Mit 14 Jahren jüngster Student Deutschlands: Informatik-Crack geht ans Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (FOTO)

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Ein 14-jähriger Abiturient wird am 1. Oktober sein
Informatikstudium in IT-Systems Engineering am
Hasso-Plattner-Institut (HPI) aufnehmen: Conrad Lempert, geboren
Anfang Oktober 2000 und diesjähriger Absolvent des Potsdamer
Helmholtz-Gymnasiums, hat soeben erfahren, dass seine Bewerbung vom
HPI angenommen wird. Dem 14-Jährigen ist das von SAP-Gründer Prof.
Hasso Plattner gestiftete und finanzierte Institut an der Universität
Potsdam wohl vertraut. Er hat in den vergangenen zwei Jahren bereits
erfolgreich am HPI-Schülerkollegprogramm teilgenommen. 2014 gewann er
zudem den ersten Preis im brandenburgischen Landeswettbewerb
Informatik, in diesem Jahr den zweiten Preis.

“Ich habe mich fürs Hasso-Plattner-Institut entschieden, weil es
einen sehr guten Ruf hat, die Betreuung gut sein soll und die Lage in
Potsdam besonders günstig für mich ist”, sagt Lempert, dessen Vater
Informatiker und freiberuflich tätig ist. Auch der Sohn kann sich
jetzt schon vorstellen, “später einmal zusammen mit anderen ein
Start-up zu gründen oder international tätig zu sein”. In seiner
Freizeit schwingt der sportliche junge Potsdamer gerne das
Badminton-Racket. Er ist auch musikalisch, spielt Klavier und singt
im Chor.

Conrads Eltern betonen, dass ihr Sohn von der Einschulung mit fünf
Jahren über das Überspringen von zwei Klassen in der
Schiller-Grundschule und einer Klasse beim Wechsel vom Humboldt- auf
das Helmholtz-Gymnasium bis hin zum Abitur mit 14 Jahren alles “aus
eigener Kraft prima selbst bewältigt hat”. Auf diesem Weg habe es
immer wieder Lehrer gegeben, die den Sohn “verständnisvoll
unterstützten”.

Conrads Informatiklehrerin in der Sekundarstufe II, Silvia Handke,
ist voll des Lobes über den sehr jungen Abiturienten: “Besonders
auffällig ist seine schnelle Auffassungsgabe”. Conrad habe mit neuen
Fachinhalten den Unterricht bereichern können. Mit “erkennbarem
Hunger nach mehr” habe er seinen Kurs in neue Problemstellungen
eingeführt und “unbedarft professionell geholfen”, wenn es zu Fehlern
kam, sagt Handke.

Die Pädagogin des Hermann-von-Helmholtz-Gymnasiums ist selbst eine
Preisträgerin: 2012 erhielt sie von der Potsdamer Landesregierung den
“Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrer-Preis” für herausragendes
Engagement. Handke ist seit dem Start des HPI-Schülerkollegs als
betreuende Lehrerin dabei.

Conrad sprach schon mit dem Bundespräsidenten

Sein Abschlussprojekt in Informatik am Potsdamer
Helmholtz-Gymnasium sei “ein von den Schülern in allen
Jahrgangsstufen begeistert aufgenommenes Spiel” gewesen, berichtet
die Pädagogin. Bei der Entwicklung an Conrads Seite: Dennis Kipping
(18), der als Sieger des brandenburgischen Landeswettbewerbs
Informatik 2015 sich ebenfalls am HPI bewarb und wie Conrad auch
einen Studienplatz zugesagt bekam. Conrad und Dennis hatten bereits
im Dezember 2013 als Teil einer Delegation des HPI-Schülerkollegs dem
Bundespräsidenten Joachim Gauck bei der Zukunftspreis-Verleihung in
Berlin die Hand schütteln und mit ihm diskutieren dürfen.

“Wir freuen uns, ab Oktober solch ein Ausnahme-Talent wie Conrad
und viele weitere begabte Nachwuchsinformatiker in unseren Reihen zu
haben”, sagt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Mit seiner
Abi-Durchschnittsnote von 1,2 war der junge Potsdamer unter die 80
besten Bewerber gekommen, denen für das Wintersemester ein
Bachelorstudienplatz im Fach IT-Systems Engineering zugesagt wurde.
Der endgültige Bescheid der Universität Potsdam wird in einigen
Wochen erwartet. Mehr als dreimal so viele Kandidaten, wie am HPI
Plätze vergeben werden können, hatten sich angemeldet.

Johannes Wolf, Fachschaftsrats-Vorsitzender der HPI-Studierenden
und Mitglied im Präsidium des Potsdamer Studierendenparlaments,
sichert dem künftigen Kommilitonen besondere persönliche
Unterstützung zu. “Anders als an einer Massen-Uni wird Conrad
zusammen mit den weiteren ”Ersties” eine dreitägige Einführungsphase
ins Studium genießen können – mit fast 40 ”Paten” aus der
Studentenschaft, die sich persönlich um alle neuen Kommilitonen
kümmern”, sagt Wolf. Wie im vergangenen Jahr würden wieder
Infomaterial und ein Willkommensgeschenk verteilt, es gebe eine
spielerische Einlage zum Teambuilding, eine Filmvorführung im
Hörsaalkino, ein Grillen und eine Stadtrallye. Zudem würden auf einer
Podiumsdiskussion ältere Studenten und Alumni den Erstsemestern von
ihren Erfahrungen berichten. “Selbstverständlich achten wir darauf,
dass Conrad schnell Anschluss an die älteren Kommilitonen bekommt”,
verspricht Wolf.

Conrad Lempert und seine Eltern haben übrigens festgelegt, dass es
keine weiteren Medienaktivitäten geben soll. Von entsprechenden
Anfragen möge deshalb abgesehen werden, bitten sie.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI)
in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für
IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in
Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang
“IT-Systems Engineering” an – ein besonders praxisnahes und
ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480
Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas
erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder
d.school, bietet pro Jahr 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.
Insgesamt elf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren,
Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt
exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten,
aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren
Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt
der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen
großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das
Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle
Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf
Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012
ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.

Pressekontakt:
HPI-Pressestelle: presse@hpi.de; Pressesprecher: Hans-Joachim
Allgaier, M.A., Tel. +49 (331) 5509119