IHK Magdeburg: Unterstützungspaket hilft, die Ukraine zu stabilisieren

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Die Europäische Union hatte nach Ihrem Sondergipfel umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine in Aussicht gestellt. Hierzu zählen unter anderem Kredite und Hilfspakte in einem Gesamtwert von 3 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt. Weitere Kredite und Zuschüsse sind möglich, aber vor allem an politisch stabile Verhältnisse und Reformen gebunden. Zusätzlich sollen die Tätigkeiten der Geber in Form einer Plattform koordiniert werden, in Kiew und in Brüssel. Darüber hinaus sollen der Ukraine auch außerhalb eines Assoziierungs­abkommens Zollsenkungen und Zollkontingente für Einfuhren in den europäischen Binnenmarkt angeboten werden.
Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, Wolfgang März: „Ich begrüße sämtliche Bemühungen, die Ukraine politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren, jedoch dürfen diese nicht zu Einschränkungen gegenüber Russland führen. Von Januar bis September 2013 haben Unternehmen aus Sachsen-Anhalt Waren im Wert von 96 Millionen Euro in die Ukraine geliefert, nach Russland im Wert von etwa 334 Millionen Euro. Wir haben wirtschaftliche und freundschaftliche Beziehungen zu Partnern sowohl in der Ukraine, als auch in Russland. Wir brauchen Stabilität in ganz Osteuropa statt Zollbeschränkungen und Sanktionen.“

Die IHK Magdeburg ist eine von 80 Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland. Neben der Hauptgeschäftsstelle der IHK Magdeburg in Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg bestehen IHK-Geschäftsstellen in Salzwedel und Wernigerode sowie ein Büro in Quedlinburg.
Die IHK Magdeburg ist neben der IHK Halle-Dessau eine von zwei im Bundesland Sachsen-Anhalt. Dachorganisation der Industrie- und Handelskammern ist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der sie auf Bundesebene vertritt.