Digitale Bildung: Mit der HPI Schul-Cloud digitale Inhalte ganz leicht im Schulunterricht einsetzen

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Alle reden über Digitale Bildung, aber die
Realität an deutschen Schulen sieht anders aus: Auch im Jahr 2018
verfügen viele Schulen über kein Internet und digital wird häufig nur
in separaten Computerräumen gearbeitet. Im regulären Unterricht
spielen digitale Lerninhalte bislang wenn überhaupt nur eine
Nebenrolle. Mit der Schul-Cloud, die Wissenschaftler am
Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam derzeit entwickeln, soll
sich das ändern. In ihr werden digitale Lehr- und Lerninhalte
verschiedener Anbieter zentral vorgehalten, die dann sehr einfach und
sicher in den Unterricht integriert werden können. Lehrkräfte und
Schüler können aber auch außerhalb der Schule jederzeit auf die
Inhalte zugreifen. Möglich ist das mit jedem browserfähigen Gerät
überall – ob zu Hause oder unterwegs. Eigene Server benötigen die
Schulen dafür nicht, eine kosten- und zeitaufwendige Wartung und
Administration von schuleigenen Rechnern entfällt.

Deutschlandweit können zu Beginn der zweiten Pilotphase 67
ausgewählte Schulen mit der Schul-Cloud arbeiten. Bis 2021 werden
schrittweise alle rund 300 Schulen des Projektpartners, des
nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC an die Schul-Cloud
angeschlossen, weitere 43 niedersächsische Schulen sämtlicher
Schulformen kommen über die Kooperation mit der Niedersächsischen
Bildungscloud (NBC) zum nächsten Schuljahr hinzu.

Gefördert wird die Schul-Cloud durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF), die Weiterentwicklung erfolgt in enger
Zusammenarbeit mit Experten aus Wissenschaft und Praxis. Regelmäßig
bringt das HPI in der Pilotphase die entscheidenden Akteure bei
Konferenzen, Arbeitsgruppen oder -foren zusammen, das nächste Mal die
Schul-Cloud-Nutzer zu einem Design Thinking Workshop am 22. Juni in
Potsdam. Der Innovationsansatz Design Thinking hilft kreativ und
schnell neue Lösungen zu entwickeln – in multidisziplinären Teams und
dem Nutzer im Fokus. Beim Workshop werden Lehrkräfte und Schüler der
Pilotschulen in fünf Teams Themen rund um die Nutzung der Schul-Cloud
diskutieren und Ideen entwickeln, beispielsweise zur Verbesserung der
Feedback-Kultur oder internen Kommunikation im Kollegium.

“Die Entwicklung der Schul-Cloud muss in enger Abstimmung mit
ihren Nutzern – also den Lehrkräften und den Schülern der
Pilotschulen erfolgen. Wir brauchen den ständigen Austausch, um die
Schul-Cloud bestmöglich ihren Bedürfnissen anzupassen und schnell
voran zu kommen”, so HPI-Direktor Professor Christoph Meinel.

Hintergrund zur Schul-Cloud

Schulen benötigen zur Nutzung digitaler Lehr- und Lerninhalte eine
zukunftssichere IT-Infrastruktur. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI)
entwickelt gemeinsam mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk
MINT-EC, zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Praxis und
gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) eine Schul-Cloud, mit der digitale Inhalte verschiedener
Anbieter einfach und sicher in der Schule genutzt werden können. Ein
wichtiger Vorteil: Für Schulen entfällt die kosten- und zeitintensive
Anschaffung und Wartung von Rechnern. Denn Schüler und Lehrer können
über einfache Anzeigegeräte von überall auf die Inhalte zugreifen.
Bundesweit arbeiten 67 ausgewählte Schulen des Projektpartners
MINT-EC im Rahmen eines Pilot-Projekts mit der Schul-Cloud. Bis 2021
sollen alle rund 300 Schulen des MINT-EC-Netzwerks an die Schul-Cloud
angeschlossen werden. Weitere 43 niedersächsische Schulen sämtlicher
Schulformen kommen über die Kooperation mit der Niedersächsischen
Bildungscloud (NBC) zum nächsten Schuljahr außerdem hinzu. Mit der
Schul-Cloud soll das Lernen mit digitalen Inhalten in der Schule und
zu Hause so unkompliziert wie möglich werden.

Hinweis für Redaktionen:

Eine Erläuterung für das Konzept der Schul-Cloud finden Sie unter:
https://hpi.de/schulcloud; weitere Informationen auch unter:
https://blog.schul-cloud.org/. Einen Einblick in die vielfältigen
Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten der Schul-Cloud vermittelt ein
Testzugang: https://schul-cloud.org/. Dort können sich alle
Interessierten als Schüler oder Lehrer ganz einfach einloggen. Eine
Liste der 67 Pilotschulen finden Sie hier: http://ots.de/NRqGMF

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang “IT-Systems
Engineering” bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des
HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und
besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium
an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei
Masterstudiengängen “IT-Systems Engineering”, “Digital Health” und
“Data Engineering” können darauf aufbauend eigene
Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.

Kurzprofil MINT-EC

Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit
Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den
Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen
Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites
Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie
Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und
Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 295 zertifizierten Schulen
mit rund 315.000 Schülerinnen und Schülern sowie 25.000 Lehrkräften
steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der
Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC
sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative
think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen
Arbeitgeberverbände vbm bayme / vbw.

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