Wer führt in (die) Zukunft?

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49% der Führungsfrauen sind mit Ihrer Situation unzufrieden – Situation seit 1986 wenig verändert

Wer Frauen in Toppositionen sehen will, muss für eine leistungsgerechte Bezahlung sorgen. Trotz Topabschlüssen und Frauenquoten – die Vorbehalte und die Lohnunterschiede, die Frauen in Führungspositionen hinnehmen müssen, sind noch ebenso deutlich wie 1986. Aus Frauensicht sind diese Vorurteile wesentlich karrierehemmender als die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Das sind Ergebnisse der Studie „Wer führt in (die) Zukunft?“ die Sonja Bischoff zum fünften Mal zur Stellung von männlichen und weiblichen Führungskräften im mittleren Management durchgeführt hat. Das Buch wertet die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2008 aus und zieht Vergleiche zu den Ergebnissen aus 1986, 1991, 1998 und 2003.

Wie lassen sich die teilweise ungünstigen Situationen und Konstellationen verändern? Die Daten, die „Wer führt in (die) Zukunft?“ zum privaten Umfeld der Führungskräfte, zu Erfolgsfaktoren und zu Hindernissen auf dem Weg nach oben vorstellt, geben dazu erste Antworten. Besonders die betrieblichen Personalmanager nehmen hier eine Schüsselposition ein. Sonja Bischoff mahnt in ihrer Studie aber auch deutlich die Entscheidungsträger in den Unternehmen an: Gerade mit Blick auf die Diskussion um den Fachkräftemangel ist es in ihrem eigenen Interesse, Frauen und Männer nicht nur nominell sondern auch bei der Anerkennung der Leistung gleichzustellen.

SONJA BISCHOFF
Wer führt in (die) Zukunft?
Männer und Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft
in Deutschland – die 5. Studie
Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V. (Hg.)
DGFP-Schriftenreihe „PraxisEdition“, Band 97
W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2010, 258 Seiten, 39,00 EUR

ISBN 978-3-7639-3861-2
Bestell-Nr. 6001563a