Neuartige „BerufsHochschule“ führt zu zwei Abschlüssen: Beruf und Bachelor – Management-Hochschule, IHK , Handwerkskammer und Berufsschulen kooperieren

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MANNHEIM. Ein völlig neuartiges Konzept der Verzahnung von beruflicher und akademischer Bildung soll den Unternehmen in der Region Fachkräfte sichern. Das Modell nennt sich “BerufsHochschule” und ermöglicht jungen Menschen, in vier Jahren zwei Abschlüsse zu erreichen: einen Ausbildungsberuf sowie einen Bachelor-Abschluss. Beteiligt sind IHK Rhein-Neckar, Handwerkskammer Rhein-Neckar-Odenwald, die Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) sowie drei Berufsschulen in der Region.

Oft fällt es jungen Menschen schwer, gleich nach dem Erreichen ihres Schulabschlusses eine Entscheidung für ein Studium oder eine duale Ausbildung zu treffen. Hinzu kommt, dass begabte junge Menschen häufig erst eine Ausbildung absolvieren und anschließend ein Studium dranhängen. Hier greift das Modell der BerufsHochschule, denn den Studien- oder Ausbildungsinteressierten wird diese Entscheidung nun abgenommen, man kann beide Optionen zeitgleich nutzen.

Das Modell, das im letzten Herbst erfolgreich startete, betrifft die Ausbildungsberufe Kaufmann/-frau für Büromanagement, Industriekauffrau/-mann sowie Kaufmann/-frau im Groß-/Außenhandel. Diese Berufsbilder werden mit dem Studiengang Management und Unternehmensführung der HdWM curricular verzahnt.

Drei Lernorte: Hochschule, Berufsschule, Unternehmen

Von Anfang an besteht eine enge Kooperation zwischen den drei Lernorten: Unternehmen, Berufsschulen und Hochschule. Die Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Perizat Daglioglu, sieht im ganzheitlichen Konzept der BerufsHochschule eine Bereicherung des Bildungssystems. Damit schaffe man Durchlässigkeit der verschiedenen Bildungsmodelle, die von Wirtschaft und Politik schon lange gefordert werden.

Vorteile für Unternehmen und Auszubildende

Die Unternehmen profitieren von dem neuen Modell, denn sie gewinnen verstärkt besonders motivierte Auszubildende mit Abitur oder Fachhochschulreife. Die Marke „Berufsausbildung“ wird aufgewertet, die Auszubildenden sind im Unternehmen in hohem Maße verfügbar und sie erhalten eine begehrte Doppelqualifikation. Die im ersten Jahr verlaufende gemeinsame Orientierungsphase schafft für Auszubildende und Studierende eine erfahrungsorientierte Entscheidung. Ohne Zeitverlust kann dann immer noch die Entscheidung für Ausbildung, Studium oder Beides getroffen werden. Das Risiko eines Abbruchs ist im berufsbegleitenden Studium deutlich geringer. Einen Abschluss hat man damit auf jeden Fall in der Tasche.

Weitere Informationen unter:
https://www.hdwm.de

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