Lebenslanges Lernen – Mitarbeiter fördern und fordern

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Die technischen Innovationszyklen werden kürzer und folgen schneller aufeinander. Die Weiterentwicklung von Arbeitsgeräten schreitet rasant voran. Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter der Arbeitskräfte. Das bedeutet eine längere Lebensarbeitsdauer, aber auch eine größere Informationsflut, die zu erfassen und zu bewältigen ist. Der Druck, “up to date” zu sein, steigt bei Arbeitnehmern und Unternehmen gleichermaßen. Fachliche Qualifikationen müssen ständig weiterentwickelt und aufgefrischt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit einer Seminarbelegung zur Gewissenserleichterung ist es aber nicht getan. Die Experten von TÜV SÜD geben Tipps, was bei der Wahl einer Weiterbildung zu beachten ist, damit sich der gewünschte Erfolg einstellt.
Qualität vor Quantität
Die Teilnahme an einer Weiterbildung vertieft die Fähigkeiten und Kenntnisse einer Arbeitskraft und erweitert dementsprechend ihre Qualifikationen. Wie groß der Nutzen eines Seminarbesuches für den Teilnehmer ist, hängt jedoch in erster Linie von der Qualität der Fortbildung ab. Arbeitskräfte müssen sich daher bewusst sein, dass eine Weiterbildung keineswegs eine Abwechslung zum Arbeitsalltag darstellt, die ausschließlich körperliche Anwesenheit verlangt und dem Geist einen Kurzurlaub beschert. Die Entscheidung für ein Fortbildungsangebot sollte aus eigener Überzeugung und Interesse am beruflichen Weiterkommen getroffen werden. Wer hofft, sich durch verschiedene Seminare ein paar ruhige Tage schaffen zu können, folgt dem falschen Ansatz. Bei Fortbildungen sollte stets Qualität vor Quantität gelten – sprich, lieber ein Seminar weniger besuchen, daraus aber den größtmöglichen Nutzen ziehen. Auch bei der Wahl des Seminar-Anbieters sollte die Qualität im Vordergrund stehen. Hier ist das Hauptaugenmerk auf die Seriosität und Kompetenz des Dienstleisters zu legen, denn die Ausbildung sollte zielgerichtet und fachlich fundiert sein. Die Kosten, die ein hochwertiges Seminar mit sich bringt, müssen den Arbeitnehmer nicht abschrecken oder gar von seinem Vorhaben abbringen. An dieser Stelle hilft oft ein Gespräch mit dem Vorgesetzten. Viele Unternehmen sind gerne bereit für die Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter einen Anteil oder sogar die gesamten Kosten der Fortbildung zu übernehmen.
Sinnvoll entscheiden und selektieren
Ist die Entscheidung für die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme gefallen, sollte in jedem Fall ausreichend Zeit eingeplant werden, um zwischen verschiedenen Angeboten sinnvoll auszuwählen. Ein wichtiger Aspekt, der gleich zu Beginn der Recherche berücksichtigt werden muss, ist die zur Verfügung stehende Zeit. Der Arbeitnehmer muss mit seinem Vorgesetzten klären, ob eine Fortbildung während der Arbeitszeit absolviert werden kann oder ob dies nur in der Freizeit möglich ist. Des Weiteren sollte das Seminar nicht mit anderen Terminen kollidieren, sodass der Teilnehmer gestresst oder gehetzt zu den Kursen eilt oder etwa Teile davon verpasst. Um optimal von der Wissensvermittlung zu profitieren, ist genügend Zeit und vor allem Ruhe einzuplanen. Damit eine fundierte Entscheidung für eine Weiterbildung getroffen werden kann, bietet sich die Analyse des eigenen Standpunktes an. Dafür sollte sich der Arbeitnehmer bewusst machen, welche Qualifikationen er bereits hat, wo noch Defizite bestehen oder welche Kenntnisse und Fähigkeiten er vertiefen möchte. Relevant für die Seminarwahl ist zudem die eigene Position im Unternehmen. Wer sich klar macht, wo er steht und wohin er möchte, kann zwischen den Fortbildungsangeboten zielgerichteter auswählen und nachhaltig von ihnen profitieren. Weiterbildungsanbieter, wie die TÜV SÜD Akademie, können hier mit fundierter Beratung und Analysegesprächen unterstützen.
