Digitaler Unterricht: Für Grundschulen kaum machbar / Das Gesundheitsportal baby-und-familie.de zeigt, vor welche Probleme digitaler Unterricht die Grundschullehrer stellt (FOTO)

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Bei den Beratungen der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Regeln an Schulen wurde weitgehend ausgeklammert, wie der Schulalltag in den Klassen 1 bis 4 während der kommenden Wochen aussehen soll. Der Grund: Die wenigsten Grundschulen sind zu digitalem Unterricht in der Lage. Dabei ist ein Einstieg ins digitale Lernen schon ab Klasse 1 didaktisch sinnvoll , sagt Professor Thomas Irion, Direktor des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd und Vorstand des Grundschulverbands , dem Gesundheitsportal https://www.baby-und-familie.de/Coronavirus/Digitales-Le rnen-an-Grundschulen-Geht-das-561451.html . „Die Pandemie legt offen, was die Politik seit Jahren versäumt hat“ , sagt der Experte.

Videos sind wichtig zur Lernunterstützung

Großes Manko: Noch immer gibt es keine kindgerechte und sichere Online-Plattform, die auch schon Grundschüler nutzen könnten. Pädagoge Irion nennt als positives Beispiel Australien, wo der Einsatz von Tabletes und Computern an den Grundschulen schon längst zum Alltag gehöre. „In Klassen 1 und 2 beherrschen Kinder oft noch nicht die Schriftsprache“ , so der Wissenschaftler. “ Videos sind gerade hier ein gutes Mittel zur Lernunterstützung .“ Aber auch für das Feedback seien digitale Tools denkbar.

Mit virtuellen Arbeitsmappen, so genannten MuxBooks, könnten Schüler ihre Erfahrungen und Lernfortschritte multimedial aufbereiten. Gleichzeitig sei es wichtig, so der Medienpädagoge, einen Ausgleich zum hektischen Bildschirmflimmern zu schaffen. „Abseits der Geräte sollten Kinder erleben, was Langsamkeit bedeutet“, betont Irion. „Sie sollten die Natur und ihren Sozialraum kennenlernen.“

Kinder werden live zum Klassenkreis zugeschaltet

An der Bonner Gottfried-Kinkel-Grundschule setzt Lehrer Christian Eberhard dieses Konzept schon um. Digitaler Unterricht ist hier seit dem Frühjahr ebenso fester Bestandteil wie Ausflüge in die Natur. Im Schnitt werden an der Schule derzeit ein bis zwei Kinder digital unterrichtet, weil sie wegen Risikopatienten in der Familie zu Hause bleiben müssen. Dazu werden die Kinder morgens live zum Klassenkreis zugeschaltet, in der anschließenden Lernphase arbeiten die Schüler selbstständig. Nachmittags gibt es ein individuelles Gespräch zwischen Lehrer und Kind – per Telefon oder in einer Videokonferenz.

Tipp: Umfangreiche und aktuelle Informationen zum Thema Schule in Coronazeiten finden Sie unter www.baby-und-familie.de. (https://www.baby-und-familie.de/Coron avirus/Digitales-Lernen-an-Grundschulen-Geht-das-561451.html)

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