Grundbildung durch Weiterbildung in Hamburg verbessern – Potenziale von Angestellten fördern

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HAMBURG. Die fehlende Grundbildung bei Millionen von Angestellten ist ein oft verkanntes Problem des Arbeitsmarktes. So kommt eine Studie der Universität Hamburg zu dem Ergebnis, dass in Deutschland rund 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, und somit circa 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, funktionale Analphabeten sind. Das bedeutet, sie sind zwar in der Lage, einzelne Sätze zu lesen und zu schreiben, jedoch verstehen sie keine zusammenhängenden Texte wie zum Beispiel Arbeitsanweisungen. Um die Grundbildung von Angestellten unter anderem im Bereich Deutsch zu verbessern, wurde das Verbundprojekt „Grund: Bildung und Wirtschaft“ von der Stiftung Berufliche Bildung (SBB) mit Sitz in Hamburg ins Leben gerufen. „Wir von der Stiftung Berufliche Bildung und unsere Kooperationspartner haben es uns zum Ziel gemacht, diesem schwerwiegenden Problem mit innerbetrieblichen Weiterbildungen und Kursen für Angestellte entgegen zu wirken“, erklärt Projektleiter Alfred Fröhlich. „Unser Credo lautet dabei ‚Chancen erkennen, Potenziale fördern‘.“ Weitere Informationen über Kurse und Weiterbildungen in Hamburg für eine verbesserte Grundbildung von Angestellten in den Bereichen Deutsch, Rechnen, Englisch und EDV unter www.stiftung-berufliche-bildung.de.

Gefördert wird das Hamburger Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Zu den Projektverbundpartnern gehört die Universität Hamburg sowie die gemeinnützigen Gesellschaften KoALA e.V. und passageGmbH. Das Projekt hat das Ziel, den „Lernort Betrieb“ zu stärken und bietet speziell auf die Berufstätigkeit zugeschnittene Kurse und Weiterbildungen für Angestellte in den Bereichen Deutsch, Rechnen, EDV und Englisch an. Fröhlich dazu: „Die Betriebe können profitieren, wenn durch bessere Bildung ihrer Angestellten Arbeitsprozesse fehlerfrei ablaufen. Die Angestellten gewinnen neben einer besseren beruflichen Eignung auch persönlich an Lebensqualität.“ Die enge Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung bei der Entwicklung von Unterrichtsplänen für eine Verbesserung in Bereichen wie zum Beispiel Deutsch und Englisch stellt sicher, dass zeitnah erste Erfolge sichtbar werden und Arbeitsabläufe verbessert werden. Denn wie bei jeder Weiterbildung gilt auch hier: Wenn im Betrieb und während der Arbeitszeit Weiterbildungen und Kurse stattfinden, entgehen den Betrieben dadurch Arbeitsstunden der Angestellten, die kompensiert werden müssen – die Investition in die Weiterbildung des Angestellten muss sich für den Betrieb rentieren. Weitere Informationen über Kurse und Weiterbildungen für eine verbesserte Grundbildung von Angestellten im Großraum Hamburg unter www.stiftung-berufliche-bildung.de.

Da Angestellte häufig dazu neigen, aus Scham und Sorge um den Arbeitsplatz eigene Defizite zu verstecken oder kleinzureden, liegt ein weiterer Schwerpunkt des Projektes darin, Arbeitgebern und Vorgesetzten Kompetenzen zu vermitteln, die es ihnen ermöglichen, Defizite bei ihren Angestellten zu erkennen und geschaffene Schutzwälle zu überwinden. Nur auf diese Weise ist gewährleistet, eine vertrauensvolle Basis für die Einleitung von Weiterbildungsmaßnahmen in defizitären Bereichen wie zum Beispiel Deutsch oder Englisch zu schaffen. Fröhlich von der SBB in Hamburg ist überzeugt: „Der Mangel an Grundbildung bei Angestellten kann nur mit einem ganzheitlichen Ansatz und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Angestellten gelöst werden.“ In der Verantwortung der Fachstelle „Grund: Bildung und Wirtschaft“ der SBB liegt es, die Aktivitäten aller Partner zu vernetzen und zudem das Thema Grundbildung an Unternehmen und Wirtschaftsverbände zu kommunizieren. Näheres zu Weiterbildungen und Kursen für Angestellte in den Bereichen der Grundbildung in Hamburg gibt es unter www.stiftung-berufliche-bildung.de.

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich jederzeit gerne an den Pressereferenten, Rafael Robert Pilsczek, unter 01703107972. Projektleiter Fröhlich steht Interessierten auch gerne für Vorträge und Gesprächsrunden zu den Projekten zur Verfügung.