Ausweitung der Pilotierung der Schul-Cloud in Brandenburg

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Das Land Brandenburg weitet die Pilotierung der Schul-Cloud Brandenburg angesichts der Corona-Pandemie aus. Um die Schulen in der aktuellen Notsituation bestmöglich zu unterstützen, ermöglicht das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) allen Schulen, die im Rahmen einer Umfrage einen kurzfristigen Bedarf angemeldet haben, den Zugang zur Schul-Cloud Brandenburg.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres erproben 54 Schulen, darunter 3 MINT-EC-Schulen im Rahmen einer zweijährigen Pilotierungsphase die vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) entwickelte Schul-Cloud Brandenburg. Rund 170 weiteren interessierten Schulen (Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft) sowie den drei Studienseminaren des Landes wird die Schul-Cloud-Brandenburg ab sofort zur Verfügung gestellt. Nach den Osterferien werden weitere 115 Schulen folgen. Zum kommenden Schuljahr 2020/2021 ist der Anschluss von zirka 170 weiteren Schulen geplant.

Das Ministerium setzt das Vorhaben gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI), der DigitalAgentur Brandenburg (DABB) und dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) um.

Bildungsministerin Britta Ernst: “Der Einsatz von digitalen Bildungslösungen hat angesichts der aktuellen Situation an den Schulen enorm an Bedeutung gewonnen. Mit der beschleunigten Ausweitung der Pilotierung der Schul-Cloud Brandenburg möchte das Ministerium den Schulen ab sofort eine datenschutzkonforme digitale Lösung zur Unterstützung bei der Absicherung des Unterrichts anbieten. Langfristig verspreche ich mir durch die Erweiterung der Pilotierung und den Einbezug der Studienseminare natürlich auch einen deutlichen Schub für die digitale Bildung im Land Brandenburg.”

“Der Bedarf an einer sicheren digitalen Infrastruktur und digitalen Unterrichtstools ist an allen Schulen in der aktuellen Notsituation sehr hoch. Wir arbeiten am Hasso-Plattner-Institut deshalb auf Hochtouren daran, möglichst viele Schulen in Brandenburg jetzt schnell an die Schul-Cloud anzubinden, damit der Unterrichtsausfall dort bestmöglich digital abgefedert werden kann”, so Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts und Leiter des Schul-Cloud-Projekts.

Dr. André Göbel, Geschäftsführer der DigitalAgentur Brandenburg: “Die kurzfristig ermöglichte Öffnung der Schul-Cloud-Pilotierung schafft eine zeitgemäße Lösung für die öffentliche Bildung in der aktuellen Krisensituation. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, welchen Nutzen digitale Hilfsmittel für das Leben in Brandenburg haben. Wir arbeiten gemeinsam mit voller Kraft daran, die aktuelle Not mit digitalen Innovationen zu lindern.”

Die Schul-Cloud Brandenburg ist eine leicht bedienbare digitale Lern- und Arbeitsumgebung, auf die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler orts-, zeit- und endgeräteunabhängig zugreifen können. Sie schafft die technische Grundlage dafür, moderne digitale Lehr- und Lerninhalte in jedem Unterrichtsfach sicher nutzen zu können – das gilt auch in Zeiten der Untersagung von Unterrichtserteilung an den Schulen.

Neu ist in Brandenburg die Einbindung der Studienseminare. Um die digitale Entwicklung im schulischen Bereich nachhaltig voranzutreiben, ist es besonders wichtig, dass auch Lehramtskandidatinnen und -kandidaten im Vorbereitungsdienst die Möglichkeiten des digital unterstützten Lehrens frühzeitig kennenlernen und einsetzen können.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering ( https://hpi.de ). Mit dem Bachelorstudiengang “IT-Systems Engineering” bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 600 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health”, “Data Engineering” und “Cybersecurity” können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 20 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

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