HPI meldet Corona-Effekt bei Nutzung von Gratiskursen zur Digitalisierung

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Während der Corona-bedingten Phase häuslicher Isolierung und sozialer Distanzierung haben überdurchschnittlich viele Menschen ihre Digitalisierungs-Kenntnisse mit Onlinekursen erweitert. Das hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) auf seiner IT-Lernplattform openHPI (https://open.hpi.de/) beobachtet. Dort liegen von Anfang Januar bis Ende Mai die Zahlen der Teilnehmenden um 76 Prozent und die Kursanmeldungen um 50 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. 2019 hätten die entsprechenden Veränderungen zwischen null Prozent bei den Nutzern und plus 30 Prozent bei den Anmeldungen betragen, teilte Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel mit.

Das Potsdamer HPI bietet seine kostenlosen Onlinekurse (Massive Open Online Courses, MOOC) zu Digitalisierungs- und Innovations-Themen bereits seit 2012 für alle Interessierten an. Es ist damit Europas Pionier in Sachen flexiblen digitalen Lernens. Die E-Learning-Technologie des Instituts nutzen mittlerweile auch die Weltgesundheitsorganisation WHO (https://openwho.org/) , der Softwarekonzern SAP (https://open.sap.com/) und andere Unternehmen und Institutionen, um in kurzer Zeit sehr viele Menschen zu schulen.

Riesiges Nachfrage-Volumen im E-Learning-Sektor

“Den gewaltigen Ansturm registrieren wir in diesen Zeiten nicht nur auf unserer ureigenen Bildungsplattform openHPI, sondern zum Beispiel auch auf das zusammen mit dem Bundesbildungsministerium entwickelte Projekt der HPI Schul-Cloud (https://schul-cloud.org/) “, berichtet der Potsdamer Informatikwissenschaftler. Um den während der Coronavirus-Pandemie stark steigenden Weiterbildungsbedarf zu decken, räumte das HPI von Mitte April bis Ende Mai die Möglichkeit ein, im Rahmen einer Sonderaktion acht vorhandene Kurse aus dem Archiv zu nutzen, benotete Prüfungen abzulegen und mit einem Zeugnis abzuschließen.

“Diese attraktiven Themenangebote, die seit 2016 bereits von mindestens 5.000 und bis zu 15.000 Personen genutzt worden waren, kamen in den vergangenen Wochen erneut sehr gut an”, berichtet der Institutsdirektor.

Gratiskurs zum Homepage-Design hat meiste Neu-Einschreibungen

Spitzenreiter in der aktuellen Gunst der Interessierten war der Gratiskurs “Wie designe ich meine eigene Homepage?” (https://open.hpi.de/courses/homepage2016/) mit rund 1.200 neuen Einschreibungen. Knapp dahinter rangierten die Themen ” Data Engineering und Data Science – Klarheit in den Schlagwort-Dschungel (https://open.hpi.de/courses/data-engineering2020) “, ” IPv6 in modernen Netzwerken (https://open.hpi.de/courses/ipv6-2018) “, ” Einführung in die Mathematik der Algorithmik (https://open.hpi.de/courses/mat-ws2018) ” und ” Blockchain: Hype oder Innovation? (https://open.hpi.de/courses/blockchain2018) “.

Diese Archiv-Kurse stehen nach Angaben des HPI auch nach der Sonderaktion kostenlos für Selbststudium bereit, dann aber nicht mehr mit der Möglichkeit, Prüfungen zu absolvieren und ein Zeugnis zu erhalten.

Auch neuer Sicherheitskurs zum “Tatort Internet” ist sehr begehrt

Noch bis zum 1. Juli läuft der aktuelle openHPI-Onlinekurs ” Tatort Internet – Angriffsvektoren und Schutzmaßnahmen (https://open.hpi.de/courses/intsec2020/) “. Seit dem Start am 15. Mai nehmen mehr als 7.700 Personen daran teil. Ab 3. Juni kann man auf openHPI lernen, wie verteilte Projektteams ihre Arbeit an zahlreichen gemeinsamen Dateien unter Kontrolle bekommen können. Der praxisnahe, vierwöchige Kurs, den sechs HPI-Studierende leiten, trägt den Titel “Let”s Git – Versionsverwaltung und OpenSource”. Anmelden kann man sich unter https://open.hpi.de/courses/git2020 . 5.500 Interessierte haben das bereits getan.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Plattform https://open.hpi.de . Sie bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI rund 777.000 Kurseinschreibungen registriert. Etwa 235.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen “Massive Open Online Courses”, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als 79.200 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2020 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 70 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

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und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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