fünf beschriebenen Kompetenzen, die für die erfolgreiche Ausübung der Führungstätigkeit erforderlich sind. Ein maßgeschneidertes Training unterstützt dabei.

Wie läuft ein Kompetenz-Coaching ab?

1. Schritt: Erhebung der Ist-Situation
Mit Hilfe eines Coachs reflektiert die Führungskraft seine momentane Situation und zieht gegebenenfalls die Sicht seiner Führungskraft hinzu. Das Ergebnis der Reflexion zeigt wo Kompetenzstärken und -potenziale liegen. Es werden Antworten auf die Fragen erarbeitet:
Wo habe ich deutliche Kompetenzdefizite?
Kann ich diese durch andere, stärker ausgeprägte Kompetenzen kompensieren?
Wo muss ich mir über weniger ausgeprägte Kompetenzen klar werden und sie durch ein entsprechendes Training erhöhen?

2. Schritt: Ableitung der persönlichen Zielsetzung für das Kompetenz-Coaching
Aus der Beantwortung der Fragen werden die persönlichen Zielsetzungen für die Kompetenzentwicklung abgeleitet, die in einen individuellen Entwicklungsplan münden:
Was will ich ändern?
Wo setze ich an?
Welche Ziele setze ich mir persönlich?

3. Schritt: Ausrichtung des Coachings entlang eines maßgeschneiderten Kompetenzentwicklungsprogramms
Auf Grundlage der Zielsetzungen wird das Coaching entlang eines maßgeschneiderten Kompetenzentwicklungsprogramms und effizienten Selbsttrainingsprogrammen, die auch online zur Verfügung stehen, ausgerichtet. Es werden genau die Kompetenzen entwickelt, die für die erfolgreiche Ausübung der Führungstätigkeit erforderlich sind. Die entsprechenden Maßnahmen werden zwischen den einzelnen Sitzungen im Arbeitsalltag ausprobiert und geübt. In Folgecoachings werden die Umsetzungserfolge reflektiert und daraus das weitere Vorgehen abgeleitet.

Fazit: Es lohnt sich an unternehmensrelevanten Kompetenzen zu arbeiten

Ja, die momentane Krise bringt viele Führungskräfte und Mitarbeiter an ihre Grenzen und besonders unerfahrenen Führungskräften fehlt das nötige Handwerkszeug, um auf der einen Seite weiterhin gute Ergebnisse zu erzielen und auf der anderen Seite auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen und sie nicht zu verlieren.
Es lohnt sich nicht nur in Krisenzeiten an der Erweiterung seiner Führungskompetenzen zu arbeiten. Daran sollten Unternehmen und Führungskräfte interessiert sein, um Folgeschäden zu vermeiden.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie an einem Kompetenz-Coaching interessiert sind oder teilen Sie uns einfach Ihre Gedanken zu diesem Thema mit. Wir freuen uns über eine Rückmeldung.

Weitere Informationen unter:
https://www.die-talententwickler.de