ESG-Kriterien in der Praxis: Neuer Leitfaden unterstützt Vermittler bei der Beratung

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„Was können Vermittler und Berater heute schon tun, um sich auf die kommenden
gesetzlichen Vorgaben zum Thema Nachhaltigkeit vorzubereiten?“ Diese Frage hat Per
Protoschil beruflich wie privat stark beschäftigt. So ist das Thema in den Mittelpunkt
einer wissenschaftlichen Seminararbeit gerückt, die er im Rahmen seines Studiums zum
Betriebswirt betriebliche Altersversorgung (FH) beim CAMPUS INSTITUT verfasst hat. Sie
ist nun für eine größere Öffentlichkeit zugänglich. Per Protoschill ist Leiter
Vertriebsunterstützung betriebliche Altersversorgung bei der Stuttgarter VorsorgeManagement GmbH. Die Stuttgarter gehört mit dem Produkt GrüneRente seit 2013 zu
den Pionieren der nachhaltigen Altersvorsorge.
Von der Theorie zur praktischen Unterstützung für die Beratung
Bei der Umsetzung früherer Gesetzesvorgaben, wie zum Beispiel der Insurance
Distribution Directive (IDD), sahen sich Berater und Vermittler mit damals neuen
Vorgaben konfrontiert. Deren Umsetzung im Detail war zum Zeitpunkt des Inkrafttretens
noch nicht vollständig ausformuliert. Dies war für Per Protoschill Motivation für die Arbeit:
„Es war mir wichtig, aus den stark technischen Formulierungen eine praktische
Umsetzung für die Beratung zu skizzieren. Neben der Analyse der TransparenzVerordnung war dazu auch eine Einordnung anderer, flankierender Regelungen wie
beispielsweise die Taxonomie-Verordnung in den Gesamtkontext erforderlich“. „Die gute
Abstimmung mit dem betreuenden Gutachter und die Leitung des Studiengangs haben
mich sehr bei meinen Überlegungen unterstützt. Dies war die Voraussetzung dafür, eine
Skizze für die mögliche Umsetzung in der Beratung zu entwickeln“, führt Per Protoschill
weiter aus.
Transparenz-Verordnung gibt ab März 2012 neue Regeln für die Beratung vor
Ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von Finanzprodukten und der Beratung dazu
ist die Transparenz-Verordnung 2019/2088 der Europäischen Union. Dass diese
Verordnung bereits seit 2019 in Kraft getreten ist, ist weiten Teilen der Öffentlichkeit
bisher unbekannt.
Fakt ist: Sowohl Produktanbieter als auch Finanzberater sind verpflichtet, die Verordnung
spätestens ab 10. März 2021 anzuwenden. Wenn bereits heute klar ist, dass in wenigen
Monaten die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in den Produkten und in der
Kundenberatung transparent gemacht werden muss, können sich Beratende nicht früh
genug darauf vorbereiten.
Ein Blick in den maßgeblichen Gesetzestext hinterlässt zum heutigen Zeitpunkt noch viele
Fragen nach dem konkreten „Wie“. Detaillierungen zur Umsetzung in Form von
technischen Regulierungsstandards sind erst zum Jahresende angekündigt. Damit ist die Zeit für die Umsetzung knapp bemessen. Hier unterstützt der neue Leitfaden. Per
Protoschill erklärt: „Die skizzierten Fragestellungen und Herangehensweisen unterstützen
Vermittler und Berater dabei, die Anforderungen schnell und gut vorbereitet in die Praxis
umzusetzen.“
Welche Fragen werden konkret beantwortet?
Wichtige Fragen, denen der Autor in seiner Arbeit nachgeht, sind zum Beispiel: Lohnt es,
sich mit dem Thema zu beschäftigen? Was müssen Vermittler zukünftig in ihrer Beratung
berücksichtigen? Was ändert sich dadurch im Beratungsprozess und in der
Produktauswahl? In Form von Checklisten unterstützt der Leitfaden Vermittler, die sich
auf die Bewertung und die Beratung zu nachhaltigen Vorsorgeprodukten vorbereiten
wollen.
Warum sich die Beschäftigung mit dem Thema für Vermittler lohnt
Vermittler kommen am Thema Nachhaltigkeit nicht vorbei, denn Sie werden sich an die
gesetzlichen Vorgaben halten müssen. Ein weiteres Argument, sich mit dem Thema
frühzeitig zu befassen, ist: Der Markt für nachhaltige Kapitalanlagen entwickelt sich seit
Jahren positiv. Untersuchungen zeigen, dass über alle Alters- und Einkommensgruppen
hinweg ein hohes Interesse an nachhaltigen Produkten vorhanden ist. Das gilt für
Lebensmittel und Bekleidung, und zunehmend auch für Finanzanlagen und
Altersvorsorgeprodukte. Nicht zuletzt haben insbesondere institutionelle Anleger, wie
zum Beispiel die Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung, schon lange die
Förderung nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns besonders im Blick.
Über Per Protoschill
Per Protoschill ist Prokurist der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und dort seit
2014 als Leiter der Vertriebsunterstützung bAV tätig. Nach seiner Ausbildung zum
Versicherungskaufmann (IHK) schloss er berufsbegleitend den Studiengang zum
Betriebswirt (VWA) und Bachelor of Arts (BA) ab. Mit seiner umfangreichen und
langjährigen Erfahrung im Innen- und Außendienst war er vorher in verschiedenen
Funktionen für die Bereiche der betrieblichen Altersversorgung, den Maklervertrieb sowie
die Qualifizierung von Maklern und Maklerbetreuern bei der Allianz verantwortlich. Für die
Duale Hochschule Baden-Württemberg lehrt er zusätzlich im Studiengang für BWL
Versicherungen das Management von Maklerbetrieben.
Über das Buch
„Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien von Lebensversicherungsprodukten.
Beratungsleitfaden für Vermittler“ von Per Protoschill
ISBN: 978-3-96329-333-7
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2020
1. Auflage, ca. 65 Seiten, Softcover
Preis: 17,90 EUR
Mehr erfahren: https://www.vvw.de/details.html?id=f6e9162d-432e-48f1-86f0-
732f6f9b85e3
Über den Studiengang Betriebswirt/-in für betriebliche Altersversorgung (FH)
Detaillierte Informationen zum Studium Betriebswirt/-in für betriebliche Altersversorgung
(FH) an der Hochschule Koblenz können unter www.betriebswirt-bav-fh.de angefordert
werden. Nächster Studienstart ist im Sommersemester 2021.

Weitere Informationen unter:
https://www.vvw.de/details.html?id=f6e9162d-432e-48f1-86f0-732f6f9b85e3

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