UMIT-Wissenschaftler mit renommiertem David Sacket Preis ausgezeichnet

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Die kritische Bewertung “Individueller
Gesundheitsleistungen” (IGeL) eines multiuniversitären Forscherteams
unter der Federführung des Departments für Public Health und HTA der
UMIT – Health and Life Sciences University wird mit dem
David-Sackett-Preis 2012 des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte
Medizin e.V. ausgezeichnet. Damit wird der Preis bereits zum zweiten
Mal an UMIT-Wissenschaftler vergeben.

Die Wissenschaftler von drei Universitäten nahmen im Auftrag des
Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information
(DIMDI) die Praxis ärztlicher Leistungen unter die Lupe, die nicht im
Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten
sind und von den Patienten selbst bezahlt werden müssen. Die
kritische Bewertung erfolgte in Form eines Health Technology
Assessments (HTA), die beteiligten Forscher Dr. Petra
Schnell-Inderst, Dipl-Soz. Theresa Hunger, Katharina Hintringer, Dr.
Ruth Schwarzer, Dr. Vanadin Seifert-Klauss, Dr. Holger Gothe, Prof.
Dr. Jürgen Wasem und Prof. Dr. Uwe Siebert haben systematisch die
empirischen Daten zu Angebot, Inanspruchnahme, Praxis, Akzeptanz,
Arzt-Patienten-Verhältnis und ökonomischer Bedeutung von IGeL im
ambulanten Bereich für GKV-Versicherte in Deutschland
zusammengetragen und ausgewertet. Für die beiden häufigsten IGeL –
das Glaukomscreening und die vaginale Ultraschalluntersuchung zur
Früherkennung des Eierstockkrebses – haben die Wissenschaftler zudem
untersucht, ob ein Nutzen für Patienten nachgewiesen werden kann. Im
Ergebnis konnte keiner der beiden Früherkennungsuntersuchungen ein
gesundheitlicher Vorteil zuerkannt werden. Diese Erkenntnis löste
rege Diskussionen in der Fachwelt und heftige Medienechos aus.

Auszeichnung durch David-Sackett-Medaille

Bei der Verleihung der Medaille im Rahmen der 13. Jahrestagung des
Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) e.V. in
Hamburg am 16. März zeigte sich das Forscherteam “äußerst stolz,
diese renommierte Anerkennung für unsere wissenschaftliche Arbeit zu
erhalten”, fasst Departmentleiter Prof. Dr. Uwe Siebert die
Statements der Preisträger zusammen. Besonders freut das UMIT-Team,
dass diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal an die UMIT geht. Vor
drei Jahren haben Frau Prof. Dr. Ammenwerth, Frau Dr. Schnell-Inderst
und Herr Prof. Dr. Siebert den David-Sackett-Preis für eine Studie
über computerunterstützte Ausstellung von Rezepten erhalten.

Der mit 2.000 Euro dotierte David-Sackett-Preis des DNEbM e. V.
wird seit 2008 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der
evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung verliehen.
David Sackett gilt als Pionier der EbM, die vom angloamerikanischen
Raum ausgehend mittlerweile weltweit praktiziert wird. Der heute in
Kanada lebende Mediziner gründete 1967 das erste Institut für
klinische Epidemiologie in Kanada an der McMaster Universität und
später das Oxford Centre for Evidence-based Medicine. Er ist
Initiator und Mitherausgeber des Journals “Evidence-Based Medicine”,
Autor von mehr als 60 Lehrbüchern und -artikeln und Begründer der
Fortbildungskurse für EbM an der Universität Oxford.

Rückfragehinweis:
mailto:hannes.schwaighofer@umit.at,
Tel: +43 (0)664/4618201

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4200/aom

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