Vor- und Nachbereitung sind die halbe Miete
Um größtmöglichen Nutzen aus einer Weiterbildung zu ziehen, ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema im Vorfeld dringend zu empfehlen. Wer sich entsprechend auf die Kursinhalte vorbereitet, weiß, welche Ansprüche er an das Seminar und die Wissensvermittlung hat. Fragen sollten im Vorfeld überlegt und gezielt gestellt werden. Dadurch können die Teilnehmer das neue Wissen individuell auf ihr Unternehmen übertragen und zukünftig im Arbeitsalltag umsetzen. Für eine gute Seminarvorbe-reitung ist zudem die Formulierung von Zielen unerlässlich. Da die Teilnahme an einer Weiterbildung der beruflichen Entwicklung dienen soll, braucht es klare Ansprüche und Zielvorgaben. Auch wenn diese durch die Kursinhalte erfüllt werden, bedarf es einer Nachbereitung des Erlernten. Dafür können Kollegen jederzeit mit einbezogen werden. So kommt neu erlerntes Wissen nicht nur den Teilnehmern der Fortbildung, sondern auch anderen Mitarbeitern des Unternehmens zugute. Um von dem Erreichten nicht nur für den Moment, sondern langfristig zu profitieren, sollte in regelmäßigen Abständen eine Selbstkontrolle stattfinden. Dafür können die vor dem Seminar formulierten Ziele überprüft werden. Der Teilnehmer behält dadurch den Überblick und weiß, an welchen Punkten er noch arbeiten muss.
Work-Life-Balance berücksichtigen
Unternehmen sind auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Attraktive Weiterbildungsangebote, die eng mit dem Fördern und Fordern der Mitarbeiter verknüpft sind, stellen für viele Firmen eine Möglichkeit dar, den Folgen des Fachkräftemangels entgegenzuwirken. Denn heutzutage sind für viele Berufsanfänger weiche Faktoren wie die intellektuelle Herausforderung, das Arbeitsklima und die Wertschätzung von größerer Bedeutung als harte Faktoren wie die Bezahlung oder ein Firmenwagen. Im Arbeitgeberranking der WirtschaftsWoche aus dem Jahr 2011 nannten 60 Prozent der befragten jungen Berufstätigen eine ausgeglichene Work-Life-Balance als wichtigsten Faktor. Dies sollte auch bei der Entscheidung für eine Weiterbildung berücksichtigt werden. Neben diversen fachspezifischen Fortbildungen ermöglichen viele Unternehmen ihren Mitarbeitern auch die Teilnahme an Seminaren, die das persönliche Arbeitsmanagement betreffen. Arbeitnehmer stehen oft unter großem Druck, stets auf dem neuesten Stand zu sein und sich weiterqualifizieren zu müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dadurch bleiben das persönliche Wohlergehen und die Gesundheit nicht selten auf der Strecke. Seminare wie zum Thema Burn-out-Prävention können diesen Folgen entgegenwirken und Mitarbeiter für ihre körperliche und psychische Verfassung sensibilisieren. Auch dem Unternehmen kommt dies zugute, da sich die Zufriedenheit und Gesundheit eines Mitarbeiters positiv auf seine Leistungsbereitschaft und sein -potenzial auswirkt.
Investition in die Zukunft
Ständig wachsende Anforderungen stellen hohe Ansprüche an die Mitarbeiter eines Unternehmens. Von ihnen werden neben aktuellem Wissen Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung und Flexibilität erwartet. Diese Faktoren können, wenn sie überbeansprucht werden, oft die Gesundheit eines Einzelnen beeinträchtigen, sei es physisch oder psychisch. Viele Unternehmen investieren deshalb in ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) oder in ein Betriebliches Bildungsmanagement. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer entsteht dadurch eine für beide Seiten nutzbringende Situation. Was für den einen ein positives Image als Arbeitgeber mit sich bringt, bedeutet für den anderen eine verbesserte Lebens- und Arbeitsqualität.
Weitere Informationen rund um Weiterbildung gibt es unter www.tuev-sued.de/akademie, zum Deutschen Bildungspreis unter www.deutscher-bildungspreis.de. Infos zum Thema Gesundheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/bgm.

TÜV SÜD ist ein international führender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und ZERTIFIZIERUNG. Mehr als 17.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden.