Rund 2000 Hochschulprofessoren fordern Rückkehr zur Präsenzlehre an den Universitäten

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Gut 2.000 Professoren und Dozenten an deutschen Universitäten haben in einem offenen Brief die Rückkehr zur Präsenzlehre gefordert.

Im Inforadio vom rbb sagte am Montag einer der Initiatoren des Briefes und Professor für Germanistik an der Universität Bonn, Johannes Lehmann: “Die selbständige, kritische Aneignung von Inhalten setzt zwingend Präsenz voraus.”

Dieses Innovationspotenzial brauche geschützte Räume in der Universität, so Lehmann: “Das ist der zu schützende Kern einer jeden modernen Gesellschaft.”

Es sei ihm ein Rätsel, warum es an den Schulen und Kitas beispielsweise wieder losgehe, an den Unis aber nicht: “Ich sehe mit großer Sorge, dass auch von den Universitätsangehörigen selber und den Wissenschaftlern die eigene Systemrelevanz nicht genug unterstrichen wird. Es kann ja nicht sein, dass ich morgens in Schwimmbad gehe und mittags in Restaurant (…), dass aber die Universitäten mitten in der Stadt geschlossen bleiben. (…) Deswegen plädieren wir dafür, schrittweise und vorsichtig Einzelelemente der Präsenzlehre wieder möglich zu machen.”

Lehmann betonte außerdem: “Die soziale Schere geht nicht nur an den Schulen auseinander, sondern auch an der Universität. Wir verlieren eine ganz bestimmte Gruppe von Studierenden, die den Raum der Universitäten unbedingt brauchen.” Denn die Universität sei ein Ort der Gleichheit. Diese Gleichheitsräume brächen weg, wenn alle in ihre privaten Herkünfte geschickt und dort alleingelassen würden.

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