Wenn die Versetzung gefährdet ist …Von Nachprüfungen, Sitzenbleiben, Wiederholen und Co.

Filed under: Schul- / Berufsausbildung |


Wenn die Versetzung gefährdet ist …

Wenn das Klassenziel einmal nicht erreicht wird, muss zuerst herausgefunden werden, woran das liegt. Waren Krankheit oder ein Schicksalsschlag Grund für Noten-Hänger und sind Sie, das Kind und die Lehrer der Überzeugung, dass dieser Zustand sich in der nächsten Klassenstufe nicht fortsetzt, so kann eine „Pädagogische Versetzung“ (= Versetzung aufgrund besonderer Umstände) beantragt werden. Dies jedoch nur dann, wenn der Klassenlehrer mit der Klassenkonferenz diesem Antrag zustimmen. Dies geschieht allerdings auch nur dann, wenn die Lehrer wirklich der Meinung sind, dass der Schüler bzw. die Schülerin in der nächsten Klassenstufe problemlos anknüpfen kann und die derzeitigen schlechten Noten nur Ausnahmen in Zusammenhang mit einem persönlichen Einschnitt sind, den der Schüler/die Schülerin nicht zu vertreten hat. Anderenfalls würde der Antrag abgelehnt werden.
(Sollte Ihr Antrag bewilligt werden, sollten Sie die Sommerferien dennoch nutzen, um die Lücken, aus welchem Grunde sie auch vorhanden sind, zu schließen. Sie können es nur entspannter angehen. Wir empfehlen hier die letzten zwei bis drei Schulferien-Wochen als Übungszeit, damit das Anknüpfen an die Schule dann auch übergangslos geschieht. Als “Strafe” sollte die Feriennachhilfe nicht verstanden werden. Schließlich geht es lediglich um 60 oder 90 Minuten eines Tages.)

Unserer Erfahrung nach werden die Anträge auf Pädagogische Versetzung jedoch überwiegend abgelehnt, wohl auch, weil eine eindeutige Einschätzung des problemlosen Anknüpfens nur schwer getroffen werden kann. Dann kann nur noch eine Nachprüfung in die nächste Klassenstufe helfen. Hier haben wir allerdings sehr gute Erfahrungen gemacht. Gleichzeitig ist eine erfolgreiche Nachprüfung für Sie, den Schüler/die Schülerin und auch die Lehrer ein Nachweis, dass Wissens-Lücken behoben sind und Zweifel am erfolgreichen Anknüpfen an den neuen Schulstoff aus dem Weg geräumt sind. Eine Nachprüfung ist jedoch nur dann möglich, wenn in einem einzigen Fach eine bestandene Nachprüfung zur Versetzung verhelfen würde. Wenn es in mehreren Fächern schlecht aussieht und kein Ausgleich hergestellt werden kann, ist eine Nachprüfung auch nicht möglich. Die Schule sollte Sie jedoch gleich nach der Notenkonferenz von der Möglichkeit einer Nachprüfung in Kenntnis setzen.

Wenn andere Gründe Auslöser für schlechte Noten waren, so müssen Sie abschätzen, ob eine Versetzung, das „Sitzenbleiben“ oder sogar ein Schulwechsel die bessere Lösung für Ihr Kind darstellt. Sprechen Sie dabei mit Ihrem Kind, dem Klassen- und dem Fachlehrer. Aber Vorsicht: Sitzenbleiben heißt nicht automatisch, dass es dann besser läuft. Versuchen Sie erst dem eigentlichen Problem auf den Grund zu gehen (Prüfungsangst, LRS, AD(H)S sind dabei Phänomene, die professionellen Rat bedürfen.) Bei schlechtem Verhältnis zu den Schullehrern kann ein Klassenwechsel oder Schulwechsel helfen. Aber auch hier gilt: Aufpassen. Wenn Ihr Kind mit mehreren Lehrern nicht klar kommt, bzw. mehrere Lehrer mit ihrem Kind nicht klar kommen, sollten sich eingeschlichene Verhaltensmuster dringend geändert werden. Andererseits steht auch die Schule in der Bringschuld: bei schlechten Noten sollte vom Fachlehrer sofort ein Förderplan ausgestellt werden, der die Defizite darstellt und Empfehlungen und eine Frist gibt, wie und bis wann die Situation verbessert werden soll. Sollte der Förderplan fehlen, haben Sie zwar ggf. ein Versäumnis der Schule aufgedeckt, Schuldzuweisungen helfen aber hier nicht weiter.

Sollten Sie sich gegen eine Nachprüfung entscheiden, da die Wiederholung des Schuljahres der vermeintlich leichtere oder angenehmere Weg zu sein scheint, so sein Sie versichert, dass wir immer wieder erleben, dass es ohne Vorbereitung auf die Zeit nach den Sommerferien häufig wieder schlechte Noten in den Problemfächern gibt. Auch wenn der Schulstoff bereits einmal durchgenommen wurde, ist immerhin ein ganzes Jahr vergangen und die Wiederholung allein kann nicht garantieren, dass der Schulstoff aus dem Problemfach bei der „zweiten Runde“ dann automatisch besser verstanden wird. Wir empfehlen Ihnen daher auch hier in den letzten ein bis zwei Ferienwochen professionell vorzubereiten und gleich zu Anfang mit Nachhilfeunterricht zu unterstützen. Zu meist reicht bereits eine Einheit von 45 oder 60 Minuten pro Woche. Denn wenn die ersten Noten gleich besser werden, so gelingt die Verbesserung und das Gesamtverständnis in dem Problemfach natürlich besser und der Schüler bzw. die Schülerin erfährt eine ganz andere Einstellung zu dem Fach und kann gestärkt in den Unterricht gehen.

