Schüleraustausch USA: Wie Lea den High School Spirit in Texas erlebt hat – 10 Punkte zur Bewertung der High School

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Lea aus Nordrhein-Westfalen hat ihr Auslandsjahr mit dem Austausch-Stipendium der Stiftung Völkerverständigung in Texas in den USA verbracht. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Austauschschülern in den USA findet man im Schüleraustausch Blog.
1 Meine High School in den USA kannte ich schon aus dem Internet
Bevor ich nach Amerika kam haben meine Gasteltern mir die Internetseite meiner Schule gegeben, damit ich schon nach Fächern oder einem Sport schauen konnte. Da ich in Deutschland ab und zu Laufen gegangen bin, meinten meine Gasteltern ich sollte doch mal “cross country” ausprobieren. “Cross country” ist grob beschrieben, Langstreckenlaufen. Ich fand die Idee gut uns sagte, dass ich das gerne ausprobieren möchte. Deswegen ging meine Gastmutter, schon bevor ich in Amerika war, zu dem ersten Elternabend des “cross country” Teams.
2 Sport ist an der High School in den USA sehr wichtig, auch im Schüleraustausch
Das erste was ich dann wirklich von meiner Schule gesehen habe war eine der Sporthallen. Das “cross country” Team hatte die ganzen Sommerferien über Training, also konnte ich gleich nach meiner Ankunft damit anfangen. Wir hatten nicht nur in der Woche Training sondern auch samstags und an Feiertagen. Aber meistens hatten wir an Samstagen die Wettkämpfe. Da es in Texas im Sommer sehr heiß ist findet das Training immer schon morgens vor dem Unterricht statt.
Sport ist hier sehr wichtig, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Man kann sich hier zwischen unzähligen Sportarten, die in der Schule angeboten werden, das aussuchen, was einem am meisten Spaß macht.
3 Auslandsjahr USA: Football ist hier wirklich der größte und beliebteste Sport
Football ist eigentlich nur für Jungs, aber für die Mädchen gibt es sowas wie Cheerleader oder ein Tanzteam, das vor und während dem Football-Spiel auftreten und für Stimmung sorgt. Football-Spiele sind für die meisten hier das Highlight der Woche. Aber es gibt noch viele andere Sportarten, wie zum Beispiel Golf, Schwimmen, Basketball, Tennis oder Fußball.
4 Meine High School für den Schüleraustausch USA
Von innen sah ich meine Schule dann, als ich meinen Stundenplan wählen musste. Im Vergleich zu meiner Schule in Deutschland ist diese Schule riesig, aber jeder sagt mir, dass es eine der kleinsten Schulen in meinem Umkreis ist. Außerdem sind die Schulen hier für alle. Damit meine ich, dass es hier nicht in Gymnasium, Realschule oder Hauptschule geteilt ist. Und auch Kinder, die eine Behinderung haben, gehen zu meiner Schule.
5 Die Auswahl an Schulfächern an meiner High School ist sehr groß
Bei der Fächerwahl gab es so eine große Auswahl an Fächern, so dass ich mich erst gar nicht entscheiden konnte. In Deutschland hat man ähnlich große Wahlmöglichkeiten erst, wenn man in die Oberstufe kommt. Es gab sogar Fächer, die es bei uns zum Beispiel nur als AG gibt bzw. gar nicht, wie zum Beispiel Business-Kurs, Landwirtschafts-Kurs oder eine große Vielfalt an verschiedenen Technologie-Kursen. Klar gibt es bestimmte Regeln und Fächer die jeder wählen muss, aber trotzdem kann man das meiste noch sehr flexibel wählen. Insgesamt muss man sieben Fächer wählen. Es gab sogar zum Beispiel einen Englischkurs für Schüler, für die Englisch die Zweitsprache ist.
6 Der gewählte Stundenplan gilt an meiner High School in den USA für ein halbes Jahr
Man hat für jeden Tag denselben Stundenplan. In der Regel fängt die Schule um 7:30 Uhr an und endet um 14:35 Uhr. Wenn man einen Sport oder Band gewählt hat, ist es durch aus möglich, dass die Schule eher anfängt, bzw. länger geht. In meinem Fall fängt die Schule jeden morgen schon um 6:00 Uhr an.
Es gibt drei verschiedene Zeiten für Lunch, damit jeder etwas zu essen bekommen kann und es nicht zu voll ist. Man kann sich zwischen einem täglichen Menü oder einer Snackbar entscheiden. ´
