Führende E-Learning-Wissenschaftler aus aller Welt virtuell am HPI vereint

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Vom 22. bis 24. Juni ist das Hasso-Plattner-Institut (HPI) Gastgeber von zwei weltweit renommierten Konferenzen zum Online-Lernen. Sowohl Europas bedeutendstes Gipfeltreffen auf dem Gebiet der Massive Open Online Courses, der “European MOOC Summit” (EMOOCs), als auch die “Learning at Scale” (L@S), die internationale Konferenz zu skalierbarem E-Learning, finden leider nur virtuell im Internet statt. Wegen der Coronapandemie konnte es nicht zu den ursprünglich geplanten Präsenzveranstaltungen in Potsdam kommen. Insgesamt haben sich bislang rund 120 Forschende und andere Bildungs-Expertinnen und -Experten aus aller Welt für die Vorträge und Workshops rund um Strategien für multimediales offenes Lernen angemeldet.

Die vom Potsdamer HPI aus ins Internet gestreamte Doppelkonferenz (https://emoocs.hpi.de/), für die sich Interessierte noch anmelden können, widmet sich aus Anlass der Coronavirus-Pandemie besonders den Erfahrungen, die Bildungsanbieter weltweit bei der Umstellung von herkömmlicher Präsenzlehre auf hybride oder reine Online-Formate gemacht haben. Unter anderem werden auch führende Repräsentanten der internationalen Lernplattformen Coursera, edX und FutureLearn berichten und online Fragen beantworten.

“Die erzwungene Veränderung hat sehr schnell und anschaulich gezeigt, was in der Online-Bildung bereits funktioniert und was noch zu tun bleibt”, sagt Gastgeber und HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Jetzt gehe es darum, die Zukunft des digitalen Lernens zu gestalten und Maßstäbe für dessen “neue Normalität” zu setzen.

Lebensbegleitendes Lernen als Trend

“In den vergangenen Jahren ist lebensbegleitendes Lernen zu einem wichtigen Trend geworden und hat stark zugenommen. Die Vermittlung von aktuellem Expertenwissen wird ökonomisch betrachtet immer mehr zu einem interessanten Markt”, beschreibt der Potsdamer Informatikwissenschaftler und E-Learning-Experte das Umfeld. Die zur Doppelkonferenz versammelten Bildungsforscher, Lehrenden, Plattformanbieter, Politiker und Unternehmer aus aller Welt werden zu Beginn unter anderem Hauptvorträge von Repräsentanten der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation hören.

Ein weiteres Highlight dürfte auch die Keynote des Physikers und Komplexitätsforschers Geoffrey West sein. Er ist Autor des 2017 erschienenen Werks “Scale: Die universalen Gesetze des Lebens von Organismen, Städten und Unternehmen”.

Auf der Konferenz Learning at Scale 2021 beschäftigen sich die Fachleute mit Forschungsergebnissen und Innovationen im Bereich des Lernens für viele tausende Interessierte – sowohl in formellen als auch in informellen Bildungsumgebungen. Unter anderem geht es um neue technische Systeme für das skalierte Lernen in der Hochschulbildung und in der Erwachsenenbildung. Learning at Scale wird zum achten Mal von der Association of Computing Machinery (ACM) organisiert.

Teilnehmende an der Konferenz EMOOCs 2021 werden den Stand bei der Verbreitung offener Onlinekurse für prinzipiell alle Interessierten in Europa erörtern. Themen sind vorbildliche Lösungen bei der Produktion, Qualitätssicherung und Zertifizierung solcher Massive Open Online Courses, aber auch die Modernisierung der Hochschullehre, Arbeitsmarkt-Aspekte, Vermarktungsfragen und Chancen im Gesundheitsbereich. Die EMOOCs-Konferenz findet bereits zum siebten Mal statt.

Europas Pionier openHPI steht kurz vor einmillionster Einschreibung

“Durch unsere seit 2012 geschaffene Internet-Lernplattform openHPI (https://open.hpi.de) sind wir HPI-Wissenschaftler Pioniere in der europäischen MOOC-Landschaft und freuen uns deshalb besonders, dass wir diese beiden Fachkonferenzen von höchster Qualität ausrichten helfen dürfen”, freut sich Institutsdirektor Meinel.

Neben openHPI, das kurz vor der einmillionsten Einschreibung steht, entwickelte und betreibt das HPI unter anderem auch openSAP (https://open.sap.com/) und OpenWHO (https://openwho.org/), die Plattformen des Software-Weltkonzerns SAP und der Weltgesundheitsorganisation WHO. HPI-Wissenschaftler stellen auf der Doppelkonferenz unter anderem “Transpipe” vor, eine Lösung für die automatisierte Transkription und Übersetzung von Lehrvideos. Außerdem präsentieren sie ihre Erfahrungen mit Lernen.cloud, einer Fortbildungsplattform, die Lehrkräfte fit macht für zeitgemäße digitale Unterrichtsangebote.

Hintergrund zur Bildungsplattform-Technologie des HPI

Seine eigenen interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Plattform https://open.hpi.de. Diese bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschulwissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch und Englisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI rund 959.000 Kurseinschreibungen registriert. 274.000 Personen aus 180 Ländern gehören derzeit auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen “Massive Open Online Courses”, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher fast 107.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 80 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen. Partnerplattformen, die mit derselben Lerntechnologie arbeiten, sind openSAP (https://open.sap.com/) und OpenWHO (https://openwho.org/). Zudem kommt die HPI-Plattform beim KI-Campus (https://ki-campus.org/) zum Einsatz. Dieses vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt soll in der Bevölkerung die Kompetenzen zum Thema Künstliche Intelligenz stärken.

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