Wachstumshemmer im Mittelstand: Neues System macht Engpässe sichtbar

Zu hohe Vertriebskosten, Personalmangel, stockende Logistik: Jedes Unternehmen, das wächst, stößt zwangläufig auf Engpässe. „In vielen Fällen sind das keine Ausnahmen, sondern typische Muster“, sagt Hannes Goth, Geschäftsführer der Polymundo AG und Transformationsexperte für den Mittelstand. Welche Blockaden auftreten, hängt häufig von Größe und Reifegrad eines Betriebs ab. Um diese Zusammenhänge für KMU strukturiert erfassbar zu machen, hat Polymundo ein System speziell für den Mittelstand entwickelt, das auf Erfahrungswerten aus der Praxis basiert.

„Das System hilft Geschäftsführenden und Unternehmern zu erkennen, wo sie im Wachstumsprozess stehen und woran das Weiterkommen hakt“, erklärt Goth. Denn kleine und mittelständische Betriebe wachsen oft schneller, als Strukturen und Verantwortlichkeiten nachziehen. Infolgedessen geraten einzelne Geschäftsbereiche – etwa Vertrieb, Produktion, Marketing, Kundenservice oder IT – ins Hintertreffen und führen zu Engpässen bei Material, Know-how oder Personal. „Häufig bleibt das im Alltag lange unbemerkt“, so Goth. „Viele Unternehmer strampeln sich sinnbildlich Wochen oder gar Monate auf einem viel zu kleinen Fahrrad ab, während andere auf dem E-Bike an ihnen vorbeiziehen.“

Warum Theorie im Mittelstand versagt

Um herauszufinden, was die Firma ausbremst, greifen viele in der Geschäftsleitung auf klassische betriebswirtschaftliche Modelle zurück. Doch diese seien häufig auf Konzerne zugeschnitten und ließen einen zentralen Faktor außer Acht: den Unternehmer oder Geschäftsführenden selbst. Oft sei die Person aber Teil der Wachstumsblockade, weil das Mindset nicht mitgewachsen ist oder der Umsatz zu stark an dessen Person gebunden ist. Mittelständischen Entscheidern fehle deshalb oft eine pragmatische, schnell anschlussfähige Orientierung, die ihre eigene Entwicklung mitdenkt.

Den eigenen Reifegrad einordnen

Diese Lücke wollen Goth und sein Team mit dem System UNBLOCK schließen. Es ist auf den Mittelstand zugeschnitten und basiert auf einer Datenbank, in die über mehrere Jahre Praxiswerte aus Transformationsprozessen eingeflossen sind. Die Inhalte sind nach Unternehmensgröße und deren Reifegrad systematisiert. „Über einen Fragebogen ordnen Geschäftsführende ihre Situation ein und erhalten als Ergebnis eine kompakte visuelle Darstellung“, erklärt Goth. Sie zeigt auf einer Skala von 1 bis 10, wo das Unternehmen in der Wachstumsphase steht und welche Engpässe typischerweise auftreten.

Praxisbeispiel aus der Logistik

Wie sich die Auswertung in der Praxis nutzen lässt, zeigt die TRANS AURIGA GmbH aus der Logistikbranche. Das Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden und einem Umsatz im zweistelligen Millionenbereich stand vor einem Wendepunkt, als Geschäftsführer Timo Wittmann am System teilnahm. „Es gab viele gute Ideen, um sich für die Zukunft aufzustellen, aber keine klare Priorität. Dadurch wurde vieles angestoßen, ohne spürbare Wirkung“, berichtet Goth. Mit UNBLOCK wollte Wittmann eine strukturierte Grundlage schaffen, um Mission, Vision und Kennzahlen zu schärfen und die nächsten Schritte gezielt zu priorisieren.

Sachlicher Blick auf Wachstumsprozess

Das Ergebnis machte die Ursache der „gefühlten Krise“ sichtbar. Sie zeigte deutliche Engpässe in Kundenservice, Vertrieb, Marketing und Produktmanagement. Für den Unternehmer war das nach eigenen Aussagen vor allem eine „psychologische Entlastung“. Er erkannte, „dass die aktuellen Herausforderungen nach starkem Wachstum völlig normal sind“. Von der Selbstkritik konnte er „in die sachliche Analyse wechseln“: Im Rahmen des Systems tauschte Wittmann sich mit anderen Firmenchefs über die Engpässe aus und nutzte auf seine Situation zugeschnittene Tools, um sie zu beheben. Doch am wichtigsten fand er, dass die neu gewonnene Klarheit die Dynamik bei den Führungskräften im Haus veränderte. „Die Stimmung kippte von problem- zu lösungsorientiert“, so der Logistiker. Neue Prozesse wurden sofort und mit weniger Widerstand umgesetzt.

Engpässe als Existenzrisiko

Engpässe wie diese aufzulösen, ist für viele Firmeninhaber nicht nur eine Erleichterung, sondern oft existenziell, betont Goth. Bleiben Wachstumsblockaden bestehen, erreichten Unternehmen zwangsläufig ein Plateau: Egal wie viel Energie sie in neue Maßnahmen investieren, der Umsatz stagniert und die Marge sinkt, weil Ineffizienzen zunehmen. Oder das Unternehmen wird schwer verkäuflich, da es ohne den Inhaber nicht funktioniert. Die Folge ist häufig Überlastung bis hin zum Burnout. „Viele Unternehmer treten dann immer stärker in die Pedale und kommen trotzdem nicht voran“, so Goth. Systeme wie UNBLOCK schaffen Transparenz über die aktuelle Lage – und helfen, rechtzeitig das passende Rad für die nächste Wachstumsstrecke zu wählen.

Für mittelständische Unternehmen, die Wachstumsblockaden auf den Grund gehen wollen, bietet die Polymundo AG einen kostenlosen Check an. Weitere Informationen finden Sie unter https://polymundo.com/unblock

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