Lernen 4.0 – Online-Kursüber Chancen und Grenzen digitaler Bildung

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Über den optimalen Einsatz digitaler Medien im
Unterricht wird viel diskutiert, denn die Digitalisierung schreitet
auch im Bildungsbereich voran und viele Schulen sind auf die
Veränderungen nicht ausreichend vorbereitet. Das
Hasso-Plattner-Institut (HPI) bietet nun gemeinsam mit der
Universität Augsburg und dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk
MINT-EC einen neuen kostenlosen Online-Kurs zum Thema “Lernen 4.0”
an, der die Chancen der Digitalisierung im Bildungsbereich aufzeigt,
aber auch die Frage nach dem Mehrwert dieser neuen Lernmethoden
stellt. Der dreimonatige Kurs startet am 15. Januar und richtet sich
vor allem an Pädagogen, die auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse
digitale Inhalte und Tools in den eigenen Unterricht integrieren
möchten. Für den Kurs werden keine Vorkenntnisse benötigt, er steht
allen Interessierten offen. Weitere Informationen auch zur Anmeldung
unter: https://mooc.house/courses/lernen40-2018

“Die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben ist kein
Selbstzweck, sondern soll künftige Generationen besser auf die
Anforderungen einer digitalisierten Welt vorbereiten”, so
HPI-Direktor Professor Christoph Meinel, der gemeinsam mit Professor
Klaus Zierer, Erziehungswissenschaftler und Ordinarius für
Schulpädagogik an der Universität Augsburg, den Kurs leitet. Zur
einfachen Nutzung digitaler Lehr- und Lerninhalte benötigten Schulen
auch eine zukunftssichere IT-Infrastruktur. “Am
Hasso-Plattner-Institut entwickeln Wissenschaftler daher eine
Schul-Cloud, mit der digitale Inhalte verschiedener Anbieter
datenschutzkonform in der Schule genutzt werden können und die so den
Weg zum Lernen 4.0 ebnet” sagt Meinel.

Der Online-Kurs “Lernen 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen einer
Digitalisierung” läuft vom 15. Januar – 16. April 2018. Er wird vom
HPI und dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC in
Kooperation mit der Universität Augsburg durchgeführt und besteht aus
insgesamt vier Modulen: Der erste Teil beschäftigt sich mit den
Grundlagen der Digitalisierung im Bildungssektor. Er zeigt die
Auswirkungen der Digitalisierung auf die verschiedenen
gesellschaftlichen Akteure und erklärt den Begriff Lernen 4.0. Im
zweiten Modul werden Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung zum
Einsatz digitaler Medien vorgestellt – dabei steht das Werk “Visible
Learning” des neuseeländischen Bildungsforschers Professor John
Hattie im Vordergrund. Der dritte Teil des Kurses hinterfragt
kritisch den Mehrwert von digitalen Medien im Unterricht und macht
mithilfe verschiedener Modelle deren Erfolge sichtbar. Der letzte
Teil beschäftigt sich ausführlich mit der zentralen Rolle der
Pädagogen für eine erfolgreiche Digitalisierung im Bildungsbereich.
In allen vier Modulen werden praktische Bezüge zur Schul-Cloud
hergestellt, die derzeit am Hasso-Plattner-Institut entwickelt und an
27 Schulen des MINT-EC bundesweit getestet wird.

Der Arbeitsaufwand für den dreimonatigen Kurs beträgt pro Modul
ca. 3 Stunden. Dies beinhaltet die Beschäftigung mit den Videos – die
jeweils 10 – 15 Minuten dauern -, die Überprüfung des Lehrstoffs
mithilfe eines Rätsels und die Beteiligung in den Diskussionsforen.
Außerdem geben weiterführende Fragen und Aufgaben eine Hilfestellung
bei der Einbindung von digitalen Inhalten im Unterricht.

Hinweis für Redaktionen:

Eine Erläuterung für das Konzept der Schul-Cloud finden Sie unter:
https://hpi.de/schulcloud; weitere Informationen auch unter:
https://blog.schul-cloud.org/. Einen Einblick in die vielfältigen
Funktionen und Nutzungsmöglichkeiten der Schul-Cloud vermittelt ein
Testzugang: https://schul-cloud.org/. Dort können sich alle
Interessierten als Schüler oder Lehrer ganz einfach einloggen.

Über die Online-Plattform mooc.house

mooc.house ist eine innovative Online-Lernplattform, die vom
Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam entwickelt und betrieben
wird. Sie ermöglicht es Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
ihre Mitarbeiter, Studierenden oder die Öffentlichkeit weiterzubilden
und aufzuklären. So nutzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
beispielsweise die Technik des HPI zur Aufklärung und Schulung ihrer
Mitarbeiter beim Ausbruch von Epidemien weltweit. mooc.house basiert
auf der Online-Lernplattform openHPI.de, auf der das HPI selbst seit
2012 frei zugängliche Online-Kurse für Einsteiger und Experten zu
ausgewählten IT-Themen anbietet. Im Unterschied zu “traditionellen”
Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openHPI einem festen Zeitplan
– mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texten,
Selbsttests, regelmäßigen Haus- und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind
die Angebote mit einem Forum, in dem sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer mit dem Teaching Team und anderen Lernenden austauschen,
Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang
“IT-Systems Engineering” bietet die gemeinsame
Digital-Engineering-Fakultät der Universität Potsdam und des HPI ein
deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes
ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit
rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Felicia Flemming, Tel. 0331 5509-274, felicia.flemming@hpi.de

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