PISA 2009: Die Teilnehmerländer haben gelernt

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Zum vierten Mal legt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Ergebnisse der PISA-Studie unter dem Titel “PISA 2009 – Was Schülerinnen und Schüler wissen und können” vor. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den Schülerleistungen in Lesekompetenz. Die Ergebnisse der Studie PISA 2009 zeigen deutlich, dass die Zuordnung in reiche Länder mit hohem Bildungsniveau und arme Länder mit niedrigem Bildungsniveau nicht mehr zutrifft. Viele große Volkswirtschaften müssen sich mit unzureichenden Bildungsergebnissen auseinandersetzen während niedrige Nationaleinkommen nicht mit einem niedrigen Bildungsniveau gleichgestellt werden können.

Der Schlüssel zum Bildungserfolg
Die PISA-Studie 2009 hat eine Reihe von Gemeinsamkeiten bei Bildungssystemen herausgefiltert, die sehr gut abschneiden oder rasche Verbesserungen erzielt haben. Dazu gehören der große Stellenwert von Bildung in politischen und sozialen Systemen, die hohe Anerkennung und Vergütung des Lehrerberufs, individualisierte Lernansätze und die Abkehr von unterschiedlichen Schultypen mit unterschiedlich hohen Anforderungen.

Teilnehmerländer haben gelernt
Im Vergleich zur Studie PISA 2006 haben sich eine Reihe von Ländern, darunter auch Deutschland, deutlich verbessert. Korea ist es in weniger als 10 Jahren gelungen, den Anteil der Schülerinnen und Schüler zu verdoppeln, die in Lesekompetenz hervorragende Leistungen erzielen. Polen hat durch eine grundlegende Reform des Schulsystems den Anteil der schlecht abschneidenden Schülerinnen und Schüler verringert und die Gesamtleistung erhöht. Deutschland konnte im Bereich soziale Disparitäten und Lernerträge Fortschritte erzielen.

Israel, Italien und Portugal haben sich dem OECD-Durchschnitt angenähert. Brasilien, Chile, Mexiko und die Türkei haben eine beeindruckende Verbesserung gegenüber einem zuvor sehr niedrigen Leistungsniveau erzielt.

PISA 2009 wendet sich an Bildungspolitiker, die aus den Sachständen anderer Länder Impulse erhalten wollen und an Wissenschaftler, die Daten für weitergehende Analysen benötigen. Die Studie ist jedoch auch für LeserInnen und Leser interessant, die einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des eigenen Landes gewinnen möchten.

PISA 2009 entstand – wie die Vorgängerstudien – aus einem Kooperationsprojekt zwischen den PISA-Teilnehmerländern, den im Rahmen des PISA-Konsortiums tätigen Experten und Institutionen sowie der OECD. Die 34 OECD-Mitgliedstaaten und 31 Partnerländer und -volkswirtschaften, die an der PISA-Studie teilnehmen, vereinigen fast 90 % der Weltwirtschaft auf sich.

PISA 2009 – Was Schülerinnen und Schüler wissen und können
Naturwissenschaftliche Kompetenzen für die Welt von morgen
Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), Hg.
W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2010
255 Seiten, EUR 39,00 ( D)
ISBN 978-3-7639-4736-2
Best.-Nr. 6004153

Weitere Themenbände zur PISA-Studie 2009

Zusätzlich zum Band “PISA 2009 – Was Schülerinnen und Schüler wissen und können” sind weitere Ergebnisse der PISA-Studie 2009 in vier Themenbänden in englischer Sprache aufbereitet, die im Buchhandel oder direkt beim
W. Bertelsmann Verlag erhältlich sind. Weitere Informationen unter wbv.de