Zweimal die Woche, dienstags und freitags, hat man eine extra Stunde. Die Stunde ist zum Glück nicht einfach noch dran gehangen, sondern von jeder Schulstunde werden 6 Minuten abgezogen. Diese 6 Minuten werden einfach zu einer zusätzlichen Stunde zusammen gesetzt, so hat man acht Schulstunden in der Zeit von sieben. Diese extra Stunde ist dazu gedacht, den Schülern extra Zeit für Hausaufgaben und zum Lernen zugeben. Außerdem nutzen viele Lehrer diese Zeit den Schülern extra Tutorials anzubieten oder die Schüler können einen Test oder ein Quiz wiederholen, bzw. nachholen.
7 An der High School in den USA gibt es viele Prüfungen und alle sechs Wochen ein Zwischenzeugnis
Ein Test hier ist das, was wir in Deutschland als Klassenarbeit oder Klausur haben. Ein Quiz ist das, was wir als Test kennen. Aber Tests und Quizze sind hier im Allgemeinen sehr anders. Das sind eigentlich nur multiple choice Fragen. Also man muss nichts selber schreiben, sondern immer nur die richtige Antwort ankreuzen. Außerdem kann man, wenn man eine schlechte Note bekommt, alles unter einem befriedigend, den Test oder das Quiz wiederholen. Wenn man wiederholt, ist das Beste was man kriegen kann ein befriedigend, aber es geht hierbei eher um das Verständnis.
Es gibt hier Quartale von sechs Wochen. Nach diesen sechs Wochen bekommt man eine Art Zeugnis. Deswegen sind diese sehr stressig, weil man im Durchschnitt in jedem Fach zwei Tests und ein paar Quizze schreiben muss. Außerdem kriegt man hier sehr viele Hausaufgaben und die sind eigentlich immer zum nächsten Tag. Hausaufgaben werden hier im Allgemeinen immer gemacht, da diese in die Note mit einfließen.
8 Die High School ist bestens mit moderner Informationstechnik ausgestattet
Seine Noten kann man täglich in dem online Portal der Schule nachschauen. In diesem online Portal laden die Lehrer auch die Hausaufgaben oder andere wichtige Informationen hoch.
Hier wird ein großer Wert auf Technik gelegt. Die Schule bietet freies WLan an, natürlich sind gewisse Seiten, wie zum Beispiel Facebook, gesperrt. Die Lehrer benutzen eigentlich auch alle eine App, mit welcher sie kurze Informationen per SMS an die Schüler schicken können. Diese App zeigt niemanden irgendwelche Nummern oder Namen, deswegen wollen viele Lehrer, dass man sie benutzt. So bekommt man dann öfter mal eine Nachricht wie “Hast du deine Hausaufgaben schon gemacht?” oder “Vergesst morgen nicht, dass wir einen Test haben.”
9 Der High School Spirit in den USA
Die Schule bietet aber auch Abwechslung von dem ganzen Lernstress. Schulspirit wird hier ganz groß geschrieben. Es gibt Tage, da muss sich jeder ein blaues T-Shirt anziehen, um zu zeigen, dass er zur Schule gehört. (Blau ist die Farbe meiner Schule.)
Oder vor einem Football-Spiel müssen die Football-Spieler ein bestimmtes T-Shirt tragen. Manchmal gibt es hier auch eine Motto-Woche, in der sich die Schüler für jeden Tag verkleiden. Natürlich passend zum Thema. Da gab es zum Beispiel Charakter-Tag oder Hawaiin-Tag.
10 Viele Schulclubs an meiner High School in den USA
Außerdem gibt es unzählige Clubs, denen man beitreten kann. Diese werden von den Lehrern nach der Schule angeboten. Manche dieser Clubs sind eine gute Ergänzung zu einem Fach, wie zum Beispiel der Spanisch-Club zum Fach Spanisch. Es gibt aber auch unabhängige Clubs, wie zum Beispiel einen Angel-Club oder Buch-Club.

Das beste High School-Jahr für den Schüleraustausch USA nach dem Abitur. Auf dem deutschen Markt gibt es viele Anbieter für den Schüleraustausch USA. Leistungen und Kosten unterscheiden sich deutlich. Da die Austausch-Organisation wichtig ist, sollte man das systematisch angehen. Dabei muss man darauf achten, dass man nur solche Anbieter in den Blick nimmt, die seriös und leistungsfähig sind. Vereinfacht wird das, wenn man eine seriös vor-selektierte Auswahl nutzt, wie die Anbietersuche auf dem SchülerAustausch-Portal schueleraustausch-portal.de/organisationen). Danach kommt das persönliche Gespräch mit den Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de

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