3D Visualisierung antiker Technik und Darstellung ihrer Funktionsweise

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Bei Seleucia am Tigris – in ihrer Blütezeit einer der größten Handelsplätze Mesopotamiens, der das Erbe Babylons übernahm -, bei Ktesiphon, der ehemaligen Hauptstadt des Sassanidenreiches, und anderen Orten fand man mehrere fassartige, mit Bitumen überzogene und verschlossene Tongefäße. Ihre nähere Untersuchung ergab, dass sie einen mit Bitumen isolierten Kupferzylinder enthielten, in dem sich ein mit Blei überzogener Weicheisenstab befand. Füllte man Weinessig in das Gefäß, ließ sich eine Stromabgabe von 1,5 V erzielen. Die Urform der Trockenbatterien musste folglich auch den alexandrinischen Gelehrten bekannt gewesen sein, wenngleich sich in ihren Schriften keine Hinweise darauf finden.
Der Verwendungszweck der „elektrischen Töpfe“ kann bis heute nur vermutet werden. Die abgegebene Stromleistung hätte durchaus zur galvanischen Versilberung oder Vergoldung von Kupfergeräten ausgereicht, obwohl damals chemische Verfahren des Vergoldens und Versilberns längst bekannt waren. Möglich ist auch, dass der galvanische Strom als „Elektrotherapie“ in der Medizin Anwendung fand, wurden doch auch die elektrischen Stöße von Zitterfischen zur Heilbehandlung genutzt.
Gegenwärtig wird versucht antike Technik dreidimensional im Computer zu rekonstruieren, damit sie später in Echtzeit am Computer aus allen Perspektiven betrachtet werden kann. Weiterhin soll die Visualisierung auf Benutzereingaben reagieren können und interaktiv die Funktionsweise einer bestimmten Technik zeigen.
Um Visualisierungen 3d interaktiv darstellen zu können, müssen entsprechende Technologien wie z.B. Web 3d oder 3d Echtzeitvisualisierungen eingesetzt werden.
Die mit 3d Visualisierungen erstellten Technikvisualisierungen können auf eindrucksvolle Art und Weise die damalige Handwerkskunst wiedergeben.

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