Neues Konzept bringt Startups und Chemieindustrie im Rheinland zusammen

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chäftsmodelle? fand der 16. ChemCologne-Kooperationstag statt. Zahlreiche Besucher kamen an die Universität zu Köln. In einer Startup-Session berichteten die Jungunternehmen über ihre innovativen Geschäftsideen. Vertreter der Chemieindustrie zeigten ihre digitalen Ansätze im Unternehmen auf.
Einmal im Jahr organisiert ChemCologne den Kooperationstag an einer Hochschule in der Region. Erstmalig stand das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. ?Das neue Konzept ist voll aufgegangen. Die Vernetzung von jungen Startups aus der digitalen Szene mit den etablierten Chemieunternehmen hat sehr gut funktioniert. Das wollen wir auch zukünftig fördern?, betont ChemCologne-Geschäftsführer Daniel Wauben.
Marius Mülder, Geschäftsführer von Tagxter, übernahm den ersten Vortrag. Sein Startup, am Gateway der Universität zu Köln gegründet, erstellt digitale Chemiepark-Guides und er referierte über Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der Technik. ?Wir sind bereits mit einigen Betreibern von Chemiegeländen im Gespräch. Eine Veranstaltung wie den Kooperationstag haben wir bisher noch nicht besucht. Die Qualität der Referenten und der Gespräche in den Pausen war sehr hoch. Wir haben viele neue Kontakte knüpfen können?, freute sich Mülder. Neben Tagxter berichteten mit Athion, rise technologies, Enerthing und Pinpools weitere Startups über ihre innovativen Geschäftsmodelle.
Im zweiten Teil der Veranstaltung kamen die Vertreter der etablierten Chemieunternehmen aus dem Rheinland zu Wort. Dr. Karsten Malsch, Program Lead Digital bei Covestro, benannte drei Horizonte, entlang derer die Digitalisierung sein Unternehmen beeinflusst: Prozesse, Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten und innovative Geschäftsmodelle. Überall sind wir auch offen für Impulse von außen. Gerade Startups bieten hier oft interessante Lösungsansätze an?, lautete sein Fazit. Zuvor präsentierten Sprecher von Ineos Köln, Evonik Digital und Shell Rheinland Raffinerie, wie ihre Unternehmen mit den digitalen Einflüssen und Herausforderungen umgehen.

ChemCologne ist eine Initiative mit dem Ziel, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Chemie-Region weiter zu entwickeln und sie bei in- und ausländischen Investoren noch bekannter zu machen. ChemCologne wird gefördert und unterstützt von den Chemieunternehmen der Region, dem Arbeitgeberverband Chemie Rheinland, Städten und Kreisen der Region, der IHK zu Köln, der Bezirksregierung Köln, Hochschulen, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes NRW.INVEST sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Die ChemCologne-Region erstreckt sich von Krefeld bis Bonn und von Aachen bis Wuppertal. Sie zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Agglomeration sowohl von Chemie- und Industrieparks sowie bedeutender Industrieunternehmen als auch Bildungsinstituten wie Hochschulen und Akademien aus. Sie ist mit mehr als 20 Prozent des gesamten deutschen Chemieumsatzes die stärkste Chemieregion Europas.