Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar lädt die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) zum dritten Augen auf-Kinotag ein. Unter dem Motto Wegsehen war schon immer eine schlechte Idee findet der Kinotag zeitgleich in vier Städten statt.
Der Augen auf-Kinotag setzt ein klares Zeichen in Zeiten der Bedrohung unserer Demokratie: Aus der Geschichte lernen heißt, Kontinuitäten von Ausgrenzung zu erkennen und ihnen heute entgegenzutreten. Mit Filmen zur Geschichte des Nationalsozialismus und seinen Nachwirkungen macht die Stiftung EVZ ein Angebot für Engagement und Erinnern – durch berührende Geschichten für alle Generationen.
Am Abend des 27. Januar wird es in Berlin, Halle (Saale), Köln und München Kinoevents zum Premierenfilm geben: DAS MÄDCHEN MIT DER LEICA. Der Film feierte seine Weltpremiere im September 2026 in Venedig bei den Internationalen Filmfestspielen. Buch und Regie: Alina Marazzi. Mit: Emilia Schüle, Aaron Altaras, Luna Wedler u.v.a.
Im Anschluss an die Vorstellungen folgen in allen vier Städten Filmgespräche mit prominenten Gästen aus Film, Bildung und Gesellschaft.
Am 27. und 28. Januar wird zudem vormittags für Schüler:innen ein kuratiertes Schulkinoprogramm angeboten. Filmschaffende stellen dabei die Filme persönlich vor und besprechen sie im Anschluss gemeinsam mit den jungen Zuschauer:innen. Zur inhaltlichen Vorbereitung des Kinotages gibt es für Lehrkräfte eine praxisnahen Handreichung und zu allen gezeigten Filmen aus dem Filmpool umfangreiche Unterrichtsmaterialien. Außerdem werden im Vorfeld Fortbildungen zur filmischen Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust angeboten. Zum Filmpool gehören Filme wie DER FALL COLLINI, GROSSE FREIHEIT, DIE FOTOGRAFIN oder HEIMSUCHUNG.
Anmeldungen für das Schulkino am 27. und 28. Januar und die Fortbildungen nehmen die SchulKinoWochen auf Ihren Websites (https://www.visionkino.de/projekte/kinotag-zum-27-januar/programm-1/) für die jeweilige Stadt entgegen.
In 15 zusätzlichen Städten, den Kinotag+ Städten, wird es weitere Filmvorführungen im Rahmen des Augen auf-Kinotags geben. Die Standorte von Kinotag+ und das jeweilige Kinoprogramm werden in den nächsten Wochen bekanntgegeben.
Sämtliche Vorstellungen und Veranstaltungen werden zusätzlich von jungen Filmbotschafter:innen medial begleitet, die vor Ort Interviews führen und auf den Social Media-Kanälen über die Filme berichten.
Zum Film:
Paris, 14. Juli 1937. Gerda Taro verbringt ihren letzten Tag vor der Rückkehr an die spanische Front mit Robert Capa und den engen Freunden, mit denen sie aus Nazideutschland geflohen ist. Während Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen, treten die prägenden Momente ihres Lebens wieder hervor: ihr politischer Aktivismus in Leipzig an der Seite ihrer ersten Liebe, ihre Jahre im Pariser Exil, ihre stürmische Beziehung mit Capa, ihre Entdeckung der Fotografie und ihre wachsende Entschlossenheit, ihre Leica als Werkzeug des Widerstands und der Freiheit einzusetzen.
DAS MÄDCHEN MIT DER LEICA ist eine Produktion von Vivo Film (Marta Donzelli und Gregorio Paonessa) und Komplizen Film (Jonas Dornbach, Janine Jackowski und Maren Ade), in Zusammenarbeit mit Rai Cinema und ZDF/ARTE sowie Eolo Film Productions und in Koproduktion mit Film i Väst und Zentropa Sweden.
Alle Informationen zum Augen auf-Kinotag (https://www.augenauf-kinotag.de/)
Alle Informationen zum Schulkino (http://www.visionkino.de/projekte/kinotag-zum-27-januar/)
Der Augen auf-Kinotag ist eine Initiative der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ). Konzipiert und umgesetzt wird der Kinotag gemeinsam mit der Agentur Jetzt & Morgen. Filmpädagogisch begleitet von VISION KINO – Netzwerk für Film und Medienkompetenz, in Kooperation mit den SchulKinoWochen.
Über Interviewmöglichkeiten im Vorfeld des Kinotags informieren wir sie zeitnah.
Bei Presseanfragen rund um den Kinotag (inkl. Interviewanfragen für die Vorstandsvorsitzende der Stiftung EVZ, Dr. Andrea Despot, und die Panelgäste) kontaktieren Sie uns.
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