Schüleraustausch Costa Rica: 8 Punkte, wie Alicia gestartet ist und ihre Erfahrungen mit Familie, Schule und Sprache

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Alicia aus Niedersachsen verbringt ihr Auslandsjahr mit einem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Costa Rica. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in Lateinamerika kann man im Schüleraustausch Blog lesen
1 Schüleraustausch Costa Rica: mein Vorbereitungsseminar in Deutschland. ZweiMonate vor meinem Flug war ich zum Seminar für ein Wochenende in Münster, dem Sitz meiner Organisation, auf dem vor allem über die Vorbereitung in Deutschland gesprochen wurde. Dort habe ich viele Leute kennengelernt, die ebenfalls ein Auslandsjahr machen. Leider gibt es nicht so viele Schüler, die sich für einen Aufenthalt in Costa Rica entscheiden, weshalb ich bei diesem Seminar die Einzige war. Das war an manchen Stellen des Programms auch etwas schade, da es zum Beispiel einen Tagespunkt gab, wo sich die Teilnehmer den Ländern entsprechend zusammen gefunden haben, um über die jeweiligen Besonderheiten des Landes zu sprechen. Das war dann nicht so interessant für mich, vor allem als in meiner Gruppe dann darüber gesprochen wurde, ob man denn Ski-Sachen mitnehmen sollte oder nicht.
2 Schüleraustausch Costa Rica: Gute Tipps fürs Kofferpacken. Was mir aber auf jeden Fall weitergeholfen hat, sind die Tipps beim Kofferpacken, die mir mit auf den Weg gegeben wurden. Ein Vorteil von Costa Rica ist, dass dort das ganze Jahr über die gleichen Temperaturen herrschen, und es dazu auch nicht wirklich kalt ist. Deshalb ging das Packen der Sachen dann doch einfacher als gedacht.
3 Schüleraustausch Costa Rica: Der Flug von Hannover nach Costa Rica. Dann war es auch schon soweit! Der erste Flug startete um 6 Uhr morgens, daher musste ich sehr früh aufstehen. Ich hatte meinen Freunden gesagt, sie können gerne, trotz Abschiedsfeier zuvor, mit zum Flughafen kommen um sich zu verabschieden. Erstaunlicherweise sind auch viele erschienen, was mich sehr gefreut hat. Sogar meine Großeltern standen um 5 Uhr morgens mit am Flughafen um mich zu verabschieden.
4 Schüleraustausch Costa Rica: Die Ankunft in San José. Als ich dann nach 25 Stunden endlich in Costa Rica angekommen war, wurde ich herzlich von meiner Gastfamilie direkt am Flughafen von San José empfangen.
5 Schüleraustausch Costa Rica: Meine Familie ist super nett. Wir wohnen in einem sehr kleinen Haus zu fünft. Ich teile mein Zimmer mit meiner 16-jährigen Gastschwester. Meine andere Gastschwester ist schon 22 und mein Gastbruder 8 Jahre alt. Dann gibt es natürlich noch die Gastmutter und zurzeit lebt die Oma auch noch mit im Haus. Also ist bei uns immer viel los, was für mich sehr ungewohnt, aber auch super cool ist. Meine Interessen, wie Musik und Kulturen, teile ich mit meiner großen Gastschwester, mit meiner Schwester in meinem Alter teile ich die Interessen, die die meisten Mädchen in diesem Alter haben (zum Beispiel Schminke) und mit meinem Gastbruder spiele ich gerne „Stadt, Land, Fluss“ auf Spanisch.
6 Schüleraustausch Costa Rica: Die spanische Sprache war anfangs ungewohnt. Die Sprache, die hier in Costa Rica gesprochen wird, ist Spanisch. Am Anfang war es ungewohnt Spanisch zu sprechen, obwohl ich schon 5 Jahre Spanisch in der Schule hatte. Mein Gehirn wollte automatisch immer auf Englisch umschalten. Das war aber zum Glück nur am Anfang so. Danach ging es immer besser und besser und nach 2 Wochen hab ich kein einziges englisches Wort mehr benutzt.
7 Schüleraustausch Costa Rica: Die Schule. Mein erster Schultag war sehr aufregend. Die Schule hier ist in vieler Hinsicht ganz anders. Zuerst einmal das Gebäude, wenn ich das überhaupt so nennen kann. Denn nur die Klassenräume sind so richtige Räume. Die Gänge und „Pausenhöfe“ sind im Freien, nur dass die Gänge eine Überdachung haben, da es hier viel regnet. Auch der Unterricht ist anders. Die Lehrer stört es nicht, wenn man im Unterricht am Handy ist oder sogar Musik über Kopfhörer hört. Man muss sich auch nicht melden, wenn man die Antwort weiß, sondern man ruft einfach rein. Allerdings haben wir auch 48 Unterrichtsstunden in der Woche und die Schule beginnt bereits um 7Uhr.
8 Schüleraustausch Costa Rica: Das Essen. Hier wird viel Reis gegessen. Ich habe ganz am Anfang schon einmal erzählt, dass es hier zum Frühstück „Gallo Pinto“ gibt, (das ist Reis mit Bohnen vermischt) und dazu gibt es Rührei. Reis wird hier mit allem Möglichen gegessen. Bei uns gibt es oft Reis mit einer Art Linsensuppe oder anderen Suppen. Sonst wird auch einfach mal Gurke geschnitten und mit Tunfisch und Zitronensaft zusammen gemischt. Diese Masse wird auch wieder mit Reis zusammen gegessen. Es gibt also unendliche Möglichkeiten. Ich habe sogar schon gesehen wie Spaghetti zusammen mit Reis vermischt gegessen wird. Da Costa Rica ja ein tropisches Land ist, gibt es hier auch viele exotische und sehr leckere Früchte. Ich mag hier sogar einige Früchte, die ich in Deutschland nicht mochte.
Wo man Austauschorganisationen mit guter Beratung findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Austauschorganisationen. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen.Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Schüleraustausch-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de

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