Flutkatastrophen, Finanzkrise, Fukushima: Wissenschaftler aus 30 Ländern diskutieren über Krisenkommunikation

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Vom 3. bis zum 5. Oktober findet auf Einladung der Technischen Universität Ilmenau die dritte internationale Konferenz zum Thema Krisenkommunikation statt. Über 100 weltweit führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien tauschen sich in Erfurt unter dem Titel “Crossing Boundaries in Crisis Communication” – zu Deutsch: Grenzen überschreiten in der Krisenkommunikation – über aktuelle Erkenntnisse und künftige Herausforderungen aus.
Die fortwährende Eurokrise, der Bürgerkrieg in Syrien oder das Jahrhunderthochwasser in Deutschland zeigen, dass Krisen und die Kommunikation darüber weder vor nationalen noch vor kulturellen Grenzen halt machen. Der richtige Umgang mit Krisensituationen und ihren grenzüberschreitenden Auswirkungen überfordert jedoch häufig die verantwortlichen Akteure in Politik, Behörden, Verbänden und Unternehmen. Ab dem 3. Oktober werden deshalb mehr als 100 führende Krisenkommunikationsforscher und Praktiker aus 30 Ländern ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren und miteinander darüber diskutieren. Die internationale Konferenz im ComCenter Brühl in Erfurt wird von der Technischen Universität Ilmenau organisiert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Ob BP-Vorstandsvorsitzender Tony Hayward bei der Ölbohrkatastrophe im Golf von Mexiko oder Tepco-Chef Masataka Shimizu während der Fukushimakatastrophe – die Führungsqualitäten leitender Manager sind häufig der Schwachpunkt internationaler Krisenkommunikation. Die Hauptrednerin der Tagung Christine Pearson von der Thunderbird School of Global Management im US-amerikanischen Glendale wird daher in ihrem Vortrag “Leadership in Global Crises” über Führung in weltumspannenden Krisen sprechen. Neben der Keynote der international viel beachteten Wissenschaftlerin geben 70 weitere Vorträge Einblicke in die Krisenkommunikation in verschiedenen Szenarien und Ländern: die Fukushimakatastrophe, der Amoklauf in Newtown, die Krisenkommunikation von US-Präsident Obama, die Krise in Ägypten, Guttenbergs Plagiatsaffäre und “Stuttgart 21”. Tagungsleiter Dr. Andreas Schwarz von der TU Ilmenau erwartet nicht nur einen aktuellen Überblick über den Stand der internationalen Forschung zur Krisenkommunikation, er möchte auch Wissenschaft und Praxis miteinander ins Gespräch bringen: “Ein erklärtes Ziel der Konferenz ist es, das Krisenmanagement von verantwortlichen Akteuren kritisch unter die Lupe zu nehmen und daraus Lehren für die Zukunft ziehen – auch im Interesse von den Opfern künftiger Krisen.”
Die internationale Konferenz wird von der Technischen Universität Ilmenau in Kooperation mit der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation ausgerichtet. Weitere Unterstützer sind die Kommunikationsagentur Kaltwasser, der Dienstleister für Beratung und Marketing Convis GmbH und die Arbeitsgruppe Krisenkommunikation des größten europäischen Verbandes für Kommunikationswissenschaft ECREA (European Communication Research and Education Association).
Medienvertreter sind zu den folgenden Presseterminen herzlich eingeladen:
Get-together vor der Konferenz:
02.10.2013, 19.00 Uhr
Palais Wachsberg, Futterstraße 13, Erfurt
und/oder
Konferenzeröffnung & Keynote:
03.10.2013, 08.15 Uhr
ComCenter Brühl, Mainzerhofstraße 10, Erfurt
Überdies besteht am 3. Oktober ab 10.00 Uhr die Möglichkeit, Interviews mit dem Tagungsleiter Dr. Andreas Schwarz (Technische Universität Ilmenau) und der Hauptrednerin Dr. Christine Pearson (Thunderbird School of Global Management, Glendale, USA) zu führen. Daneben können mit den Teilnehmern auch individuelle Vereinbarungen getroffen werden.
Informationen unter www.tu-ilmenau.de/crisis3, auf Facebook unter http://www.facebook.com/crisis3erfurt und auf Twitter unter https://twitter.com/IRGoCC.

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