Digitale Bildung: HPI-Wissenschaftler führend bei Publikationen zu offenen Onlinekursen

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Von 20 Wissenschaftlern, die weltweit am meisten
zum Thema “Offene Onlinekurse” publizieren, forschen allein drei am
Hasso-Plattner-Institut (HPI). Das ergab eine Studie, die jetzt in
London auf der Konferenz “Learning @ Scale”
https://learningatscale2018.com/ vorgestellt wurde. Wie die
französischen Experten Kristine Lund und Sebastian Grauwin aus Lyon
zusammen mit ihrem US-Kollegen Bodong Chen aus Minneapolis
herausfanden, führt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel die Liste der
Autoren von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema “Massive
Open Online Courses” (MOOC) mit weitem Abstand an. Mit unter den Top
20-Autoren sind auch die HPI-Doktoranden Jan Renz und Thomas Staubitz
aus Meinels Fachgebiet “Internet-Technologien und -Systeme”.

Lund, Grauwin und Chen hoben hervor, dass die beiden Potsdamer
Wissenschaftler Meinel und Staubitz sowohl informatik- als auch
bildungswissenschaftliche Themen behandeln. Renz steuerten den
Literaturrecherchen nach Publikationen bei, die spezifisch der
Themenkategorie Bildung zuzuordnen sind.

Die in London präsentierte Studie war der Frage gewidmet, wie
interdisziplinär die Forschung von Bildungs- und
Informatikwissenschaftlern zu offenen Onlinekursen ausgerichtet ist.
Ausgewertet wurden 3.380 bibliographisch erfasste Veröffentlichungen,
die bis 2016 erschienen sind. Bei den meisten inhaltlichen
Fragestellungen sei das Verhältnis von Autoren aus Informatik- und
Bildungs-Wissenschaft ausgeglichen, so das französisch-amerikanische
Forscher-Trio.

HPI-Direktor Meinel und sein Team aus E-Learning-Wissenschaftlern
lädt MOOC-Experten am 19. September zur Fachtagung openHPI-Forum nach
Potsdam ein. Titel der Veranstaltung: “MOOCs machen Karriere”.
Geboten werden Austausch und Einblicke aus Forschung und Wirtschaft.
Den Hauptvortrag hält die Direktorin der französischen
Internet-Bildungsplattform FUN-Campus https://www.fun-campus.fr/,
Catherine Mongenet. Auch Vertreter internationaler Konzerne (SAP) und
Organisationen (WHO) kommen zu Wort. HPI-Forscher präsentieren
Ergebnisse aus der Datenanalyse von Lernprozessen.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote für jedermann hat das
Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen
Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der
Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang
zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden
Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht
bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst
2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und
Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mehr als
177.000 Menschen weltweit nutzen bereits openHPI. Für besonders
erfolgreiche Teilnehmer an seinen “Massive Open Online Courses”
(MOOCs) stellte das Institut bisher rund 54.000 Zertifikate aus. Das
openHPI-Programm umfasst jedes Jahr zahlreiche Angebote für
IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen
gut 50 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden –
ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von
openHPI-Kursen Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen.
Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen
will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im
Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte,
iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang “IT-Systems
Engineering” bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des
HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und
besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium
an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei
Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health” und
“Data Engineering” können darauf aufbauend eigene
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.

Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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