Das Internet vergisst doch (FOTO)

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Ob die Menschheit in zweihundert Jahren überhaupt noch etwas von
der heutigen Welt weiß, darum sorgt sich der HPI-Fellow und Internet-Erfinder
Vinton G. Cerf, wie er bei einem Future Talk am Hasso-Plattner-Institut (HPI)
erklärte. Denn Webseiten, Enzyklopädien und Speicher werden im Internet ständig
verändert und überschrieben. Historisch gesehen ist das Wissen damit für alle
Zeiten verloren. Was bleibt ist nur die aktuelle Version, ein Jetzt-Zustand.
Private oder öffentliche Erinnerungen auf Papier oder CDs wurden dagegen meist
nicht überschrieben, sondern neugeschrieben. Die alten Papiere und Erinnerungen
bildeten automatisch ein historisches Gedächtnis.

Cerf fragt, ob die Menschheit künftig überhaupt noch etwas von der heutigen Welt
wissen wird. Dazu HPI-Institutsdirektor Prof. Dr. Christoph Meinel: “Kurzfristig
mag es stimmen, dass das Internet nichts vergisst. Auf lange Sicht könnte es
jedoch in der Tat vergesslicher sein als wir derzeit annehmen.”

Abhilfe gegen dieses Problem ist jedoch möglich. Notwendig ist ein größeres
Verständnis für die Digitalisierung und das Internet. Sicherheitskopien,
beispielsweise auf Festplatten und in Cloudspeichern, können die gleiche
Funktion wie Fotoalben und Archive bekommen. Wichtig ist aber, die
Speichermedien aktuell und sicher zu halten. Schließlich haben die wenigsten
Computer heute beispielsweise noch ein Diskettenlaufwerk und bei privaten Daten
ist ein gutes Passwort notwendig. Ein Weg zu mehr Verständnis der
Digitalisierung steht mit Online-Kursen wie openHPI (https://open.hpi.de/)
bereits heute allen Interessierten offen. In diesem Kursprogramm sprach auch
HPI-Fellow Vinton G. Cerf über seine Sorge eines kollektiven
Gedächtnisverlustes.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres
Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem
Bachelorstudiengang “IT-Systems Engineering” bietet die gemeinsame
Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein
deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches
Informatikstudium an, das von derzeit rund 550 Studierenden genutzt wird. In den
vier Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health”, “Data
Engineering” und “Cybersecurity” können darauf aufbauend eigene
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das
HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste
Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet
jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 17 Professoren
und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber
auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen
in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind
die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme.
Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für
alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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OTS: HPI Hasso-Plattner-Institut

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