Studie: Weiterbildungsbedarfe von industriellen KMU

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Das von der EU geförderte Projekt DIPAQ veröffentlicht die Ergebnisse der aktuellen Befragung unter 26 ostwestfälisch-lippischen Industrieunternehmen bis 249 Beschäftigte (KMU). Abgefragt wurde der Stand der Digitalisierung und die sich daraus ergebenden speziellen Bedarfe für Weiterbildung. Die Befragung wurde im ersten Halbjahr 2020 als Onlinebefragung in Kombination mit Interviews mit Führungskräften in den Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse geben einen Einblick in die aktuellen, digitalisierungsgetriebenen Bedarfe der Unternehmen. Abgefragt wurde auch, inwiefern die Corona-Pandemie zu Veränderungen der Digitalisierungs- und Weiterbildungsaktivitäten der Unternehmen geführt hat.

Malte Mayer, Projektmanager von owl maschinenbau e.V., erklärt: „Die Weiterbildungsbedarfe der Unternehmen konzentrieren sich sowohl im Bereich der generellen Arbeitsverbesserung – Wissensmanagement, Verbesserung von Arbeitsabläufen, Automation von Prozessen, Management und Führung – als auch im Bereich EDV und Digitalisierung, spezieller IT-Systeme, Programmiersprachen und Produktmanagement. Auch Kommunikation ist ein primäres Thema – intern wie extern. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass klassische Präsenzweiterbildungen schon jetzt nicht mehr gefragt sind. Weiterbildungen sollten immer als hybride Formate angeboten werden, mit Online-Seminaren und zeitlich unabhängig abrufbaren multimedialen Lerninhalten für die Beschäftigten.“

Die umfangreiche Veröffentlichung mit allen Details ist abrufbar unter:
https://www.owl-maschinenbau.de/beitraege/weiterbildungsbedarfe-von-kmu-in-owl/

Im Kooperationsprojekt DIPA|Q entwickeln owl maschinenbau e.V. und die Deutsche Angestellten Akademie Standort Bad Oeynhausen aus diesen Ergebnissen Weiterbildungen, welche die aktuellen, digitalisierungsgetriebenen Bedarfe von KMU abdecken sollen. Die Weiterbildungsmodule werden im nächsten Jahr in den Unternehmen getestet und im Anschluss als Empfehlungen veröffentlicht.

„Weiterbildung wird in den kommenden Jahren gerade für kleine und mittlere Unternehmen zu einer zentralen Aktivität werden müssen. Zum einen müssen Mitarbeitende der Unternehmen vor dem Hintergrund neuer Technologien, neuer Qualitätsanforderungen und eines erhöhten Wettbewerbs immer flexibler für die Anforderungen gerüstet werden. Zum anderen kommen Unternehmen nicht umher, die Engpässe an Fachkräften durch Aufqualifizierung des bestehenden Personals zu lösen.“ so Malte Mayer zur Dringlichkeit des Themas für die Unternehmen.

owl maschinenbau e.V. ist ein Netzwerk von über 220 Unternehmen des Maschinenbaus und der Automatisierungstechnik, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Verbänden und Kammern aus OWL. Den Mitgliedern bietet das Netzwerk in verschiedenen Veranstaltungen und Projekten die Möglichkeit zu Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und neuen Kooperationen.

Die Deutsche Angestellten Akademie DAA ist ein bundesweiter Anbieter für berufliche Weiterbildung und Arbeitsmarktdienstleistungen. Der Standort Bad Oeynhausen bildet das gewerblich-technische Kompetenzzentrum der DAA Westfalen. Dort wird sich in verschiedenen Projekten mit den Entwicklungsthemen moderner Weiterbildung für Unternehmen auseinandergesetzt.

Weitere Informationen unter:
https://www.owl-maschinenbau.de/projekte/projekt-dipaq/