Sehen Sie der Nachprüfung gelassen und zuversichtlich entgegen …

Wenn dann eine Nachprüfung ansteht, sollte schnell reagiert werden. Denn wenn die Ferien erstmal angefangen haben, ist es fast schon zu spät sich zu kümmern. Treten Sie bereits vor den Ferien mit dem Fachlehrer und ggf. dem Klassenlehrer in Kontakt. (Lassen Sie sich nicht abwimmeln.) Sie sollten dabei keinesfalls „patzig“ oder „mürrisch“ wirken. Nehmen Sie für Ihr Kind die Herausforderung an; bleiben Sie dabei jedoch ruhig, gelassen und zuversichtlich. Finden Sie vor den Ferien vom Fachlehrer folgende Dinge heraus:

Wann genau wird die Nachprüfung stattfinden, Tag und Uhrzeit (Üblicherweise finden Nachprüfungen in der letzten Sommerferien-Woche statt, unter Umständen ist auch der erste Schultag nach den Ferien als Termin möglich.)

Wie lange wird die Nachprüfung dauern? (Meist zwischen 30 und 60 Minuten)

Wird die Prüfung mündlich oder schriftlich erfolgen? (Dies ist fachabhängig; meist hat die Prüfung einen schriftlichen Teil und einen mündlichen Teil.)

Wer wird die Nachprüfung durchführen und was soll Ihr Kind zur Prüfung mitbringen (Dies ist nur insofern wichtig, damit Ihr Kind so wenig Überraschung am Tag der Prüfung hat, wie möglich und sich auf die Prüfungssituation einrichten kann.)

Welche Themen werden abgefragt (Lassen Sie sich nicht mit „alles, was wir gemacht haben“ abspeisen. Sie waren schließlich nicht im Unterricht dabei und möchten nun mit Ihrem Kind üben. Genaue Themen sind wichtig. (Grundsätzlich werden die Themen des letzten Schulhalbjahrs abgefragt, manchmal aber auch das gesamt Schuljahr.) Fragen Sie auch bei Schulfreunden ihres Kindes nach, welche Themen im Unterricht behandelt wurden.)

Bitten Sie die Schule (Klassenlehrer, Fachlehrer, Schulbibliothek) darum, dass Ihr Kind die Schulbücher und ggf. Schulhefte des Nachprüfungs-Fachs für die Zeit der Schulferien behalten darf, da diese Grundlage für die Vorbereitung auf die Nachprüfung sind.

Fragen Sie den Fachlehrer, ob er/sie Ihnen seine E-Mailadresse für letzte Fragen vor der Prüfung nennt oder auch telefonisch für Sie erreichbar ist.

Lassen Sie sich von Profis helfen! Entweder geben Sie die komplette Vorbereitung in die Hand von Profis oder lassen Sie sich von Profis unterstützen. Machen Sie sich dabei klar, dass diese professionelle Unterstützung Geld kostet. Legen Sie Wert auf Einzelunterricht, ein qualifizierte, erfahrene Lehrkraft und Übungsmaterialien.

Gehen Sie die Sache ruhig und besonnen an, vermeiden Sie aber unbedingt schon vorab unvernünftige Belohnungen mit Ihrem Kind zu vereinbaren oder unverhältnismäßige Urlaubspläne unbedingt durchzusetzen. Z.B. eine Woche Reiterferien unmittelbar vor der Nachprüfung, 5 Wochen Camping während der Sommerferien usw.
Sie und Ihr Kind sollten die Nachprüfung als sportliche Herausforderung sehen. Dies müssen Sie, falls Sie getrennt leben, auch Ihrem Ex-Partner klar machen. Sollten Sie zeitlich ungünstigen Urlaub gebucht haben, so können Sie den Nachprüfungstermin u.U. auch auf den ersten Schultag nach den Ferien legen lassen.

Planen Sie gemeinsam mit dem Profi wann der Ferien-Unterricht stattfindet und welche Aufgaben zuhause gemacht werden. Planen Sie dabei auch ausreichend Freizeit ein, denn auch bei einer Nachprüfung sollte Ihr Kind ausreichend Ferienzeit haben und auch mal abschalten können. Eine Planungshilfe für Ihren Zeitplan finden Sie zum Download auf unserer Webseite. Eine Checkliste für die Nachprüfung, die die hier genannten Punkte abdeckt, finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite.

Eine Nachprüfung ist grundsätzlich nur in der Jahrgangsstufe 6 bis 9 möglich.

Die hier veröffentlichten Informationen wurden mit bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen und gelten für Hessen. Eine Haftung können wir für die Informationen leider nicht übernehmen.

Gerne unterstützen mein Team und ich Sie und vor allem Ihr Kind bei der Herausforderung und Vorbereitung der Nachprüfung in den Sommerferien. Wir bieten Ihnen ausschließlich Einzelunterricht von erfahrenen und qualifizierten Lehrkräften in allen Schulfächern und für alle Klassenstufen aller Schulformen. Auch ohne Nachprüfung bieten wir Ihnen Feriennachhilfe zum Auf-, Nach- und Vorholen. Wir haben einen riesigen Fundus an Übungsmaterialien und freundliche Unterrichtsräume mit entsprechender Ausstattung und Tageslicht.

Besondern Wert legen wir auf persönlichen Umgang sowohl mit unseren Schülerinnen und Schüler, wie auch mit deren Eltern.

Bei uns entstehen Ihnen neben der Feriennachhilfe nicht automatisch weitere Verpflichtungen oder Vertragslaufzeiten. Zudem sind unsere Preise günstig.

Rufen Sie uns an (Tel. 06151/4297370) oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Wir freuen uns auf Sie und auf Dich.

Stephen Tepperis
Leiter der Nachhilfeschule Pupil’s Help Darmstadt